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Wie können Köche Kollegen unterstützen?

Wie Sie Kollegen unterstützen können

Datum: 25.03.2020Quelle: Inhalt: B&L Medien | Fotos: Colourbox.de, Saron Duchardt| Ort: Appenheim

Während die einen vor lauter Arbeit nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht, ist anderen eine Zwangspause auferlegt. Gastronomen und Köche, die aufgrund des Regierungsbeschlusses aktuell nicht ihrem normalen Berufsalltag nachgehen können, können trotzdem aktiv werden, etwa in Form von personeller Unterstützung für Kollegen oder indem man sich gegenseitig austauscht.

„Unser Einsatz wird im Moment nicht am Herd, sondern an anderen Stellen gebraucht.“

Personelle Unterstützung für Kollegen

Küchenteams, die aufgrund von Betriebsschließungen nicht mehr in der eigenen Küche für die eigenen Gäste kochen können, springen mitunter als personelle Unterstützung für Kollegen ein, um diese zu entlasten. Insbesondere Küchen in Care-Betrieben arbeiten in Zeiten der Coronakrise auf Hochtouren, um die Speisenversorgung von Patienten und Krankenhauspersonal sicherzustellen oder auch weiterhin Essen auf Rädern für die ältere Gesellschaft anbieten zu können.

Eva Eppard, Inhaberin der 100 Guldenmühle, im Gespräch zu Unterstützung von Kollegen.Best Practice: Leihkräfte

Auch Eva Eppard, Inhaberin und Gastgeberin in der 100 Guldenmühle in Appenheim, hat ihr Restaurant vorerst und bis auf weiteres geschlossen. „Wir sind ein hervorragend eingespieltes Team, nicht nur in der Küche und im Gastraum, sondern auch menschlich und privat. Unsere Energie und unser Einsatz werden aber im Moment nicht am Herd gebraucht, sondern an anderen Stellen.“ Daher habe sich das Team dazu entschlossen, sich gemeinsam als solches einzubringen – in einem noch arbeitenden Unternehmen, in einer Klinik, einem landwirtschaftlichen Betrieb oder auch im Einkaufsmarkt.

„Noch ist keine akute Unterstützung erforderlich, aber ich bin sicher: das wird kommen. Wie es aussieht, wird die Universitätsklinik Mainz auf unser Angebot zurückgreifen.“

Aktiv werden

Die Zwangspause des eigentlichen Restaurantbetriebs bedeutet also keineswegs, dass sich Köche und (Gemeinschaft-)Gastronomen ausruhen, vielmehr verlagern sie ihren Tätigkeitsschwerpunkt:

Take Away & Lieferservice

Da sind die einen, die weiterhin in ihrer eigenen Küche vor Ort kochen und ihre Speisen als Take-away anbieten oder die ihr Essensangebot per Lieferservice an den Mann oder die Frau bringen – aktuell so geschehen bei zum Beispiel dem Dortmunder Restaurant Schürmanns im Park oder bei der Frank Schwarz Gastro Group, einem Cateringunternehmen aus Duisburg.

Wohltätige Aktionen

Wieder andere haben wohltätige Aktionen ins Leben gerufen, wie Max Strohe vom Restaurant Tulus Lotrek, der Mahlzeiten für Helden des Alltags kocht, die in Zeiten der Coronakrise dafür sorgen, dass das Leben unter den derzeitigen Umständen weiterläuft. Wer die Aktion unterstützen will, kann sich in unserem Beitrag zu #kochenfürhelden informieren.

Kitchen Guerilla hat hingegen die #SoliKüche gestartet. Im Rahmen der Spendeninitiative bereitet das Team Essens-Pakete für Obdachlose zu.

Partner in der Krise

Und wieder andere, darunter der Caterer Lehmanns Gastronomie in Bonn, steht Branchenkollegen zur Seite, indem er diese mit fertig gekochten Speisen als Ergänzung bzw. Notfall-Option unterstützt.

Hygienisch sicher arbeiten

Was für all diese Betriebe in Zeiten der Coronakrise gleich ist, ist ein noch größeres Augenmerk auf die Hygiene zu legen. Wie sich Gastro-Betriebe wappnen können und welche Hygiene-Tipps fürs Take-away zu beachten sind, haben wir in zwei Beiträgen zusammengefasst.

Sarah Hercht / Gastroinfoportal

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