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Ab 2023 gilt die Mehrwegpflicht. Wer Mehrweg anbieten muss, ob mit Pfand oder ohne und wie eine hygienische Reinigung gelingt, zeigt ein Videotutorial.

Videotutorial: So klappt Mehrweg

Datum: 21.09.2022Quelle: Meiko, vtechnik Planung | Bild: Meiko | Ort: Offenburg, Gaggenau

Muss jeder und immer Mehrweg ab 2023 anbieten? Bepfandung – ja oder nein? Und was genau ist anders beim Reinigen von To-go-Geschirr? Das alles beantwortet jetzt ein kompaktes Video-Tutorial von Meiko und vtechnik Planung. Einblicke ins Studierendenwerk Gießen, in eine Stuttgarter Bar und bei einem Event-Caterer zeigen, wie es in der Praxis nachhaltig und perfekt klappt.

Mehrwegangebotspflicht ab 2023

Ab 2023 kommt die Mehrwegangebotspflicht. Nicht alle Betriebe sind davon gleich betroffen (Video ab Min 1:15): Erst ab einer Verkaufsfläche von über 80 qm und mehr als 5 Mitarbeitenden ist ein Rücknahmesystem beim To-go-Geschirr einzurichten. Für kleinere Betriebe gibt es andere Regelungen.

Der Hintergrund der Pflicht: Städte quellen über vor Müll – so werfen Deutsche jede Stunde rund 320.000 Einwegbecher weg. Dabei wird jeder Einwegbecher im Durchschnitt nur 15 Minuten genutzt – der Mehrwegbecher hingegen mehrere hundert Male. Mittlerweile ist so viel Plastik in der Umwelt, dass wir über die Nahrungskette jede Woche rund 5 Gramm mit unserem Essen aufnehmen, was einer Kreditkarte entspricht.

Einblicke in die Praxis

Im Studierendenwerk Gießen (ab Min 2:40) verpflichtet man sich schon lange zu einem nachhaltigen Weg, entwickelt ihn ständig weiter. Sie zählen in der Branche zu den Vorreitern bei Mehrweggeschirr und kennen sich mit Rücknahmesystemen aus. So gibt es hier schon seit 2004 ein Tassenpfand. Mehrweggeschirr führten die Gießener im Sommer 2021 ein, sie setzen auf das pfandfreie System von Vytal. „Das ist ein gut handhabbares System für uns“, sagt Guido Wolf, Leiter Hochschulgastronomie vom Studierendenwerk Gießen. Und der Mehrweggedanke funktioniert: Es mussten bislang kaum Schalen wegen nicht sachgerechten Umgangs aussortiert werden. „Nur wenn das Geschirr im Umlauf bleibt, ist es nachhaltig“, betont Guido Wolf. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Im ersten Jahr konnten schon weit über 10.000 Einwegbehälter in Gießen eingespart werden.

Mehrweg hygienisch spülen

Die hygienische Reinigung von To-go-Geschirr weist Besonderheiten auf. Vor allem, wenn es sich um Kunststoffe, leichte Behälter oder geometrische Formen handelt, in die in herkömmlichen Geschirrspülmaschinen kaum Reinigerlauge gelangt. Sieben Hygienetipps (Video ab Min 6:00) zeigen Wege, um die größten Herausforderungen bei Mehrweggeschirr in den Griff zu bekommen.

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Kunststoff hygienisch spülen

Weitere Tipps, wie sich Kunststoff hygienisch spülen lässt, finden Sie in der Ausgabe 8/21 des GVMANAGER. Unter anderem erfahren Sie, wie wichtig passende Körbe sind, welche spezielle Chemie nötig ist und was es bei der Trocknung zu beachten gilt.

Redaktion GastroInfoPortal

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