Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Regel-Update

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Fotos: © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/Pixelio, © PhotoEd – Fotolia.com Regel-Update wiegend pflanzliche Lebensmittel zu wählen. Dies dient sowohl einer nachhaltigen Ernährung als auch präventiven Aspekten. Dass eine pflanzenbetonte Ernährung die Gesunderhaltung fördert, bestätigt die aktuelle Datenlage der evidenzbasierten Ernährung. Eine erhöhte Zufuhr von Gemüse und Obst hat risikosenkende Effekte z. B. bei Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit und Schlaganfall. Eine gesteigerte Zufuhr von Vollkornprodukten senkt z. B. das Gesamt- und LDL-Cholesterol im Blut. Bei der Auswahl von Obst und Gemüse empfiehlt die DGE seit Neuestem, saisonale Ware zu bevorzugen. Ein Anbau im Freiland im Vergleich zu beheizten Treibhäusern oder Folientunneln spart CO2-Emissionen ein. Eine längere Lagerung von Gemüse oder Obst in Kühlhäusern verursacht zusätzliche Emissionen. Zudem rät die DGE zu frischen Lebensmitteln bzw. Lebensmitteln mit geringem Verarbeitungsgrad, da sich dies ebenfalls positiv auf die Klimabilanz auswirkt. ◗ Auswahl tierischer Lebensmittel: Von Fisch bis Fleisch Hinsichtlich der Klimarelevanz verweist die DGE darauf, dass die Produktion von Fleisch von Rind, Schaf und Ziege deutlich höhere Emissionen als die von Geflügel- oder Schweinefleisch verursacht. Vor dem Hintergrund gefährdeter Fischbestände ist laut DGE zudem eine nachhaltige Fischerei bzw. eine nachhaltig betriebene Aquakultur wichtig. ◗ Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben Auch die zunehmende Mobilität hat einen Einfluss auf das Klima. Mit der Aufforderung, öfter zu Fuß zu gehen, oder mit dem Fahrrad zu fahren, berücksichtigen die 10 Regeln Aspekte der Gesundheitsförderung und der Nachhaltigkeit. Die aktuellen 10 Regeln der DGE sind als Infoblatt (DIN A4) im DGE-MedienService zu bestellen. Bis zu 45 Stück werden kostenfrei zzgl. Versandkosten angeboten, ebenso wie bis zu drei passende Faltblätter. Das Poster „Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE“ (DIN A1) kostet 3,50 E zzgl. Versandkosten. www.dge-medienservice.de Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. hat ihre „10 Regeln“ aktualisiert, die als Anhaltspunkt für eine vollwertige Ernährung dienen. Ausschlaggebend waren neue Erkenntnisse in der Prävention ernährungsmitbedingter Krankheiten sowie die zunehmende Bedeutung der Nachhaltigkeit in der Ernährung. Was ist neu an den 10 DGE-Regeln? Im Folgenden ein kurzer Überblick: Weißes statt rotes Fleisch Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) unterscheidet nunmehr bei den tierischen Lebensmitteln zwischen rotem und weißem Fleisch. Geblieben ist die Empfehlung max. 300-600 g Fleisch und Wurst pro Woche zu essen, wobei aufgrund neuer Studienergebnisse weißes Fleisch (Geflügel) zu bevorzugen sei, da rotes Fleisch und Erzeugnisse daraus das Risiko für Dickdarm- und Mastdarmkrebs erhöhen. Viel Trinken, nichts Zuckergesüßtes Die Empfehlung, rund 1,5 l Flüssigkeit zu trinken, wurde nun um eine Warnung vor zuckergesüßten Getränken erweitert. So sollen diese nur selten getrunken werden, da sie – regelmäßig und in größeren Mengen konsumiert – das Risiko für Adipositas bei Erwachsenen sowie für Diabetes mellitus Typ 2 erhöhen. Nachhaltige Ansatzpunkte Um den Stellenwert von Nachhaltigkeit in der vollwertigen Ernährung zu stärken, wurden einige der 10 Regeln etwas ergänzt. ◗ Gemüse und Obst – Nimm „5 am Tag“ Die DGE empfiehlt seit vielen Jahren, überVitale Auf einen Blick Die 10 Regeln der DGE 1. Die Lebensmittelvielfalt genießen 2. Reichlich Getreideprodukte sowie Kartoffeln 3. Gemüse und Obst – Nimm „5 am Tag“ 4. Milch- und Milchprodukte täglich, Fisch ein- bis zweimal in der Woche, Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in Maßen 5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel 6. Zucker und Salz in Maßen 7. Reichlich Flüssigkeit 8. Schonend zubereiten 9. Sich Zeit nehmen und genießen 10. Aufs Gewicht achten und in Bewegung bleiben Küche 28 GVmanager 12/2013


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