Klinikum Görlitz: Heiße Systemkombination

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Fotos: Polster Heiße Systemkombination Essen auf Rädern hat sich die Betriebsgesellschaft des Klinikums Görlitz mbh (BGK) so „nebenbei“ erschlossen – auf die konkrete Anfrage zufriedener Patienten hin. Da ein Verteilsystem gefunden wurde, das perfekt kompatibel mit der hauseigenen Cook & Chill-Produktion ist, war das neue Geschäftsfeld schnell angegangen – und weitere sollen folgen. Servicedienstleistungen, wie die Patientenversorgung, aber auch Catering zu erbringen, ist das erklärte Ziel der Betriebsgesellschaft des Klinikums Görlitz mbH. Seit 2010 realisiert die 100%ige Tochter des Klinikums Görlitz diese wieder in Eigenregie. Das Schwerpunktkrankenhaus der ostsächsischen Krankenhauslandschaft wurde 1905 gegrün-det und ist heute eine gemeinnützige GmbH der Stadt Görlitz. Als einer der größten Arbeitgeber in der Region versorgt es jährlich ca. 68.000 ambulante und stationäre Patienten. Die Betriebsgesellschaft Catering wird verantwortet vom Bereichsleiter Peter zur Linden. Der Koch und Diplom Be-triebswirt WA ist seit der Umstellung auf Eigenregie wieder im Unternehmen tätig, nachdem er schon von 2002 bis 2005 für ein Cateringunternehmen die Geschäfte vor Ort geführt hatte. Die Produktion der insgesamt ca. 900 Essen für Patienten, Mitarbeiter und Essen auf Rädern-Kunden erfolgt im Cook & Chill-Verfahren. Die Patientenessen werden dabei an 27 Do-ckingstationen vor Ort per Induktion auf die vorgeschriebene Temperatur gebracht. Basis für die Prozesslogistik bildet eine ausgereifte EDV-Technik, die auf die Bedürfnisse des Hauses angepasst wurde und die Möglichkeit gibt, noch am Porti-onierband sehr flexibel und zeitnah auf die täglichen Anfor-derungen der Klinikstationen reagieren zu können. Die Spei-sepläne sind hier genauso hinterlegt, wie die Informationen zu den jeweiligen Patienten und deren Essenswünsche, die von vier Hostessen täglich erfasst werden und seit Kurzem sogar über WLAN direkt in die Datenbank einfließen. Für die Mitarbeiter und Gäste gibt es zudem ein kleines Bistro und eine Cafeteria. Während das Bistro eher verschiedene Imbissangebote im Portfolio hat, wie auch Zeitschriften, Briefmarken sowie Fahrscheine für den öffentlichen Nahver-kehr, erfolgt die warme Mittagsversorgung in der Cafeteria: Ihr sechswöchig wechselnder Menüplan wird ergänzt um täg-liche Highlights wie die Salatbar und die Grill-Station sowie um verschiedene Aktionswochen. Als Peter zur Linden seine Tätigkeit 2010 aufnahm, hat er als erstes auf 100 % frische Produkte umgestellt. „Ich habe mir Produzenten in der Region gesucht, die mir entsprechende Angebote in hoher Qualität machen konnten“, erläutert der Bereichsleiter. Wichtig war ihm dabei zudem eine zeitnahe Anlieferung kurz vor der Speisenproduktion. „Natürlich hat sich damit die Anzahl der Lieferanten erhöht, aber das neh-me ich gerne in Kauf für gute Endprodukte auf den Tellern der Patienten und Mitarbeiter“, erläutert Peter zur Linden. Die Umstrukturierung war auch Ausgangspunkt für ein weiteres, neues Konzept. Begeistert vom „leckeren und guten“ Essen,  Die Kaltportionierung der Cook & Chill-Komponenten (u.) auch für außer Haus war kein großer Mehraufwand. Diverse Deckel- und Plättchenfarben (M., o.) schaffen Orientierung. 40 GVmanager 10/2013


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