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Christof Rieken_Preisverleihung zu gut fuer die Tonne

Preis gegen Lebensmittelabfall

Datum: 19.04.2018Quelle: BMEL | Foto: BMEL / Christof Rieken | Ort: Berlin

Bundesministerin Julia Klöckner verlieh den Zu gut für die Tonne! – Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung 2018. Die Ernährungsministerin zeichnete verschiedene Projekte aus, die sich dafür einsetzen. Für Julia Klöckner sind „Lebensmittel unsere Mittel zum Leben“: „Trotzdem werfen wir 11 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich weg – jedes Kilogramm ist eines zu viel. Die Preisträger tragen mit ihren beeindruckenden Ideen und zukunftsweisenden Innovationen zu unserem Ziel bei, Lebensmittelabfälle deutlich zu reduzieren. Alle eingereichten Projekte der Preisträger und Nominierten, zeigen viel Kreativität und Engagement. Das zeigt mir, dass das Thema längst in der Gesellschaft angekommen ist.“

Kategorie Handel

Seit 2017 bieten die SirPlus-Gründer im ersten Food-Outlet in Berlin und über einen Onlineshop Lebensmittel an, die im Handel nicht mehr verkauft oder in der Produktion aussortiert wurden.

Kategorie Landwirtschaft & Produktion

Die Gärtnerei Schnelles Grünzeug konserviert seit 2015 Gemüse durch Fermentation. Überschüssiges Gemüse vom Feld oder Gemüse, das einen Markttag hinter sich hat und nicht mehr verkauft werden kann, wird über einen Onlineshop und in der Gastronomie verkauft.

Kategorie Gastronomie

Die Nordsee GmbH reduziert Lebensmittelabfälle auf verschiedenen Wegen. Unter anderem können Gäste, ihr übrig gebliebenes Essen in zunächst 23 Filialen an sogenannten Doggybag-Stationen einpacken und mitnehmen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen kurz vor Ladenschluss Produkte aus der Snackbar im Rahmen der Aktion „30 % in den letzten 30 Minuten“ günstiger an.

Kategorie Gesellschaft & Bildung

Das Projekte Wirf mich nicht weg! hilft durch Aufklärung und Wissensvermittlung in Schulklassen, Lebensmittelabfälle zu verringern. Das Projekt des Regionalen Umweltzentrums Hollen e. V. besucht pro Jahr 50 Grundschulen bundesweit.

Förderpreise

Drei weitere Projekte erhielten jeweils einen Förderpreis in Höhe von 7.500 €, 5.000 € bzw. 2.500 €.

Das Team von DingsDums Dumpling produziert und verkauft handgefertigte Teigtaschen aus überschüssigen Lebensmitteln. Diese können für Caterings bestellt werden. Im April eröffnete ein Restaurant in Berlin-Kreuzberg. Sie bekamen ein Preisgeld von 7.500 €.

Unter Crowdbutching.com können Fleischpakete von Kuh, Schwein und Gans bestellt werden. Es wird erst geschlachtet, wenn die Fleischpakete eines Tieres zu 100 Prozent verkauft wurden. Das Projekt wurde mit 5.000 € bezuschusst.

Über die Internetplattform Deine Ernte können Gartenbesitzer ihre Ernte oder auch selbst gemachte Lebensmittel wie zum Beispiel Marmelade anbieten. Erdacht hat dieses Konzept, das nun 2.500 € erhielt, die Schülerin Annalina Landsberg ursprünglich für einen Ideenwettbewerb.

Eva Fürst / Gastroinfoportal

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