Mietkonzepte: Es geht auch ohne Spülküche

GVmanager_12_2013

Fotos: ProfiMiet Spülen & Reinigen Es geht auch ohne Spülküche Vor zehn Jahren durch „Zufall“ ent-standen, gehört das Day-to-Day- Konzept, abgekürzt D2D, inzwischen zum Standard-Portfolio von ProfiMiet. Die Betriebsgastronomie der Ford-Werke Köln stand damals von hier auf jetzt ohne Spül-technik da und wollte sich eine Maschine von ProfiMiet ausleihen. „Das brachte uns auf die Idee, ein Komplettpaket daraus zu machen, da wir auch Vermieter von Glas, Porzellan und Besteck sind“, erläutert Jens Kirchhoff, Geschäftsführender Gesellschaf-ter der ProfiMiet Rhein Main GmbH, Raun-heim und eingesetzter Geschäftsführer der ProfiMiet, Köln. Der nächste Schritt war, dieses Konzept dauerhaft beizubehalten. Seitdem haben schon einige Betriebe das Konzept interimsweise in Anspruch genom-men, z. B. in Umbauphasen. Aber auch das Interesse eines dauerhaften Outsourcings steigt. Daher haben wir Jens Kirchhoff zu den Details des Konzepts befragt: Herr Kirchhoff, für welche Art von Betrie-ben eignet sich diese Lösung? Es eignet sich für das breite Spektrum der GV-Betriebe, aber auch für Hotels. Wirt-schaftlich ist die Logistik für Betriebe, die täglich ca. 150 Essensteilnehmer bzw. Mahlzeiten haben. Das kann auch eine Klinikküche sein, die 50 Patienten dreimal am Tag versorgt. Interimsweise haben wir z. B. im Mainzer Uniklinikum den Spülaufwand mit ca. 100.000 Teilen pro Tag übernommen. Wie ist der Ablauf des D2D-Konzepts? Wir holen einmal täglich das vorsortier-te und gut in Transportbehälter verpackte Schmutzgeschirr ab und liefern zugleich das saubere an. Den Zeitpunkt dafür kann der Kunde individuell wählen – wir kom-men selbst nachts um 3 Uhr, wenn er will. Trocknen die Speisereste nicht stark ein, wenn das Spülgut teils einen ganzen Tag lang steht – ganz zu schweigen vom Platz-bedarf für die Zwischenlagerung? Diese Herausforderung kennen wir aus unserem Kerngeschäft, dem Non-Food-Catering bei Events. Daher ist es für uns kein Problem, Material mit stark anhaften-den Essensresten wieder in einen einwand-freien hygienischen Zustand zu versetzen. Der Platzbedarf für die Zwischenlagerung liegt unter der Fläche, die eine komplette Spülküche einnehmen würde. Sind auch Teil-Auslagerungen möglich? Das ist möglich, aber nicht sinnvoll, da man so nicht das komplette Einsparpotenzial ausschöpfen kann. Zudem spülen wir sogar klassisches Topfspülen-Gut. Wie hoch sind denn die Einsparpotenziale? Das ist abhängig von der Auslastung und Größe des Betriebs, von möglichen Inves-titionskosten in die Spültechnik sowie den Personalkosten. Für unseren Erstkunden, die Ford-Werke, hat sich z. B. ein Einspar-potenzial von 40 % gegenüber komplettem Eigenbetrieb ergeben – bei bis zu 40.000 Spül-Teilen und 7.000 Gästen pro Tag. Generell zeichnet sich das Konzept durch eine hohe Kostentransparenz aus. Das liegt daran, dass wir keine Pauschale veranschla-gen, sondern das Spülgut täglich stückge-nau abrechnen. Der Stückpreis wird dabei individuell berechnet. Als Basisleistungen bzw. Fixkosten fließen z. B. der Spülpreis, Verpackungsbehälter und die Logistik ein. Darüber hinaus unterscheiden wir, ob das Spülgut von uns bezogen wird, oder ob es dem Kunden gehört. Optional übernehmen wir auch das Handling vor Ort. Wie wird das Konzept angenommen? Es gibt noch immer den Vorbehalt, dass es keinen Mitbewerb gibt, zu dem man wech-seln könnte, falls wir damit aufhören. Den-noch haben wir bewiesen, dass das Konzept ein dauerhaftes ist. Interessierte können sich bereits bei vielen Kunden informieren. Danke für das Gespräch! kir Spülmaschine kaputt und kein Spontanersatz in Sicht? Das Eintreten dieses Supergaus in einem Betriebscasino stand Pate für eine neue Form des Outsourcings: den Verzicht auf jegliche Spültechnik und -kräfte vor Ort – interimsweise oder auch dauerhaft. 40 GVmanager 12/2013


GVmanager_12_2013
To see the actual publication please follow the link above