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Im zweiten Teil der Befragung von GV-Verantwortlichen durch K&P Consulting geht es um die Chancen und Herausforderungen der neuen Betriebsgastronomie mit und nach Corona.

Zukunft der Gemeinschaftsgastronomie – Teil 2

Datum: 16.10.2020Quelle: K&P Consulting | Bild: Aubrey Odom on Unsplash | Ort: Düsseldorf

Im zweiten Teil der dreiteiligen Beitragreihe rund um die Zukunft der Gemeinschaftsgastronomie geht es um Chancen uund Herausforderungen für eine neue Betriebsgastronomie mit und nach Corona, die K&P Consulting in einem Corona-Stimmungsbarometer ermittelt hat.

K&P befragte dafür Anfang September rund 50 Verantwortliche in der Betriebsgastronomie, wie es derzeit um die gastronomische Versorgung der Mitarbeiter in ihrem Unternehmen steht und wie sie die Aussichten bewerten.

Corona-Stimmungsbarometer

Die Ergebnisse des Corona-Stimmungsbarometers hat K&P Consulting in drei Themenblöcken zusammengefasst – Interessierte erfahren mehr über:

Die Ergebnisse rund um die Chancen und Herausforderungen für eine neue Betriebsgastronomie mit und nach Corona lesen Sie im Folgenden:

Veränderungen in der Betriebsgastronomie

Es zeichnet sich ab, dass auch nach Corona viele Mitarbeiter zukünftig häufiger zuhause arbeiten werden und daher seltener in die Unternehmen kommen. Mobile Working wird ein Teil des New Normal, Videokonferenzen werden teilweise die Präsenz im Unternehmen ersetzen.

Die Experten sind sich sicher: wenn Mitarbeiter seltener im Büro sein werden, wird sich auch das Verpflegungsverhalten verändern. Für die Tage im Homeoffice entwickeln sich neue Verpflegungsalternativen jenseits des Betriebsrestaurants. Ob sie selbst mehr kochen, die Gastronomie im Umfeld nutzen oder Fertiggerichte zubereiten – das Betriebsrestaurant wird einen anderen Stellenwert einnehmen und die Tischgäste mit mehr als nur einem guten Essen überzeugen müssen. Die Tage im Büro hingegen werden zunehmend von persönlichem Austausch bestimmt sein.

Betriebsgastronomie wird wichtiger – aber anders

Zwei Drittel der Branchenexperten sehen die Bedeutung der Betriebsgastronomie im Unternehmen zukünftig deutlich wachsen. Dabei wird sich aber der Stellenwert der einzelnen Angebote in der Betriebsgastronomie verändern.

Die klassische Trennung zwischen Haupt- und Zwischenverpflegung wird jedoch noch weiter aufgehoben, denn nach Corona werden ganztägige Konzepte gefragt sein. „Das Betriebsrestaurant wird die Kommunikationsplattform der Unternehmen in einer digitalen Arbeitswelt werden“, ist sich Jörg Ertel, Group Leader Catering bei Vodafone, sicher.

Das warme Mittagessen steht dabei nicht mehr allein im Mittelpunkt. Die Gastronomie wird noch mehr das Wohnzimmer des Unternehmens sein, in dem Essen und Trinken eine wichtige Begleitfunktion haben. Das ganztägige Angebot der Kaffeebars oder Bistros wird somit eine noch wichtigere Aufgabe übernehmen, um das kommunikative Umfeld zu schaffen, in dem der persönliche Austausch nachgeholt wird, der im Homeoffice nur schwer möglich ist. „Die Betriebsgastronomie wird das Wir-Gefühl im Unternehmen stärken, das den Mitarbeitern im Homeoffice oft abhandengekommen ist“, meint ein Experte eines internationalen Unternehmens aus der Lebensmittelbranche.

„Mobile Canteen“ als Zukunftstrend

Wenn die Mitarbeiter mobiler werden, wird es das Essen auch werden müssen. Daher sieht die überwiegende Zahl der Befragten To-go-Angebote als den Hauptgewinner der Angebotsformen. „Dies wird eine der großen Herausforderungen werden, To-Go-Angebote nachhaltig aber auch hygienisch sicher zu gestalten“, ist für eine befragte Expertin klar. Auch Lösungen für die Mitnahme der Speisen nach Hause werden von den Branchenkennern große Zukunftsaussichten vorhergesagt. Inhouse Delivery wird demnach zukünftig auch eine Option sein, die dem Trend zu dezentralen, mobilen und kleineren Einheiten Rechnung trägt.

Selbstbedienung wird für die Zukunft durchweg kritisch gesehen. Es wird lange dauern, bis das Vertrauen in SB-Angebote nach Corona wieder hergestellt sein wird. Da Konferenzen zukünftig vielmehr digital stattfinden werden, sind die Prognosen für den häufig wirtschaftlich lukrativen Bereich bei den meisten Befragten düster. Wenn das Konferenzgeschäft wegbricht, wird das bislang übliche Konzept der Quersubventionierung vieler herkömmlicher Cateringverträge nicht mehr aufgehen.

Konzepte der Zukunft

Am 19. Oktober folgt der abschließende Beitrag zum Corona-Stimmungsbarometer mit dem Schwerpunkt Konzepte der Zukunft an dieser Stelle. Wie die Befragten die aktuelle Situation der Betriebsgastronomie bewerten, lesen Sie in diesem Beitrag.

Redaktion GVMANAGER

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