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ist es gar nicht wichtig, was sie essen. Die
Pubertierenden kaufen sich dann lieber im
Supermarkt eine Tüte Chips, statt in unse-rer
Mensa einen Salat“, sagt er.
Lebensmittelkunde in Stationen
Um die Kinder spielerisch an eine gesunde
Ernährung heranzuführen, warten nach
dem Frühstück fünf Stationen auf die Schü-ler.
In fünf Gruppen aufgeteilt durchläuft
die Klasse diese im Rotationsprinzip.
Wo Obst und Gemüse wachsen und was
aus rohen Lebensmitteln später entstehen
kann, zeigt Station 1 mittels Kärtchen. So
muss z. B. die Orange dem Saft und dem
Begriff Baum oder die Gurke dem Salat und
dem Begriff Boden zugeordnet werden.
Station 2 hält für die Kinder ein Nahrungs-quiz
bereit, in dem sie Fragen wie „Ist die
Birne Kern- oder Schalenfrucht?“ und „Was
ist Sauerkraut?“ per Multiple Choice beant-worten
müssen.
Die ungläubigsten Blicke ernten die Ergeb-nisse
der Station 3. Dort sollen die Kinder
den Zuckergehalt eines Fruchtsaftgetränks,
einer Packung Schokomüsli, einer Waffel-schnitte
und einer Flasche Tomatenket-chup
ermitteln. Die geschätzte Menge
visualisieren Zuckerstückchen. Vor allem
der Zuckergehalt im Ketchup erzeugt ver-mehrt
staunende Gesichter. Die Klasse ist
sich einig, dass diese Station die schwerste
des Zirkels ist. Station 4 fordert Geruchs-
und Geschmackssinn heraus. Fünf Dös-chen
enthalten jeweils Oregano, Minze,
Ingwer, Zimt oder Orangenschale. Die
Schüler sollen die Gewürze, ähnlich einem
Memory-Spiel, den fünf richtigen Kärtchen
auf dem Tisch zuordnen. Schnell stellt sich
heraus, dass Kinder, die häufig gemeinsam
mit ihren Eltern kochen, an dieser Station
klar im Vorteil sind. Der Geschmackstest
in Form von drei verschiedenen Flüssigkei-ten,
die schwieriger Weise alle die gleiche
orange Farbe haben, fällt den Meisten
schon weniger schwer. Und so werden
Ananas-, Orangen- und Mandarinensaft
richtig identifiziert.
An der fünften Station dürfen die Schüler
praktisch mit anpacken. Sorgfältig schnei-den
sie Obst und garnieren Volkornbrot-scheiben
mit Frischkäse sowie Paprika und
Tomate. Für die Oecotrophologin Gabi
Neef, die Heike Schuhknecht im Unter-richtsalltag
unterstützt, ist besonders die
praktische Erfahrung der Schüler wichtig:
„Manche Sechstklässer wissen nicht, wie
man ein Messer richtig hält oder wie man
mit einem Schwammtuch die Arbeitsfläche
säubert, weil es ihnen bis dato niemand
beigebracht hat.“
Was, wieviel und warum?
Über die individuellen Ernährungsgewohn-heiten
der Sechstklässler wird am Tag der
Ernährungsbildung im Anschluss an das
Stationenlernen wieder gemeinsam dis-kutiert.
Philipp weiß zwar, dass ihm ein
Joghurt am Morgen auch schmecken wür-de,
aber er hat in der Früh einfach keine
Zeit für eine ausgewogene Mahlzeit. Auch
Julian gibt zu, dass er häufig zu schnell
„Es gibt fittere und schwächere Klassen.
Natürlich muss die Vermittlung der
richtigen Ernährung aber auch zuhause
stattfinden.“
Heike Schuhknecht, Fachlehrerin für Ernährung
und Hauswirtschaft
isst, damit er sich genauso schnell wieder
anderen Dingen widmen kann. Vereinzelt
müssen sich die Kinder der Klasse oft selbst
versorgen, aber immerhin speist die Mehr-heit
regelmäßig gemeinsam mit Eltern und
Geschwistern. Collin erzählt sichtlich stolz,
dass er manchmal auch alleine am Herd
steht, um seiner Familie etwas zu kochen.
Nach dem umfangreichen Rätselspaß müs-sen
sich die Kinder wieder etwas konzen-trieren.
Lisa-Marie Hochstein, Mitarbeiterin
im Kompetenzteam Ernährung, Hygiene &
Information bei Transgourmet, stellt den
Schülern die Ernährungspyramide vor, die
zeigt, wieviel der Körper von jeder der sie-ben
Lebensmittelgruppen täglich aufneh-men
sollte. Auf ihre Frage, wieso gesunde
Ernährung denn eigentlich so wichtig sei,
hagelt es zahlreiche Zurufe aus der Klasse:
„Damit man gesund bleibt und wächst“,
sagt Julian. „Damit man kein Diabetes be-kommt“,
rufen Jasin und Aurelia wie aus
einem Mund. „Es gibt fittere und schwä-chere
Klassen“, resümiert Heike Schuh-knecht.
„Natürlich muss die Vermittlung
der richtigen Ernährung aber auch zuhause
stattfinden.“ Alle Schüler bekommen zum
Abschluss einen Ausweis: „Ernährungs-
experte“ steht auf den Kärtchen, die sie mit
Stolz entgegennehmen. nis
3-4/2019 Schulverpflegung