Mensa Pasing Exklusiv

Mensa Pasing: Selbst is(s)t der Student

Datum: 12.07.2018Quelle: Inhalt: Redaktion GVmanager (kir) | Fotos: Kirchner, Tillard/Studentenwerk München | Ort: München

Das Essen komplett selbst schöpfen und abrechnen können die Gäste der ersten SB-Mensa Deutschlands in Pasing, betrieben vom Studentenwerk München, deren Eröffnungsfeier gestern stattgefunden hat.

Hell, modern, übersichtlich sowie mit optisch ansprechender Speisenvielfalt – aber: komplett frei von Ausgabe- und Kassenpersonal. So präsentierte sich am 5. Juli die sanierte Mensa Pasing der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München bei ihrer offiziellen Eröffnungsfeier. Als erste Mensa in Deutschland setzt sie komplett auf Selbstbedienung. „Das Interesse von anderen Branchenkollegen aus ganz Deutschland ist schon jetzt riesig“, berichtete Dr. Ursula Wurzer-Faßnacht, Geschäftsführerin des Studentenwerks München, das die Mensa betreibt, stolz bei ihrer Eröffnungsrede.

 

Gut durchdacht

An der Speisenausgabe bedienen sich die Studenten komplett selbst.

Hatte man keine Bedenken, es den Gästen komplett zu überlassen, ihr Essen korrekt selbst abzurechnen? „Wir vertrauen unseren Gästen“, betonte Gregor Fricke, Stellvertretender Geschäftsführer des Studentenwerks und Leiter der Hochschulgastronomie, der das Thema Selbstbedienung seit Jahren vorantreibt und auch diverse Pilotprojekte dazu umsetzte. Die erste SB-Kasse initiierte er bereits 2012 in der Mensa Leopoldstraße. Allerdings wurde seitdem einiges modifiziert und logistisch sowie technisch neu durchdacht. „Allein die Suche nach dem passenden Geschirr hat gut zwei Jahre gedauert“, erläuterte Gregor Fricke eine Herausforderung.

Allwissender Barcode

Entschieden hat man sich schließlich für ein Barcodesystem, kombiniert mit modernen, individuell gefertigten Bowls. Durch Scannen des Codes an der Kassenwaage, „erkennt“ das System welche potenziellen Speisen der Gast aufgeladen hat und schlägt ihm diese vor. Nach Bestätigung am bewusst übersichtlich gehaltenen Touchscreen-Menü wiegt und berechnet das System die Speise. Ganz allein gelassen werden die Gäste dabei trotzdem nicht. Zwei Servicekräfte stehen an den vier Kassen derzeit unterstützend zur Seite. „Kurz nach der Einführung des Systems gibt es viele Fragen, hat man es dreimal selbst gemacht, ist es ein Selbstläufer“, weiß Gregor Fricke aus Erfahrung zu berichten.

An der SB-Kasse wird der Barcode des Geschirrs gescannt, die Speisenauswahl bestätigt und der Preis nach Gewicht berechnet.

SB-Strategie fortgeführt

Wie soll es künftig weitergehen? Die Einführung des innovativen Systems in Pasing ist Testballon für die neue Mensa der Technischen Universität München in Garching, die im Herbst 2018 voraussichtlich eröffnet. Statt vier SB-Kassen wie in Pasing werden dort 24 Stück stehen, um den Durchsatz der mehr als 5.000 erwarteten Gäste zu bewältigen. Langfristig soll das SB-System schließlich auf andere gastronomische Betriebe des Studentenwerks München übertragen werden.

Mehr zu dem Projekt lesen Sie in GVmanager 8/2018.

Interessiert am SB-Pilotprojekt aus 2012? Lesen Sie mehr dazu in GVmanager 8/12, ab S. 16.

Claudia Kirchner / Gastroinfoportal

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