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Datum: 11.11.2008Quelle: Ort: Köln

Wir müssen die Energieeinsparung als Energiereserve verstehen“, forderte der Geschäftsführer der Dresdner Kühlanlagenbau, Dr. Mathias Schirmer. Am Objekt Gourmet Fleischerei und Feinkost in Cottbus verdeutlichte er die ökologischen und zugleich wirtschaftlichen Vorteile eines energetischen Sanierungskonzepts für die Betreiber. Mit einer Energiekostenersparnis von 58 Prozent seien die Betriebskosten um 41.000 Euro in vergleichbaren sieben Monaten gesunken.

Durchaus kritisch reagierten die Logistikfachleute auf die Ausführungen von Stefan Rodt vom Umweltbundesamt in Dessau zum geplanten Energy-Label für Kühl- und Tiefkühlfahrzeuge. Grundsätzlich befürworteten die Tagungsteilnehmer zwar die Kennzeichnung, befürchteten jedoch unzumutbare bürokratische Hürden und immense Kosten bei der Umsetzung. Unter dem Titel „Just im Stau“ verdeutlichte Gerhard Kamlage, Geschäftsführer der Teutoburger Ölmühle in Ibbenbüren, die Systemvorteile des LKW gegenüber Bahn und Schiff. Der Branchenkenner betonte bei seinen Thesen ebenfalls die Handlungsziele einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung.

Eine höhere Effizienz und Effektivität im Logistikbereich standen im Vordergrund von zwei weiteren Vorträgen. Zum einen ging es um „Benchmarking im Lager – auch für Kühllogistik“. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Nürnberger Fraunhofer Instituts, Nicole Lubecki-Weschke, forderte die Teilnehmer zum „Vergleichen“ aller Referenzprozesse vom Wareneingangstor zum Warenausgangstor auf. Zum anderen bot Dr. Dirk Henning von der PSC Management Consultants in Düsseldorf den Tagungsgästen mit dem System „profi.top“ ein Führungsinstrument, um die Performance in der temperaturgeführten Logistik zu steigern.

Auf dem Programm des Kälteforums standen neben Vorträgen auch Besichtigungen von zwei herausragenden logistischen Standorten in der Region. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit „Food Town“ mit den verzahnten Lebensmittelbereichen Geflügel, Backwaren und Logistik hautnah zu erleben. Der Name steht für die drei selbständigen Unternehmen Esca Food Solutions, FSB Backwaren sowie die HAVI Logistics; ehemals WLS Logistik. Esca Food Solutions produziert Hühnchenprodukte. FSB Backwaren stellt Hamburger Brötchen und englische Muffins her. Der dritte Partner, die HAVI Logistics, bietet unter anderem das temperaturgeführte Lager- und Distributionskonzept. Eine Fahrt durch den Duisburger Hafen als Europas größter Binnenhafen ergänzte das Besichtigungsprogramm. Die Abendveranstaltung im „Casino Zollverein“ in einer ehemaligen Zeche in Essen bot ausreichend Gelegenheit zum kommunikativen Austausch. Organisiert wurde die Fachtagung von der „Arbeitsgemeinschaft Kälteforum dti/VDKL“, getragen von den beiden Branchenorganisationen Deutsches Tiefkühlinstitut (dti) und Verband Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen (VDKL).

www.tiefkuehlkost.de

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