2 Fragen an: D. G. Flügel

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Foto: Flügel Betriebsverpflegung Flügel – Profi – Consult erbringt Planungsleis-tungen auf der Grundlage der HOAI, fungiert aber auch als Objektplaner sowie als Komplett-einrichter. Was waren für Flügel als Bauleiter und Ausstat-ter die größten Herausforderungen beim Projekt? Die Herausforderungen bei allen großen Projek-ten, wie auch Vodafone, liegen einmal im Ab-gleich der Schnittstellen zu den Gewerken und dann in der Umsetzung – von der Planung bis zur Anlage. Zwar wird auf bewährte Techniken und Konstruktionen zurückgegriffen, jedoch müssen diese durch entsprechende Sonderbauten zu ei-ner funktionierenden Einheit zusammengefügt werden. Ausschlaggebend für die Auftragsver-gabe an das Haus Flügel war sicherlich u. a., dass unser 50-köpfiges Team aus vielen Fach-leuten besteht, die eine langjährige Erfahrung, Dietrich-Georg Flügel, Geschäftsführer von Flügel, zum Projekt Vodafone auch mit Großanlagen, haben. Ein weiteres Kriterium waren sicher auch unsere über 14 ge-schulten bzw. autorisierten Servicemonteure, die die Funktion der Anlage sicherstellen können. Warum konnten Sie sich besonders bei der Spül- und Fördertechnik ergänzend zur Küchenfachplanung Nudelmaschinen, Nudelkocher, Raviolimaschinen für Gastronomie, Shops Auf der Steige 40 88326 Aulendorf Tel.: 07525-1044 Fax: 07525-60603 www.sela-gmbh.de info@sela-gmbh.de einbringen? Die Gründung des Hauses Flügel ist seit nun-mehr 62 Jahren durch die Übernahme der Meiko-Werksvertretung im Jahre 1951 verbunden. Die Kompetenz des Teams von Flügel spiegelt sich entsprechend in dieser langjährigen Erfah-rung wider. Da die Techniker und das Montage- und Serviceteam „die Sprache der Meiko- Philosophie“ beherrschen, waren wir auch in der Lage, die Planung in eine funktionsfähige Anlage umzusetzen. Herzlichen Dank für das Gespräch! kir 2 Fragen an... Saucen ansetzen, Nudelteig durchlassen oder süße Teilchen aus Blätterteig drehen“, berich-tet Jens Klostermann, Resident District Manager von Aramark im Hause Vodafone. „Einzig beim dailyspecial greifen wir aufgrund der Masse von etwa 1.000 Essen teils auf Conveni-ence- Artikel zurück“, ergänzt er. Auch die Bäckerei schafft es nicht, den gesamten Bedarf zu decken, weshalb hier z. B. Petits Fours zugekauft werden. Alle Zutaten stammen – soweit es der Bedarf ermöglicht – zudem aus der Region. Kluge Logistik Auch die Spülküche liegt im Kellergeschoss. Ihre ausgetüf-telte Vertikal- und Horizontal-fördertechnik war ein Ansatzpunkt, den Jörg Ertel bei der Ausführungsplanung, mithilfe von Flügel Großküchentechnik (s. Interview), noch verfeinert hat. Über drei Tablettrückga-ben, drei hängende und drei stehende Türme gelangen bis zu 60 Tabletts pro Minute über eine Zwischendecke in die Spülanlage von Meiko. Eine Multifunktionsweiche, die bei-de Abräumbänder zusammen-führen kann, ermöglicht auch einen effizienten Teil-Lastbe-trieb mit nur einem Halbauto-maten. Insgesamt wurde dafür eine über 200 m lange Ausgabe- und Förderstrecke in EG und UG verbaut – was die Größen-ordnung des Objekts verdeut-licht. „Die Wege sind unendlich und die Logistik eine Herkulesaufgabe“, erläutert Jörg Ertel. „Besonders in diesem wesentli-chen Punkt der Ausschreibung überzeugte Aramark.“ Auch was die sukzessive Inbetrieb-nahme des Betriebsrestaurants und damit die Aufstockung von Personal und Speisen anging, war Aramark als Caterer der zusammengefassten Düsseldor-fer Standorte im Vorteil. Stand denn eine Eigenregie nie zur Debatte? „Verpflegung ist nicht unsere Kernkompetenz“, bringt es Dr. Ute Brambrink auf den Punkt. Einzig beim Bezahl-system bringt Vodafone sein Know-how ein und testet ein eigenes Produkt: einen bargeld-losen Chip mit sechs Applikationen für die Near Field Com-munication (NFC). Damit ist z. B. vertrauliches Drucken an Multifunktionsgeräten, oder auch das Bezahlen im Betriebs-restaurant möglich. Dabei kom-men NFC-fähige Smartphones zum Einsatz oder separate Chips, die man aufkleben kann. Fazit Wie lautet das Fazit nach vier Monaten unter Volllast? „Zu-nächst bin ich sehr froh, dass wir den sukzessiven Umzug und das Hochfahren der Pavil-lons im sehr engen zeitlichen Ausgewählte Ausstatter: Thermik (Kochkessel, Druckgarbraisièren, Kippbratpfanne): Elro Kombidämpfer: Rational Kühlschränke: Cool Compact Frontcooking-System: Rieber Lüftung: Halton Bezahlsystem: TCPOS Nudelmaschine: Sela Spül- und Fördertechnik: Meiko Reinigungsmittel: Ecolab Kaffeevollautomaten Teeküchen: WMF Trinkwassersystem Teeküchen: Grohe Rahmen so gut gemeistert ha-ben“, resümiert Jörg Ertel zu der für ihn größten Herausfor-derung. „Dennoch müssen wir in der Optimierungsphase man-ches auf den Prüfstand stellen.“ Als Beispiel nennt er den An-spruch, alle Backwaren selbst herzustellen: „Hier haben wir die Menge unterschätzt und müssen gemeinsam mit Ara-mark eine bessere Lösung fin-den, z. B. eine Fokussierung auf Blechkuchen.“ Erste Erfah-rungen zeigen, dass eine aus-gewogene Relation zwischen Eigenproduktion und Zukauf bestehen sollte. Das sind auch die Erfahrungen von Jörg Ertel: „Ich habe gelernt, dass auch dann ein gleichbleibend hoher Qualitätsstandard erreicht wer-den kann, wenn man nicht alles selbst machen muss oder kann.“ Diese Kompromissbereitschaft sieht er auch bei der Übertra-gung des neuen Standards auf die anderen Standorte. „Es gibt nicht das eine Konzept, dieses hängt stark vom Standort und der Mitarbeiterzahl ab. Und auch bei bestehenden Konzep-ten gibt es immer etwas anzu-passen. Stillstand ist für mich Rückstand“, resümiert Jörg Ertel abschließend. kir 26 GVmanager 8/2013


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