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Hotelimmobilien-Markt

Datum: 11.11.2016Quelle: B&L Medien Ort: München

Die Redaktion first class sprach mit Frank Hildwein, Leiter An- und Verkauf Hotels bei der Deka Immobilien, über die aktuellen Entwicklungen auf dem Hotel-Immobilienmarkt. Die Deka hat in den letzten 1,5 Jahren für rund 1 Mrd. € zehn Hotels gekauft. Ihre Publikums-Fonds besitzen Hotels im Wert von 2 Mrd. €, auch ihre Spezialfonds für institutionelle Anleger investieren in Hotels. Zwischen 5 und 16 % des jeweiligen Fondsvermögens sind aktuell Hotels.

Was macht Hotelimmobilien so attraktiv?

Hotelimmobilien eignen sich gut als Beimischung für offene Immobilienfonds, um das Portfolio geografisch und sektoral zu diversifizieren. Darüber hinaus schätzen Investoren insbesondere die langen Laufzeiten der Pachtverträge. Insgesamt lässt sich feststellen, dass Hotelimmobilien den Sprung in die institutionelle Investorenwelt geschafft haben. Allerdings erfordern der Ankauf und das Management von Hotelimmobilien ein Spezialwissen, das nicht jedem Investor zur Verfügung steht. Der gesamte Markt professionalisiert sich. Dies betrifft sowohl die Betreiberseite als auch die Investoren.

Nach welchen Kriterien suchen Sie geeignete Hotel-Immobilien?

Neben Lage, Qualität der Immobile und Zweitverwendungsfähigkeit steht die Nachhaltigkeit des Hotelbetriebs im Vordergrund. Die Deka kauft Hotels, die langfristig verpachtet sind. Allerdings kann der Pächter nur seine Pacht bestreiten, sofern der Hotelbetrieb auch über die Laufzeit des Pachtvertrages profitabel geführt werden kann. Weiterhin muss es sich um ein Hotelkonzept handeln, das nicht ausschließlich auf einen Betreiber zugeschnitten ist. Favorisiert werden standardisierte Hotelimmobilien, die von verschiedenen Hotelketten betrieben werden können.

Warum achten Investoren so sehr auf die große Hotel-Marke?

Die großen Marken liefern standardisierte Konzepte mit kalkulierbaren Risiken. Die Anforderungen der Marken an die Immobilien sind transparent. Das reduziert Risiken.

Überhitzt der deutsche Hotelmarkt?

Das niedrige Zinsumfeld hat die Preise in allen Assetklassen angeheizt. Das Preisniveau ist hoch, hat allerdings noch nicht das Niveau von Büroimmobilien erreicht. Die Aussichten für den deutschen Hotelmarkt sind aus unserer Sicht nach wie vor positiv.

Nimmt die Deka noch mehr Geld in die Hand oder warten Sie auf ein Abkühlen?

Das Ziel ist es, den Hotelbestand weiter auszubauen und die Fonds weiter zu diversifizieren. Eine Abkühlung kann wohl kurzfristig nicht erwartet werden.

Vielen Dank für das Gespräch!

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