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Zu viel Arbeit für die Arbeitsmediziner

Datum: 13.07.2016Quelle: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN); Grafik: Colourbox Ort: Mannheim

Die Lücke zwischen dem Angebot an Betriebs- und Arbeitsmedizinern und der Nachfrage der Betriebe nach betriebsärztlicher Betreuung für ihre Beschäftigten wird immer größer. Ein Grund: Von den knapp 12.500 Ärztinnen und Ärzten mit arbeitsmedizinischer Fachkunde in Deutschland sind derzeit fast 60 % bereits 60 Jahre und älter. Zudem bilden immer weniger Universitäten Arbeitsmediziner aus. Dabei nehmen die Aufgaben und gesetzlichen Anforderungen immer weiter zu. Auch für die Berufsgenossenschaften als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung wird das zum Problem, sie sehen die vorgeschriebene betriebsärztliche Basisbetreuung in Gefahr.

Deshalb hat sich jetzt die Berufsgenossenschaften Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) mit anderen Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung zusammengeschlossen und fördert zwei Professuren mit den Schwerpunkten der Prävention von Berufskrankheiten und der Epidemiologie und die verstärkte Ausbildung von Fachärzten für Arbeitsmedizin am Universitätsklinikum Jena. Ebenfalls an der Förderung beteiligt sind die Thüringer Ministerien für Wirtschaft und Wissenschaft sowie Arbeit und Soziales. Zunächst soll eine Professur mit Schwerpunkt Prävention besetzt werden, die dann von einer zweiten zur Epidemiologie der Arbeitsmedizin ergänzt wird.

www.bgn.de

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