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GVmanager_10_2013

Fotos: Kopsa und zu lange Standzeiten vor dem Regenerie-ren des Essens zu vermeiden. Das Speisenan-gebot bezeichnet Vogt als „gutbürgerlich“: „Wir versuchen den Kindern, Schülern und Gästen Speisen wie Braten, Hackbraten, Sülze oder Haxe schmackhaft zu machen. Bei uns gibt es auch eine Steckrübe oder Grünkohl, auch wenn das viele Kinder nicht mögen. Wir benennen die Gerichte auch nicht mit Fantasienamen wie ‚Räuber Hotzenplotz‘, die sollen wissen, was auf ihrem Teller ist.“ Der Speiseplan wiederholt sich alle vier Wochen. Die Speisenbestellung wird eine Woche im Voraus gemacht, genaue Zahlen werden spätestens morgens um 8.30 Uhr fällig. Um 7.30 Uhr verlassen die ersten Lieferwagen die Küche. Die Preisspanne für das gelieferte Essen bewegt sich bei 2,50 E fürs Krippen- Mittagessen, für Kindergärten bei 2,80 E und für Schulen zwischen 2,90 und 3,20 E. Aber schon bei derart günstigen Preisen würden die Kunden murren, räumt er ein. „Wir haben letztes Jahr einen Kindergarten verloren, weil es hieß, das Essen ist gut, aber den Eltern ist es zu teuer. Der Kundenstamm ist da, aber die Bereitschaft, ein paar Cent mehr zu bezahlen, ist gering.“ Mit der niedrigen Kostengrenze ist das Thema Bio für Jörg Vogt vorerst nachrangig. Er versucht jedoch, möglichst wenig Convenience-Produkte Pari proJob GmbH Bauherr: Paritätische Lebenshilfe Schaumburg- Weserbergland GmbH Investitionsvolumen: 3,5 Mio. €, davon 1,5 Mio. € für Küchentechnik Produktionssystem: Cook & Chill Küchen-/Bistroteam: 16 Mitarbeiter, 8 sogenannte Integrationskräfte Geschäftsbereiche: Außer-Haus-Belieferung von 60 Kunden; angegliedertes Bistro al Pari Ausgewählte Ausstatter: MKN, Halton, Blanco Professional, Meiko, Foster zu verarbeiten und so regional wie möglich ein-zukaufen. „Unser Schlachter kommt vom Dorf, Hackbraten und Frikadellen machen wir noch selbst. Unsere Kartoffeln werden zwar geschält angeliefert, wachsen aber auch in der Nähe. Der Hauptanteil der Lebensmittel wird von der Ede-ka- Großmarkt-Tochter Mios im 20 km entfernten Minden geliefert. Der wirtschaftliche Erfolg bei Pari proJob ist nicht zuletzt auch den Integrationskräften zu verdanken, die hier ihren Job machen. Jetzt soll entschieden werden, ob zwei ungelernte Kräfte ausbildungsfähig sind und eine Ausbildung zum Beikoch beginnen können. Nathalie Kopsa 150 Essen bleiben vor Ort für das Bistroangebot, 2.500 Essen gehen außer Haus an 60 Kunden. 10/2013 GVmanager 39 EXTRA Konzepte mit System


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