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Foto: © Eiskönig – Fotolia.com; Grafik: Studentenwerk Karlsruhe/Hafner-Muschler Bei Nacht produziert die Eiszentrale Flüssigeis, das im 40-m3-Tank gespeichert wird. Tagsüber werden die Abnahmestellen versorgt. ABNAHMESTELLEN Kühltheken Kühlräume TK-Räume mit CO2-TK-Aggregat catering 39 E * Gewusst wie Catering und Partyservice partyservice Sie wollen Ihre Kassen mit professionellen Caterings und Partyservice-Angeboten klingeln lassen? Dann holen Sie sich Anregungen und Ideen in unserem neuen Buch. Auf 230 Seiten finden Sie:  praxisnahe Checklisten und Kalkulationshilfen  kreative Rezeptideen  Expertentipps  effiziente Küchentechnik  Bewährte Erfolgskonzepte  Deko-Erlebniswelten gewusst Bestellen Sie jetzt unser neues Buch vor, das bald erscheint. BESTELLEN SIE HIER VOR ISBN 978-3-928709-18-7 * inkl. MwSt. und Versandkosten www.gastroinfoportal.de/fachbuecher innerhalb wie Deutschlands. Versand ins Ausland zzgl. 11,79 € Versandkosten. B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG • Augustenstraße 10 • 80333 München feld. Als Spezialist für Kälte-technik am Institut für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik der Hochschule Karlsruhe – Tech-nik und Wirtschaft hat er das Projekt wissenschaftlich beglei-tet. Die Kooperation zwischen Claus Konrad und Michael Kauffeld sehen beide Visionäre als glücklichste Konstellation, die diesem Projekt passieren konnte. „Eine neue Kälteanlage wäre hier so oder so gekommen – ohne Herrn Konrad wäre das aber sicher eine mit F-Gasen gewesen“, vermutet Michael Kauffeld. Auf dem Weg zum innovativen System analysierte der Kälte-technikexperte konventionel-le und natürliche Kältemittel, die wesentlich energiesparen-der als F-Gase sind. Damit wa-ren nur noch natürliche Käl-temittel wie Ammoniak oder Propan im Rennen. Das in in-dustriellen Anlagen gängige Ammoniak schied schließlich aufgrund dessen Panikwirkung aus. „Wir haben uns also für das bisher kaum genutzte Propan als Kältemittel für die Normal-kühlung entschieden. Das Be-sondere ist aber die Kopplung mit einem geschlossenen CO2- Kreislauf für die Tiefkühlung“, verdeutlicht Prof. Dr. Michael Kauffeld. Dieses Konzept hatte er bereits vor fast 20 Jahren für ein dänisches Kälteprojekt zu Papier gebracht – zu einer Zeit, als noch die technischen Kom-ponenten dafür fehlten. Warum wurden derartige Anlagen auch in der Folgezeit nicht umge-setzt? „Das liegt wahrscheinlich an den Investitionskosten, die im Vergleich zu Anlagen mit F-Gasen um etwa 25 % höher liegen“, vermutet er. Nachtbetrieb ist billiger Das Studentenwerk hat nun den Preisunterschied dem höheren Ziel der Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit unterge-ordnet – und dennoch die wirt-schaftliche Abbildbarkeit im Auge behalten. Und genau hier kommen wieder die eingangs beschriebenen Lastspitzen ins Spiel: Die Anlage ermöglicht die Entzerrung von Kühllast und Produktion des Kälteme-diums Eisbrei. Der Eiserzeuger wird vorrangig nachts arbeiten und zwischen 10 und 14.30 Uhr sogar komplett abgeschaltet. „Dadurch lassen sich die teu-ren Lastspitzen zur Mittagszeit minimieren, was wesentlich geringere Stromkosten bringt und damit die Anlage langfris-tig amortisiert“, erläutert Claus Konrad. „Dass diese Methode für unsere Betriebe realisierbar und finanzierbar ist, hat eine begleitende Studie belegt“, er-gänzt er. In diesem Zuge wur-de die 1 Mio. E teure Innova-tion auch zu einem vom Land Baden- Württemberg teilgeför-derten Pilotprojekt. Patentierte Innovationen Zu dem innovativen Charakter hat Michael Kauffeld mit be-gleitenden Forschungsprojek-ten beigetragen, die Kompo-nenten bisheriger Kälteanlagen zu neuen Patenten weiterentwi-ckelt haben. Ein Beispiel ist ein Flüssigeis-Speicher EISZENTRALE mit Eisgeneratoren


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