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Die VdF-Fachtagung 2022 fand in Dortmund unter dem Motto Future World statt.

VdF stellt Weichen für die Zukunft

Datum: 04.08.2022Quelle: VdF | Ort: Berlin

Ende Juni trafen sich die Mitglieder des Verbandes der Fachplaner Gastronomie – Hotellerie – Gemeinschaftsverpflegung e. V. (VdF) in Dortmund zu ihrer Mitgliederversammlung sowie zur VdF-Fachtagung 2022. In den zwei Tagen wurden einige für die Zukunft des Verbandes wichtige Themen vorgestellt, diskutiert und verabschiedet.

Am Abend der Mitgliederversammlung hatten 190 Teilnehmer die Gelegenheit, bei einem Rundgang durch das größte Fußballstadion Deutschlands, der Heimat von Borussia Dortmund, etwas Champions-League-Luft zu schnuppern. In mehreren Gruppen aufgeteilt wurden die „Gelbe Wand“ der Südtribüne genauso begutachtet wie die Mannschaftskabinen, die Mixed-Zone und der Stadioninnenbereich.

Zum Abschluss ging es in die Stadiongastronomie „Borsigplatz“, wo beim Verbandsabend kühle Getränke und leckere Speisen auf die Teilnehmenden warteten. Bei scharfen Udon-Nudeln mit Ananas, Frühlingszwiebeln und Garnelen, Linsencurry mit Wurzelgemüse und Rote-Bete-Chips oder Kalbsfrikadelle mit Karotten-Kartoffel-Stampf in Kombination wurde genetzwerkt. Auch die klassische Stadionbratwurst mit Currysauce, Paprika, Jalepeños und Röstzwiebeln durfte nicht fehlen.

Die Themen der VdF-Fachtagung 2022

Unter dem Motto „Future World… Küchen… Netz… Werk“ fand am Folgetag der Mitgliederversammlung die 37. Fachtagung des VdF statt. Mit zwei Vorträgen, zwei Podiumsdiskussionen sowie zwei kleinere Workshops mit wichtigen Themen wurde den Teilnehmern ein umfangreiches Programm geboten.

Im ersten Vortrag wies Dr. Marcel Klinge, Vorstandsvorsitzender der Union der Wirtschaft, auf die Wichtigkeit hin, alle zum Thema „Gastwelt“ gehörenden Verbände zu vereinen und als Big Player zu sehen. Mit Deutschlands erster Denkfabrik der Tourismus-, Hospitality- & Foodservice-Industrie will die Union der Wirtschaft auf die Politik zugehen – beratend, aber nicht kritisierend. Der VdF unterstützt diese Initiative, gemeinsam mit Unternehmen aus der Branche, aber auch mit anderen Verbänden wie dem FCSI und dem HKI.

Im zweiten Vortrag am Nachmittag erläuterte Wolfgang Zaremski vom Expertenkomitee Coolektiv die Geschichte, aber auch die Zukunft der Kältemittel bei Kühl- und Tiefkühlgeräten. Die Normen der F-Gase-Verordnung regeln den Einsatz von umweltschädlichen Kältemitteln und beinhalten auch Verbote ab 2024. Diese und alternative Möglichkeiten für zukünftige Projekte wurden von Wolfgang Zaremski vorgetragen und erklärt.

Die Workshops fanden in kleineren Gruppen zweimal am Tag statt. Die Teilnehmenden wurden von CoolTool Technology über Einsatzmöglichkeiten und nachhaltige kältetechnische Planungen mit natürlichen Kältemitteln informiert, zum Thema Brandschutz hatten zwei Experten von Hilti alles Wissenswerte zusammengetragen.

Datenerfassung diskutiert

Im ersten Podiumsgespräch diskutierten Dr. Martin Bisping vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Niedersachsen), Nils Törkel von der BKO Unternehmensberatung (auch ordentliches Mitglied im VdF) und Ramin Homayouni von der St. Elisabeth Gruppe (Katholische Kliniken Rhein-Ruhr) sowie Carsten Zellner als Vertreter des VdF über die Küchenhygiene und die damit verbundenen Daten.

Problematisch werden vor allem die unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern gesehen. Fachplaner binden selbstverständlich die entsprechenden Behörden mit ein, eine einheitliche Lösung wäre aber wünschenswert. Auch die Nutzung der Hygienedaten hat noch Luft nach oben.

Um Daten im weiteren Sinn ging es dann auch bei der zweiten Podiumsdiskussion, an der Norbert Wittke (Kikonn), Wolfgang Schüler (Innos), Rainer Hermann (m2m Systems) und VdF-Vorstand Thorsten Kretzschmar teilnahmen. Es gibt bereits zahlreiche Systeme der Hersteller, die viele Daten zur Verfügung stellen, aber oft sind dies noch Insellösungen. Hier arbeiten viele IT-Unternehmen an globalen Systemen. Auch die Anwender müssen mehr sensibilisiert werden, wie wichtig eine umfangreiche Datenerfassung in der Küche ist, um Abläufe zu optimieren.

Neuer Vorstand

Susanne Vagts (l.) und Jeanine Thurmann bedankten sich bei Hans-Peter Nollmann (M.) für sein langjähriges Engagement für den VdF.
Susanne Vagts (l.) und Jeanine Thurmann bedankten sich bei Hans-Peter Nollmann (M.) für sein langjähriges Engagement für den VdF.

Bei den turnusgemäß alle vier Jahre stattfindenden Vorstandswahlen wurden fast alle Mitglieder im Amt bestätigt. Einzig Hans-Peter Nollmann, seit vielen Jahren stellvertretender Vorstandsvorsitzender, kandidierte nicht mehr und wurde von den Mitgliedern mit stehenden Ovationen verabschiedet. Carsten Zellner, der alte und neue Vorstandsvorsitzende, sowie die Geschäftsstelle in Berlin mit Susanne Vagts und Jeanine Thurman bedankten sich bei Hans-Peter Nollmann für die langjährige und gute Zusammenarbeit. Neu im Vorstand ist nun Sebastian Ronge, freier Fachplaner vom Planungsbüro Ronge & Partner aus Österreich. „Ich freue mich auf die Möglichkeit, im Vorstand etwas mitgestalten zu können“, erklärt Sebastian Ronge und fügt hinzu:

„Wichtig ist mir, das Berufsbild und die Wichtigkeit von Küchenfachplanern nach außen zu transportieren, dafür werde ich mich u. a. zukünftig um mehr Präsenz in den sozialen Netzwerken kümmern.“

Der neu gewählte VdF-Vorstand (v.l.): Ralf Lentwojt, Bernd Helfer, Peter Triebe, Carsten Zellner, Sebastian Ronge und Thorsten Kretzschmar
Der neu gewählte VdF-Vorstand (v.l.): Ralf Lentwojt, Bernd Helfer, Peter Triebe, Carsten Zellner, Sebastian Ronge und Thorsten Kretzschmar

Mehrwert für die Mitglieder und Bauherren zu schaffen, muss – ihm zufolge – oberste Priorität haben. „Ich freue mich darauf, mich in Arbeitsgruppen zu wichtigen Themen einzubringen und unsere Branche ein Stück weiterzuentwickeln“, betont Sebastian Ronge.

Der aktuelle Vorstand des VdF besteht für die nächsten vier Jahre aus Carsten Zellner (Freier Fachplaner, Vorstandsvorsitzender), Bernd Helfer (Freier Fachplaner, stv. Vorstandsvorsitzender), Thorsten Kretzschmar (Freier Fachplaner, stv. Vorsitzender), Peter Triebe (Freier Fachplaner), Sebastian Ronge (Freier Fachplaner) und Ralf Lentwojt (Vertreter der Fördermitglieder).

Redaktion GastroInfoPortal

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