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„Sterne im Sauerland“

Zusammenhalt statt Panik

Datum: 19.03.2020Quelle: Die Sterne im Sauerland | Foto: Colourbox.de | Ort: Schmallenberg/Sauerland

Mit dem nötigen und empfohlenen physischen Abstand trafen sich die Mitglieder der Hotelkooperation „Die Sterne im Sauerland“, um die aktuelle Lage sowie den Umgang mit den weiteren einschneidenden Einschränkungen zu beraten, die im Hinblick auf die Corona-Pandemie seitens Bundes- und Landesregierung für den touristischen Bereich erlassen wurden. Denn ab sofort sind nur noch Geschäftsreisende in den Hotels zugelassen, touristische Übernachtungen sind bis zum 20. April 2020 nicht mehr gestattet. In dieser Situation sind Wissensaustausch und Zusammenarbeit eine unerlässliche Vorgehensweise, damit die Hotel- und Gastronomiebetriebe diese Zeiten mit möglichst wenig Schaden überstehen können. „Im Kern geht es darum, nicht nur einzelne Hotels durch diese Zeiten zu bringen, sondern möglichst alle touristischen Betriebe, damit die Vielfalt und die Qualität in der gesamten Region erhalten bleiben“, erklärt Elke Stahlmecke, Kooperationsmanagerin.

Arbeitsplätze retten

Im Vordergrund stehen die Bemühungen, alle Arbeitsplätze in den Betrieben auch in Zeiten nicht belegter Zimmer und leerer Restaurantplätze zu erhalten. „Vor wenigen Tagen beschäftigte uns noch der Fachkräftemangel und nun stehen wir innerhalb kürzester Zeit vor einer völlig neuen Situation.“, so Stefan Wiese-Gerlach, Sprecher der Kooperation und Inhaber des Hotels Jagdhaus Wiese. „Unsere Beschäftigten möchten wir natürlich bestmöglich schützen und deren Arbeitsplätze erhalten, denn irgendwann gibt es ein Ende der Krise und dann werden wir direkt und zu 100 Prozent wieder für unsere Gäste da sein.“

Die Politik ist in dieser Situation besonders gefragt, damit unbürokratische Hilfen mit wenig Hürden zur Verfügung stehen. Die beschlossene Vereinfachung zur Beantragung des Kurzarbeitergeldes ist aus Sicht der Kooperationsmitglieder schon ein Schritt in die richtige Richtung. Um die vielfältigen Einzelbetriebe vor einer Insolvenz zu schützen sind weitere geeignete Hilfen erforderlich, die den Inhabern nach dieser Krise finanziell Rückenwind geben und nicht über Jahre hin zusätzlich belasten, zum Beispiel mit zinslosen Krediten.

In Zeiten wie diesen wird allen bewusst, wie wertvoll kollegialer Umgang wirklich ist. Auch eine große Anzahl von Hamburger Gastronomen ging mit einem offenen Brief und der Forderung nach Klarheit und finanzieller Soforthilfe auf die Stadtverwaltung zu. Zudem informierte Sophie von Seydlitz, Marketing- und Vertriebsleiterin der Flair Hotels welche Informationen man von wem bekommt und welche Ideen, Vorschläge und Tipps die Verbände der Branche geben.

Martina Kalus / Gastroinfoportal

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