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24_Stunden_Gastlichkeit_05_2013

Marco Theimer Chefredakteur Gute Leistung, guter Lohn Dachdecker, haben diesbezüglich praktikable Lösungen gefunden. In der Gastronomie ist bundesweit kein gültiger gesetzlicher Mindestlohn festgeschrieben. Die Ausnahmen sind Tarifverträge in Nordrhein-Westfalen und in Teilen Niedersachsens, die rückwirkend für allgemeinverbindlich erklärt wurden. Hauptargumente für einen Mindestlohn sind z. B. die Verbesserung der Einkommen für Beschäftige im Niedriglohnsektor und mehr Lohngerechtigkeit. Gegenargu-mente sind der mögliche Verlust von Arbeitsplätzen, Wett-bewerbsverzerrung oder die Zunahme von Schwarzarbeit. Auch hier gibt es keine schnelle Lösung, die den Interessen aller Beteiligten gerecht wird und den Anforderungen des Marktes sowie den Unterschieden in den einzelnen Regio-nen nachkommt. Aber: Nur faire Löhne machen die Arbeit in der Gastrono-mie gerade für junge Menschen und vor allem ausge-lernte Fachkräfte attraktiv. Fehlende Köche und Fachkräfte sind schon heute unser allergrößtes Problem. Zudem erhöht eine vernünftige Bezahlung die Bereitschaft der Mitarbeiter voll und ganz bei der Sache zu sein – das sollte auch in Ih-rem Interesse, liebe Leser, sein. Nur wenn der Beschäftigte sein Verdientes auch ausgeben kann und in wertvolle Kauf-kraft umsetzt, ist unser aller Wohlstand gesichert. Man soll von dem Lohn, den man bekommt auch ver-nünftig leben können“ – diese Aussage war wohl eine der am intensiv diskutiertesten im vergangenen Wahlkampf. Und mal Hand auf’s Herz: Wer würde diesem Satz nicht zustimmen? Niedrige Löhne in unserer Branche sind weit verbreitet und es drängt sich die Frage auf, ob das wirklich immer so bleiben muss? Die Arbeit in der Gastronomie ist anspruchsvoll, findet oft im Schichtbetrieb statt und immer dann, wenn andere Freizeit haben – egal ob für Köche, Servicekräfte, Barkeeper oder Spüler. Auch wenn Essen servieren, Kartoffeln schnippeln oder Töpfe reinigen für Außenstehende keine „geistigen Höchstleistungen“ verlan-gen, sind zu niedrige Löhne nicht akzeptabel. Ich denke, wer gute Arbeit leistet, sollte fair und nach Leistung und Engagement sowie den Gegebenheiten des Arbeitsmarktes entlohnt werden. Ein Mindestlohn ist ein in der Höhe festgelegtes, kleinstes rechtlich zulässiges Arbeitsentgelt. Die Festsetzung erfolgt durch ein Gesetz oder wenn ein Mindestlohn durch einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag festgeschrieben wird. Löhne werden in Deutschland aber, und das ist im Grundgesetz festgelegt, von den Tarifparteien ausgehan-delt. Einige Branchen, z. B. das Elektrohandwerk oder catering 39 E * Gewusst wie Catering und Partyservice partyservice Sie wollen zum Jahresende Ihre Kassen mit professionellen Caterings und Partyservice-Angeboten klingeln lassen? Dann holen Sie sich Anregungen und Ideen für die umsatzstärkste Zeit des Jahres in unserem neuen Buch. Auf 230 Seiten finden Sie:  praxisnahe Checklisten und Kalkulationshilfen  kreative Rezeptideen  Expertentipps  effiziente Küchentechnik  Bewährte Erfolgskonzepte  Deko-Erlebniswelten Sichern Sie sich bereits jetzt unser neues Buch für ein erfolgreiches Geschäft mit Caterings & Partyservice. gewusst Erscheinungstermin: Oktober 2013 BESTELLEN SIE HIER ISBN 978-3-928709-18-7 www.gastroinfoportal.de/fachbuecher * inkl. MwSt. und Versandkosten innerhalb Deutschlands. B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Versand wie ins Ausland zzgl. €Augustenstraße 10  80333 München 11,79 Versandkosten. MEINUNG


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