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Impfnachweis RKI CovPass Check

Geimpft, Genesen, ungeprüft?

Datum: 31.08.2021Quelle: taz, RKI, BMG | Bild: RKI | Ort: Berlin, München

Mittlerweile haben viele gastgewerbliche Betriebe und Tourismus-Destinationen in Deutschland das sogenannte 3G-Modell eingeführt, demzufolge nur Personen Zutritt haben, die geimpft, genesen oder negativ auf Covid-19 getestet sind. Als Nachweis für die Impfung zählt der digitale Impfnachweis. Dieser wird in der Arztpraxis, in einem Impfzentrum oder in einer Apotheke generiert. Nach Eingabe oder Übernahme der Daten wird ein 2D-Barcode (QR-Code) erstellt, den die Nutzer auf einem Papierausdruck mitbekommen und später mit der CovPass-App oder der Corona-Warn-App einscannen und nutzen können.

Für Gastronomen und andere Dienstleister, die den Impfstatus ihrer Gäste oder Kunden überprüfen möchten, gibt es die Prüf-App CovPassCheck-App. Damit kann der Impfstatus ähnlich wie der Barcode eines Flug- oder Bahntickets gescannt werden. Bei einer Überprüfung des QR-Codes werden in der CovPassCheck-App nur der Status des Zertifikats, Vorname(n), Nachname und das Geburtsdatum angezeigt. Alternativ bleibt auch ein Nachweis mit dem analogen Impfpass möglich.

Impfnachweis wird kaum geprüft

Auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums heißt es: „Bei der Überprüfung von digitalen Impfnachweisen ist ergänzend ein Lichtbildausweis vorzulegen.“ Doch ob Impfpass, Zertifikat oder digitaler Impfnachweis wirklich der Person gehören, die sie vorzeigt, wird offenbar selten überprüft. Laut einem Bericht der Berliner Tageszeitung (taz) wird vor allem in Restaurants sehr lückenhaft kontrolliert. Zwar weisen meist Schilder auf die Regel hin, und oft werden Gäste auch gefragt, ob sie geimpft, genesen oder getestet sind. Doch auf eine Überprüfung verzichtet das Personal in weit mehr als der Hälfte aller Fälle. Auch in Kinos und Museen gab laut einer taz-Umfrage mehr als je­der zweite an, beim letzten Besuch gar nicht kontrolliert worden zu sein. Gescannt wurde das digitale Impfzertifikat in weniger als 10 Prozent der Fälle.

Das Gesundheitsministerium teilt auf Anfrage der taz zwar mit, dass die CovPassCheck-App bisher 327.000-mal heruntergeladen wurde – doch inwieweit sie tatsächlich genutzt wird, bleibt offen.

Redaktion GastroInfoPortal

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