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Datum: 07.12.2001Quelle: Ort: Hamburg

Im B2B-Handel kommen dieses Jahr weltweit etwa 913 Milliarden US-Dollar zusammen. 2004 sollen es etwa 6.000 Milliarden sein. Ähnliche Wachstumsraten erwarten Experten beim Einkauf am heimischen PC: Am B2C-Markt (Business-to-Consumer) werden 2004 etwa 425 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Das ist mehr als viermal soviel wie in diesem Jahr, wo schätzungsweise 99 Milliarden Dollar an der virtuellen Ladentheke ausgegeben werden. Darüber hinaus schickt sich die Internettechnologie an, nach dem Mobile Commerce ab 2006 auch den Fernseher zu erobern. Das so genannte T-Business verspricht eine der bedeutendsten Internetanwendungen der Zukunft zu werden. Schließlich haben etwa 90 Prozent der Europäer ein Fernsehgerät, das zur digitalen Vertriebs- und Distributionsplattform werden kann. Einen PC mit Internetanschluss besitzt hingegen nicht einmal die Hälfte aller Haushalte in Europa.

Vom Erfolg der Internettechnologie profitieren vor allem die Herrscher im WWW: Einer davon ist AOL, mit rund 22 Millionen Kunden weltweit der größte Onlinedienst. Das US-Unternehmen setzt bereits aufs T-Business – hat sich AOL doch gerade mit Time Warner, dem zweitgrößten US-Kabelanbieter, zusammengetan. Auch der US-Netzwerkausrüster Cisco Systems, mit dessen Produkten etwa 80 Prozent aller Internet-basierten Netzwerke arbeiten, ist eines der Schwergewichte im WWW. Ein weiterer Machthaber im Cyberspace ist das amerikanische Portal Yahoo, das es als meistbesuchte WWW-Seite auf mehr als 100 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung gebracht hat.

Das Internet findet weltweit immer mehr Anhänger: Bis 2005 wird es etwa 1.200 Millionen Internetzugänge in aller Welt geben. Das ist fast eine Verdreifachung gegenüber dem Jahr 2000, als das Internet 414 Millionen Anschlüsse zählte. In den kommenden Jahren werden die Westeuropäer erstmals die US-Amerikaner überholen: Schätzungen zufolge wird es 2005 ungefähr 246 Millionen Anschlüsse in Europa geben. Für die USA werden lediglich 214 MillionenInternetzugänge vorausgesagt.

Dabei hat alles ganz klein angefangen: Am 10. Dezember 1969 tauschen vier Computer an den Universitäten Los Angeles, Santa Barbara, Stanford und Utah die ersten Datenpakete aus. Das ist die Geburtsstunde des ARPA-nets (Advanced-Research-Projects-Agency-Netz), des Vorläufers des Internets. In den Folgejahren kommen immer mehr Computer in immer mehr Ländern dazu, die Nutzergruppe bleibt aber recht klein. Der kommerzielle Durchbruch des Internets erfolgt 1993. Ein Genfer Teilchenphysiklabor bietet das World Wide Web – kurz: WWW – erstmals als Internetdienst an. Heute ist es der Onlinedienst schlechthin. Experten schätzen, dass es inzwischen mehr als eine Billion Dokumente im World Wide Web gibt.

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