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Bargeldloses Bezahlen am SB-Kassensystem im Betriebsrestaurant von Fond Of in Köln.

Berührungs- und bargeldlos bezahlen

Datum: 15.09.2020Quelle: Redaktion GVMANAGER | Bilder: Kirchner, Fond Of | Ort: Köln

Angesichts Corona kommt SB-Kassen, an denen z. B. der Gast einer Betriebsgastronomie sein Essen kontaktlos und bargeldlos selbst abrechnet, steigende Bedeutung zu.

Auch die im Februar 2020 eröffnete neue öffentliche Betriebsgastronomie „Am Bügche“ in der innovativen Unternehmenszentrale „The Ship“ von Fond Of in Köln setzt auf ein derartiges System. Aufgetan hat es Christoph Reingen, Leiter der Fancy Food GmbH, der gastronomischen Tochter von Fond Of.

Der erfahrene GV-Manager bespielt das System Smart-Cap von Avus Gastro erstmals anders als die anderen fast 20 Referenzbetriebe. Nebenbei leistet er damit zudem einen Beitrag zum hohen digitalen Anspruch des ganzheitlich nachhaltig orientierten Unternehmens Fond Of.

Kontakt- und bargeldloses SB-Kassensystem in der Betriebsgastronomie

Christoph Reingen, Küchenchef von Fancy Food bei Fond Of, spricht über das bargeldlose Kassensystem im Betriebsrestaurant.
Christoph Reingen, Küchenchef von Fancy Food bei Fond Of

Mehr zu den Details des SB-Kassensystems hat uns Christoph Reingen, Küchenchef von Fancy Food bei Fond Of in Köln, im Folgenden berichtet:

Herr Reingen, warum haben Sie sich dafür entschieden, mittels intelligentem Geschirr per SB-Kasse abzurechnen?

Beim Bau der Unternehmenszentrale von Fond Of namens „The Ship“ hatte man den Anspruch, das digitalste Bürogebäude Deutschlands hinzustellen. Dazu gehörte für mich auch ein zukunftsweisendes bargeldloses SB-Kassensystem. Darüber hinaus will ich meinen Gästen eine erholsame Pause ohne lange Wartezeiten bieten. Die schnelle Abwicklung des Bezahlvorgangs spielt dabei eine entscheidende Rolle. Nicht zuletzt ist meine Klientel digital sehr affin, weshalb ich von einer guten Akzeptanz ausgegangen bin.

Wie wurde Ihr Geschirr intelligent?

Die Unterseite der herkömmlichen Teller, Schüsseln und Bowls wurde beklebt mit weißen halbrunden Elementen, die einen RFID-Sensor enthalten und spülmaschinenfest sind. Die Trinkgläser haben einen etwas flacheren Aufkleber bekommen. Gelesen werden die RFID-Chips – durch die Tabletts und die Thekenoberflächen hindurch – an verschiedenen Kassenplätzen. Diese sind unterbaut mit den passenden Lesegeräten.

Ein weiteres Lesegerät ist in das Transportband unserer Geschirrrückgabe integriert. Hier wird das Geschirr sozusagen wieder in unseren Bestand zurückgebucht „Entchipt – Code auf in Bestand gesetzt – verkaufsfähig“.

Smart-Cap ist bereits an fünf anderen Standorten im Einsatz, dennoch fand bei Ihnen eine Premiere statt: Sie verzichten auf die sogenannten Lesegeräte bei der Essensübergabe. Wie gelingt das?

Um den Gästen die Wahl des „richtigen“ Geschirrs zu erleichtern, ist dieses im Betriebsrestaurant von Fond Of entsprechend platziert.
Die Geschirrteile haben einen Fixpreis, sodass sie nicht jedes Mal aufs Neue codiert werden müssen.

Normalerweise findet die Info der enthaltenen Speise erst am Lesegerät ihren Weg ins Geschirr. Durch Platzieren des Tellers auf dem sogenannten Ladepilz, wird der RFID-Sensor mit der entsprechenden Information bestückt. Ich habe diesen Schritt eingespart, indem ich bereits im Voraus Speiseplan, Geschirr und Preise so durchdacht habe, dass ein bestimmtes Geschirrteil stets zum gleichen Preis abgerechnet wird – ohne dass etwas neu codiert werden muss und ohne dass der Gast an der SB-Kasse nochmals etwas auswählen muss.

Können Sie das an einem Beispiel konkretisieren?

Alles was z. B. in der sogenannten kleinen Schale landet, kostet stets den Fixpreis von 2,10 Euro. Genutzt wird sie vorrangig am SB-Salatbuffet, am SB-Buffet für sämtliche Gemüse und für Sättigungsbeilagen.

Woher wissen Ihre Gäste, welchen Teller sie wofür nutzen müssen?

Die Teller sind genau dort platziert, wo es die entsprechenden Speisen gibt. In einer Ebene unterhalb des Salatbuffets stehen entsprechend die kleinen Schalen und die großen Salatteller, die Bowls stehen an der Frontcookingausgabe und werden direkt vom Personal befüllt. Die Hauptspeiseteller stehen im gewärmten Tellerspender und werden vom Team angerichtet.

Mit dieser Platzierung machen wir es den Gästen so einfach wie möglich, zusätzlich haben wir die Teller aber auch nochmal auf Glasborden oberhalb der Ausgaben präsentiert und mit den jeweiligen Preisen versehen.

Um uns dennoch etwas Flexibilität zu lassen, verfügen wir noch über einen sogenannten Frontcooking-Teller. Dieser weicht optisch ab in seiner viereckigen Form und wird – je nach Tagesangebot – flexibel codiert. Damit erweitern wir das Preisspektrum im Bereich zwischen 8,60 und 14,50 Euro.

Bei Ihnen speisen Mitarbeiter von ca. acht Unternehmen mit jeweils eigenen Subventionierungen. Wie kommen diese zu ihrem Rabatt?

Die Subventionierungen liegen zwischen 20 und 50 Prozent, können aber von jeder Company für ihre Belange angepasst werden. Ich komme somit im Rahmen meiner Abrechnung und der Subventionierung der Company auf meine 100 Prozent.

Rabattiert wird, indem die Mitarbeiter den Rabattcode ihrer Company unter den Leser halten – und schon wird sekundenschnell der Preis reduziert. Zahlen können sie im Anschluss mit EC- oder Kreditkarte oder per Handy.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Einblick in das Betriebsrestaurant von Fond Of

Sie wollen wissen, wie es in der neuen Betriebsgastronomie von Fond Of konkret aussieht? Klicken Sie sich durch die begleitende Fotostory.

Den ausführlichen Bericht über die nachhaltige (Verpflegungs-)Philosophie bei Fond Of lesen Sie zudem in GVMANAGER 9/2020 ab S. 12.

Claudia Kirchner / Redaktion GVMANAGER

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