Deutsches Krankenhaus Institut: Entkopplung gefragt

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Foto: apetito Marktforschung nehmer, jedoch mit ähnlicher Motivation. Am meisten und zu gleichen Teilen (je-weils rund 91 %) werden die Portale mit Texten und Bildern gefüttert. Die aufwen-diger zu produzierenden Videos findet man bei immerhin 32 % der Befragten. Auch Portale wie Instagram und Pinterest sind hier geeignete Plattformen, deren Potenzial, Gäste mit Bildern emotionaler anzuspre-chen, aber noch eher selten genutzt wird. Die Reaktion der User, Follower etc., z. B. in Form von Kommentaren zu Posts generell, ist fast allen Teilnehmern (90 %) wichtig, 42 % davon sogar sehr wichtig. Zeit bremst Aktivität Große Betriebe sind laut der Studie der Universitäten Liechtenstein und Wien die deutlich aktiveren Netzwerknutzer. Bei den Mittelständlern scheitert ein stärkeres En-gagement hingegen zumeist am Kostenfak-tor Zeit. Gleichzeitig zweifeln die Entschei-der am Nutzen einer solchen Marketing-maßnahme. Häufig beruht ihr Zweifel auf der Angst vor möglichen Imageschäden, die bei einer fehlerhaften Nutzung entste-hen könnten. Auch bei unserer Umfrage unter Führungskräften des Außer-Haus- Markts zeigte sich, dass es in diesem Bereich vehemente Social Media-Gegner gibt, die nicht in sozialen Netzwerken aktiv sein wollen. Der Einsatz von Social Media zahlt sich laut der Studie der Universitäten bisher nur für größere Unternehmen aus, und zwar für solche, die Social Media proaktiv, innova-tiv und mit Risikobereitschaft nutzen. Es brauche eine positive Grundhaltung der Beteiligten sowie einen geeigneten Social Media-Verantwortlichen, der über genü-gend freie Kapazität und entsprechende Erfahrung mit den neuen Medien verfügt. Bislang gibt es in 42 % der teilnehmen-den Betriebe keinen Verantwortlichen für die Social Media-Auftritte, sodass hier z. T. noch Nachholbedarf besteht. Denn knapp über die Hälfte der Teilnehmer schätzt, dass die Bedeutung der Social Media- Kanäle in fünf Jahren noch weiter steigen wird. Dass die Rolle der sozialen Netzwerke ähnlich groß ist wie heute, glauben zudem 13 %. Für Küchenleiter, die das Potenzial sozialer Netzwerke heute und auch in Zukunft nutzen wollen, bedeutet dies nach-zurüsten. Denn in sozialen Netzwerken gut aufgestellt zu sein, eröffnet den Betrieben z. B. die Möglichkeit, neue Mitarbeiter zu gewinnen oder auf Gästewünsche und Kritiken schnell reagieren und so zur Gästebindung beitragen zu können. teo Kostendruck und der Zwang zum wirtschaftlichen Han-deln unter der Prämisse einer ständig geforderten Qualitäts-steigerung haben die Nachfra-ge nach zentralisierten, entkop-pelten Verpflegungssystemen verstärkt. Das zeigt das aktuel-le Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Krankenhaus Institu-tes zum Thema „Verpflegungs-leistungen im Krankenhaus“. So konnten die drei externen entkoppelten Systeme Cook & Freeze, Cook & Chill und Sous Vide mit in Summe 8,4 % ihren Marktanteil sprunghaft steigern. Auch der Verpflegungsanbieter apetito bestätigt diese Entwick-lung: So erreichte das Unter-nehmen in Kliniken und Senio-reneinrichtungen im Jahr 2012 ein zweistelliges Umsatzplus. „Wirtschaftliche Verpflegungs-lösungen sind heute mehr denn je gefragt. Hinzu kommt, dass eine attraktive Bewirtung zu den wichtigen Imagefaktoren eines Krankenhauses gehört. Denn die Qualität der Verpflegungsleis-tung wird von den Patienten un- Wie funktioniert Twitter? Was sieht man auf Instagram? Hier fin-den www.gastroinfoportal.de/sm ➘ Entkopplung gefragt Sie ein paar Definitionen. Externe entkoppelte Systeme zur Speisenproduktion und -ausgabe erfreuen sich großer Beliebtheit im Care-Bereich, wie eine Umfrage des Deutschen Krankenhaus Institutes zeigte. mittelbar wahrgenommen und hat erhebliche Auswirkungen auf die Patientenzufriedenheit“, erklärt Marketingleiter Michael Tschech. „Mit Cook & Freeze- Verpflegungslösungen sind Kli-niken in der Lage, ihr begrenz-tes Verpflegungsbudget vorran-gig für gutes Essen auszugeben. Logistik-, Investitions- und Pro-zesskosten können gering ge-halten werden.“ Der Prozess der Speisenver‑ sorgung ist bei Cook & Freeze einfach und klar gestaltet. Neben Kalkulationssicherheit sorgt das System für reibungs-lose und sichere Abläufe – spezielle Fachkenntnisse wer-den nicht benötigt. HACCP-Richtlinien und Qualitätssiche-rungsmaßnahmen können prob-lemlos eingehalten werden. Hohe Sicherheit Auch bietet das System eine hohe Sicherheit bei Diäten und Allergien durch exakt definierte Rezepturen und eine entspre-chende Zutatendeklaration. Ein-zelne Menükomponenten bie- ten darüber hinaus die Möglich-keit, Auswahl und Menge der Mahlzeit nach Wunsch bzw. Bedarf zu gestalten. Leicht kann auf Sonderwünsche, wie für Wahlleistungspatienten, eingegangen werden. Einen Wunsch, den laut DKI Studie mehr als 40 % der befragten Krankenhäuser haben. Die Studie zeigt darüber hinaus, dass die Kliniken vor allem den Einsatz natürlicher Le-bensmittel wünschen. Für 97 % der Befragten ist es wich-tig bis sehr wichtig, dass die angebotenen Gerichte ohne Geschmacksverstärker gekocht werden. Ähnlich in ihrer Be-deutung eingestuft werden z. B. Speisen ohne Zusatz von He-feextrakt (für 80 % wichtig bis sehr wichtig) und künstliche Farbstoffe (90 %). „Um dem Wunsch der Kunden nach noch mehr Natürlichkeit gerecht zu werden, setzen wir z. B. ver-stärkt auf Kräuter und neue Gewürzkombinationen“, betont Michael Tschech. 16 GVmanager 12/2013


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