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WiHoGa will neues Integrationskonzept

Datum: 08.11.2016Quelle: WiHoGa Dortmund; Foto: ebd. Ort: Dortmund

Seit Januar 2016 leisten auch die Wirtschaftsschulen für Hotellerie, Gastronomie, Handel und Dienstleistungen Dortmund einen Beitrag zur bestmöglichen Integration von Migranten. Zusätzlich zu den bestehenden Bildungsgängen wurden sog. Internationale Förderklassen (IFK) zur Ausbildungsvorbereitung eingerichtet.

Die WiHoGa Dortmund möchte über verschiedene Bildungsgänge ein durchgängiges Konzept der beruflichen Integration in die gesamte Palette der Hotellerie, Gastronomie, Systemgastronomie, Catering-, Tourismus- und Eventbranche anbieten. Viele der minderjährigen und unbegleiteten Zugereisten haben so eine Chance, neben beruflichen Grundkenntnissen ein Deutsch-Sprachniveau A2/B1 und den Hauptschulabschluss Klasse 9 (evtl. 10) zu erwerben.

Motivation der Schüler „extrem hoch”
Sehr positive Erfahrungen werden zurzeit insbesondere mit der IFK2 gemacht, in der zum Schuljahresbeginn 2016/17 die engagiertesten und leistungsstärksten Schüler aller IFKn gebündelt wurden. Sie werden zu je 50 % in der gastronomischen Praxis und in Theoriefächern geschult. Die Motivation dieser Schülerinnen und Schüler sei extrem hoch, und sie alle signalisierten, dass sie auf eine Ausbildungsstelle in Hotellerie und Gastronomie hinarbeiten. Bei dem sonst in der Hotelberufsfachschule an der WiHoGa üblichen Rotationsprinzip Restaurant, Küche, Bistro, Hous-ekeeping, Rezeption etc. überraschen die Schülerinnen und Schüler der IFK2 jeden Tag mit ihrem großen Interesse und Engagement. Diese Motivation wird nach Ansicht des WIiHoGa-Teams zu „echten Vorzeigeergebnissen in der deutschen Sprache und in der Ausbildungsvorbereitung führen”.

Keine öffentlichen Mittel
Es werden jedoch keine öffentlichen Mittel zur Verfügung gestellt, um die zugereisten Jugendlichen in den Internationalen Förderklassen mit Lehrbüchern und Unterrichtsmaterial zu versorgen, Auslagen für Exkursionen zu erstatten und weitere deren Integration fördernde Aktivitäten der Schule zu unterstützen. Refinanziert wird lediglich das Standardangebot von Berufskollegs, nicht aber die zusätzlichen Anstrengungen, die dringend notwendig und förderlich sind, um die Jugendlichen an unsere Gesellschaft sowie die Ausbildungs- und Arbeitswelt heranzuführen.

Hier ist spontan die Gerhard Günnewig Stiftung eingesprungen, die seit Januar 2016 die Beschaffung aller notwendigen Lehrbücher für die ca. 60 Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklassen an der WiHoGa Dortmund finanziert hat. „Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der auch wir uns stellen. Gerne haben wir daher die Finanzierung der Lehrmaterialien übernommen“, so Hardy R. Voges, Vorstandsvorsitzender der Gerhard Günnewig Stiftung.

www.wihoga.de

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