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Datum: 23.08.2000Quelle: Ort:

Im vergangenen März wurde der britische Internetmarkt regelrecht aufgemischt. Seitdem schienen die Internetsurfer ihrem Traum von einem kostenlosen, zeitlich unbegrenztem Zugang ein Stück näher gekommen zu sein.

Angefangen hat alles mit Alta Vista. Der britische Ableger des amerikanischen Unternehmens läutete am 7.März die nächste Phase der Internetrevolution ein, indem er erklärte, dass er bereits in den nächsten Monaten einen weitgehend kostenfreien Internet-Zugang ermöglichen wollte. Nach einer einmaligen Gebühr von etwa 150 Mark sollten sich die Kunden ins Internet einwählen können, ohne Gebühren für die Internet-Stunden oder die Telefonleitung zahlen zu müssen. Die 0800-Number, über die der Gratis-Zugang geschaltet werden sollte, wollte Alta Vista durch Werbung auf der Portalseite finanzieren. Kaum hatte Alta Vista seine Vorschläge publik gemacht, meldeten sich andere Firmen mit ähnlich gelagerten Projekten.

Am Dienstag dieser Woche war der Traum erst einmal ausgeträumt. Alta Vista verkündete öffentlich seinen peinlichen Rückzug, nachdem sich bereits 274.000 Kunden für den Service registriert hatten. Schuld an der Pleite – so Alta Vista – sei das inflexible Verhalten von British Telecom, die weiterhin darauf bestehe, die Kunden pro Minute zur Kasse zu bitten. Auch die Versuche anderer Firmen, einen kostenlosen Service anzubieten, scheiterten. Das mit Spannung erwartete Projekt von Virgin.net wurde verschoben.

Dennoch gibt es gute Angebote. So können die Kunden von Freeserve seit dem 1.Juni für 15 Mark monatlich ab 18.00 Uhr und am Wochenende so lange surfen wie sie begehren. Alta Vista hat für die nächste Woche ein Treffen mit dem Ombudsmann für Telekommunikation gefordert, um die monopolistischen Praktiken von BT zu diskutieren. Analysten glauben jedoch, dass Alta Vista das Projekt fallen lassen hat, weil die Firma zu dem Ergebnis gekommen ist, dass es ihnen kein Geld bringen wird.

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