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Self Checkout Kassen

Cash war gestern 4/5: Self Checkout-Kassen

Datum: 22.03.2022Quelle: B&L MedienGesellschaft | Bilder: Kirchner, MaximB – stock.adobe.com I Ort: München

Der vierte Beitrag unserer Serie „Cash war gestern“ dreht sich rund um den Einsatz von Self Checkout-Kassen, die bereits den Weg in die Gemeinschaftsgastronomie gefunden haben. Die Basis der Funktionsweise bilden Kameratechnik und RFID.

Vorteile von SB-Kassen

SB-Kassenlösungen, die Speisen automatisiert erkennen und/oder eine kontaktlose Bezahlung ermöglichen, helfen Kassenkräfte einzusparen, reduzieren die Zeit des Kassendurchlaufs – und sind nicht zuletzt ein Hygienefaktor.

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Lösungen, die mit Kamera und Objekt-Erkennungssoftware arbeiten, befinden sich im Portfolio von Dishtracker bzw. Auvisus. Die Gerichte werden dabei dank KI-basierter Bildverarbeitung in nur 0,5 Sekunden erkannt und in das Kassensystem gebucht, was den Check-out an der Kasse deutlich verkürzt.

Eine Alternative zur visuellen Lösung stellt Geschirr mit eingebrannten Barcodes dar. Im Studentenwerk München ermöglicht z. B. die Kombination aus dem Warenwirtschafts- und Kassensystem von tl1 sowie Geschirr von Seltmann Weiden den Einsatz von SB-Kassen. Im System wird hinterlegt, welche Speise sich potenziell auf welchem Geschirrteil befinden kann und welcher Barcode dazugehört. Waagen an den Kassen lesen den Barcode des Geschirrs aus und zeigen dem Gast auf Basis dessen an, was er gewählt hat bzw. haben könnte. Der Gast wählt am Display der Kasse das zutreffende Gericht und bezahlt kontaktlos. Ähnlich funktioniert das RFID-basierte System mit Geschirr von Bauscher und der Tracking-Technologie Smart Cap von Avus Gastro. Am Boden des Geschirrs sind RFID-Transponder angebracht, die einem Gericht zugeordnet sind und von der Kasse erkannt werden. Diese ermittelt den zugehörigen Preis und der Gast bezahlt auch hier an Vertrauenskassen kontaktlos.

Best Practice-Beispiele zu Self Checkout-Kassen

Passende Beispiele aus der Gemeinschaftsgastronomie haben wir kurz zusammengefasst; die ausführlichen Beiträge sind jeweils verlinkt.

Die Zukunft ist SB

In Garching ging Mitte September 2019 die größte SB-Mensa Deutschlands an den Start. Sie leistet bis zu 7.300 Essen, die sich die Gäste an diversen Themencountern selbst zusammenstellen und an 24 SB-Kassen selbst abrechnen können. Welchen Mehrwert Gregor Fricke, Leiter Hochschulgastronomie/stv. Geschäftsführer, Studentenwerk München, in einer Kombination aus SB-Ausgabe und SB-Kassen sieht, hat er im Interview in GVMANAGER 10/2019 verraten.

Einen Blick hinter die Kulissen der Mensa Garching, ohne selbst vor Ort sein zu müssen, erhalten Sie in unserer 360°-Tour. Oder klicken Sie sich durch weitere Bilder zur Mensa Garching in unserer Bildergalerie.

Selbst is(s)t der Gast

Gäste ihr Essen selbst schöpfen und abrechnen zu lassen, ist nicht nur ein mutiger, sondern auch ein technisch und logistisch anspruchsvoller Schritt. Das Studentenwerk München ist ihn gegangen und hat Mitte Mai 2018 die erste komplette SB-Mensa Deutschlands in Pasing eröffnet. Das Vorläuferprojekt der Mensa am Campus Garching.

Für den Gast ist es eigentlich ganz einfach: Er nimmt sich jeweils das Geschirrteil neben der gewünschten Speise und befüllt es. An der Kasse stellt er die einzelnen Geschirrteile auf eine Waage, die dank eines Barcodes auf der Geschirrunterseite eine grobe Ahnung davon bekommt, was gewählt wurde. Aus den zwei bis drei möglichen Speisenoptionen bestätigt der Gast das Zutreffende, Bezahlkarte auflegen – fertig.

Doch bis die Variante der ersten Mensa mit kompletter Selbstbedienung im Free Flow- und Kassenbereich so reibungslos an den Start ging, hat es über sechs Jahre gedauert. „Viele verschiedene Komponenten anzubieten, die frei kombinierbar sind, und trotzdem für Kasse und Gast Klarheit zu schaffen, war schlussendlich eine der größten Herausforderungen und Denksport pur“, veranschaulicht Gregor Fricke, Abteilungsleitung Hochschulgastronomie. Den vollständigen Artikel gibt es hier.

Alles im grünen Bereich

Mitte Oktober 2019 eröffnete Leonardi in München-Riem sein 25. Restaurant. Das Konrad setzt dabei neue Maßstäbe in puncto Digitalisierung und Vernetzung von Prozessen – mit dem Ziel, Ressourcen besser zu nutzen.

Vor mittlerweile elf Jahren wurde Leonardi gegründet und hat sich seitdem regelmäßig neu definiert, statt einfach weiter zu machen wie bisher. Es gibt Veränderungen in den Bereichen Personal, Kunde, Gast, Produkte, Gebäude, Nachhaltigkeit und Ressourcen, auf die es zu reagieren gilt – die Konsequenz daraus ist Leonardi 4.0. Nachhaltig und wegweisend ist die Version 4.0, die vorsieht, Ressourcen optimal zu planen. Das gelingt dem Caterer Leonardi, indem er „alles, was er tut, vernetzt“. „Das ist viel Arbeit, die wir nicht alleine schaffen. Deshalb haben wir viele Partner ins Boot geholt, die uns dabei unterstützen.“ Passende Partner hat das Cateringunternehmen dafür unter anderem in IntPro, Rational, Lead on top und Kamasys gefunden.

Der Vorteil der Konzeption: Der Gastronomieleiter ist dank digitaler Lösungen stetig up to date und kann alle Prozesse einsehen und dank Ampelsystem kontrollieren. Eine Überprüfung des Prozesses sowie insbesondere der Qualität findet auch an der Speisenausgabe während des Kassierprozesses statt. Mittels der Technik von Hello Tess und Dishtracker läuft der Bezahlvorgang voll automatisiert ab. Zum Qualitätsabgleich dienen Bilder von Mustertellern, die das Küchenteam kurz vor Ausgabestart im System hinterlegt. Auf diese Weise gewährleistet der Caterer, eine dauerhaft hohe Qualität der Speisen sowie der Mittagspause. Denn durch den schnellen Bezahlvorgang bleibt den Gästen mehr Zeit für das Wesentliche, das Essen in entspannter Atmosphäre. Mehr dazu.

Smart gekocht und abgerechnet

Smart ist im Betriebsrestaurant Fe 401 von Robert Bosch in Stuttgart-Feuerbach nicht nur die Technik, sondern auch das Konzept: Mit innovativen Arbeitsstrukturen, einem modularen Foodcourt, cloudbasierter Großküchentechnik und RFID-Technologie, die den Produktionskreislauf steuert und die Abrechnung automatisiert, ist Smart-Cooking on Stage bei Bosch gelebte Realität.

Von der Speisenproduktion bis zur bargeldlosen Bezahlung ist jeder Arbeitsschritt optimiert. Zeiteffizienz zählt auch bei der Essenswahl: Besucher können das digitale Display mit dem Tagesangebot checken und müssen sich nur einmal anstellen. Bezahlt wird bargeldlos mit dem Mitarbeiterausweis. Dieser ist im Großraum Stuttgart in jedem Bosch-Betriebsrestaurant gültig. Gäste erhalten am Welcome-Desk ihre „LunchCard“ und können sich frei bedienen.

Das Internet der Dinge, hier in Form smarten Geschirrs von Bauscher und der von Avus Gastro entwickelten intelligenten Tracking-Technologie Smart-Cap (Pabis in Verbindung mit Bauscher-Geschirr) hilft, vernetzte Abläufe und Prozesse zu optimieren. Am Boden des Geschirrs befestigte RFID-Transponder mit unverwechselbarer ID ermöglichen die Teilautomatisierung von Abläufen und smartes Bezahlen an Vertrauenskassen, die der Tischgast selbstständig an jedem Counter nutzt. Das bargeldlose Zahlungssystem wurde dabei elegant vom Ausstatter Edgar Fuchs in die Theken integriert. Den vollständigen Beitrag finden Sie in GVMANAGER 8/2019.

Berührungs- und bargeldlos bezahlen

Die im Februar 2020 eröffnete neue öffentliche Betriebsgastronomie „Am Bügche“ in der innovativen Unternehmenszentrale „The Ship“ von Fond Of in Köln setzt auf ein derartiges System. Aufgetan hat es Christoph Reingen, Leiter der Fancy Food GmbH, der gastronomischen Tochter von Fond Of.

Der erfahrene GV-Manager bespielt das System Smart-Cap von Avus Gastro erstmals anders als die anderen fast 20 Referenzbetriebe. Nebenbei leistet er damit zudem einen Beitrag zum hohen digitalen Anspruch des ganzheitlich nachhaltig orientierten Unternehmens Fond Of.

Serie rund ums bargeldlose Bezahlen

Marktdaten zum bargeldlosen Bezahlen und zur kontaktlosen Variante haben wir bereits im ersten bzw. zweiten Teil unserer Serie „Cash war gestern“ verraten. Im dritten Teil gab es einen Einblick in das kontaktlose Bezahlen in Micro Markets. Im fünften Teil, den Sie in Kürze hier finden, gibt es auf einen Blick passende Produkte für das bargeldlose Bezahlen.

Und hier finden Sie mit einem Klick Produkte und Konzepte dazu:

Produkte rund ums bargeldlose und kontaktlose Bezahlen

Produkte kontaktloses Bezahlen

Sarah Hercht / Redaktion GastroInfoPortal

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