x

Digitale Sternegastronomie

Datum: 11.10.19Quelle: Socialwave | Ort: München

Das Münchner Startup Socialwave hilft Wirten dabei, Sternegastronomie zumindest digital neu zu definieren. „Sterne spielen für jeden Gastwirt eine Rolle – auch fernab der Spitzengastronomie“, erklärt Felix Schönfelder, Geschäftsführer der Socialwave GmbH aus München. Das Unternehmen hat sich seit dem Jahr 2013 darauf spezialisiert, Restaurants und Bistros beim Sammeln positiver Sterne-Bewertungen bei Suchmaschinen und Bewertungsportalen wie Google, Tripadvisor und Yelp zu unterstützen. Denn: Kundenrezensionen erscheinen in den Ergebnislisten der Suchmaschinen eher auf den vorderen Plätzen. Felix Schönfelder: „Ein gutes Menü, ein guter Service und eine gute Lage nutzen nur bedingt etwas, wenn das Restaurant von Neukunden nicht gefunden wird oder wenn einige negative Bewertungen das Bild verzerren, weil unzufriedene Gäste häufiger bewerten als zufriedene Gäste.“

Schlüssel liegt im WLAN

Die Idee zu Socialwave hatten die Gründer Mario Schilling und Felix Schönfelder vor sechs Jahren. Das Prinzip: Es holt Restaurantbesucher bei ihrem zunehmenden Bedürfnis ab, Gäste-WLAN zu nutzen. Die Besucher wählen das WLAN der Gaststube auf ihrem Smartphone aus, um sich kostenfrei ins Internet einzuloggen. Bei diesem Schritt können Gastronomen bereits Werbung einblenden – etwa für spezielle Aktionen wie ein Weißwurstfrühstück oder die Mitarbeitersuche nach Kellnern. Im zweiten Schritt loggt sich der Gast via Facebook, Instagram, Email oder WhatsApp ein.

Laut Schönfelder gehen aktuell ein Viertel der Gäste (24 Prozent) über den E-Mail Login ins Netz und sogar rund jeder zweite Gast (48 Prozent) meldet sich mit dem Facebook Login an. Der brandneue Instagram Login (11 Prozent) und der WhatsApp Login (17 Prozent) komplettieren die Statistik der Social Media Logins. Im dritten Schritt kann der Gast die Facebook-Seite liken oder einen so genannten Location-Checkin durchführen, um schließlich die WLAN-Flatrate des Restaurants zu nutzen.

Kunden werben Kunden

„Der Gastwirt kann bestimmen, ob die Gäste nach dem Login auf der Webseite des Lokals, bei Facebook oder Instagram landen“, erklärt der Firmeninhaber mit Blick auf soziale Netze die Funktion des vollautomatischen Empfehlungsmarketings. Denn: Oftmals klicken die Gäste vordefinierte Statusnachrichten in Form von Bildern an der Pinnwand des Nutzers. Felix Schönfelder erklärt: „Im Schnitt wird eine solche Statusnachricht von rund 200 Freunden des Gastes gesehen, wodurch sich die Bekanntheit des Restaurants erhöht.“ Bei nur zehn Kunden-Logins pro Tag lassen sich nach Berechnungen von Socialwave rund 2.000 Empfehlungen pro Tag durch vernetzte Facebook-Kontakte erreichen.

Direkte Reaktion möglich

Die eigentliche Idee hinter Socialwave ist jedoch, dass die Gäste während des Besuchs eine Aufforderung erhalten, eine Bewertung über die Location abzugeben. Während positive Bewertungen direkt ins Internet weitergeleitet werden, erhält der Gastwirt schlechte Bewertungen direkt – um entsprechend reagieren zu können. Felix Schönfelder weiß: „Durch spezielle Tools können Gastronomen sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Bewertungen deutlich erhöhen. Dadurch wird die Location eher bei der Online-Restaurantsuche eingeblendet.“

Eva Fürst / Gastroinfoportal

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Dringlichkeitsantrag für einheitlichen Steuersatz Der Finanz- und Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags fordert die Staatsregierung auf, eine entsprechende Bundesratsinitiative zu starten. Zusät...
Die Bar-Welt zu Gast in Berlin „Tasty, amazing, fantastico, formidable oder comunicativo“ – das sagten die 15.162 Besucher, die aus 86 Ländern zum BCB nach Berlin reisten, um hier n...
Servicestudie: Schnellrestaurants 2019 Schnellrestaurants erfreuen sich großer Beliebtheit – und gelten oft als Inbegriff eines ungesunden Lebensstils. Dabei schließen sich das Essen im Sch...
Artikel mit Bildern drucken Artikel ohne Bilder drucken

Newsletter

Immer die aktuellsten Informationen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.
Zum Datenschutz

Send this to friend