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Dezemberhilfe Überbrückungshilfe

Vereinfachung der Überbrückungshilfe III

Datum: 21.01.2021Quelle: BMWI | Ort: Berlin

Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mitteilte, hat man sich innerhalb der Bundesregierung über die Vereinfachung der Überbrückungshilfe III verständigt. Die Beantragung soll nun einfacher und die Förderung großzügiger werden. Außerdem steht sie mehr Unternehmen zur Verfügung. Auch die besonderen Herausforderungen des Einzelhandels werden berücksichtigt. Zudem wird die Neustarthilfe für Selbstständige verbessert.

Die wichtigsten Informationen im Überblick:

Einheitliches Kriterium bei der Antragsberechtigung: Alle Unternehmen mit mehr als 30 Prozent Umsatzeinbruch können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten. Das heißt: Keine Differenzierung mehr bei der Förderung nach unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen und Zeiträumen, Schließungsmonaten und direkter oder indirekter Betroffenheit.

Erweiterung der monatlichen Förderhöhe: Anhebung der Förderhöchstgrenze auf bis zu 1,5 Mio. Euro pro Fördermonat (bisher 200.000 bzw. 500.000 Euro), sofern beihilferechtlich zulässig. Fördermonate sind November 2020 bis Juni 2021.

Die Antragsteller können wählen, nach welcher beihilferechtlichen Regelung sie die Überbrückungshilfe III beantragen. Die Überbrückungshilfe II basierte allein auf der Fixkostenregelung.

Abschlagszahlungen: Abschlagszahlungen werden einheitlich gewährt. Bei der Überbrückungshilfe III nicht mehr nur für die von den Schließungen betroffenen Unternehmen. Abschlagszahlungen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro sind pro Fördermonat möglich, statt bislang 50.000 Euro.

Neustarthilfe: Für Soloselbstständige wird eine einmalige Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) in Höhe von 50 Prozent des Referenzumsatzes in einer Gesamthöhe von bis zu 7.500 Euro gewährt, sofern keine sonstigen Fixkosten in der Überbrückungshilfe III geltend gemacht werden.

Anerkennung weiterer Kostenpositionen:

  • Wertverluste unverkäuflicher oder saisonaler Ware werden als erstattungsfähige Fixkosten anerkannt.
  • Investitionen für bauliche Modernisierung und Umsetzung von Hygienekonzepten, ebenso wie Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung können als Kostenposition geltend gemacht werden, z.B. Investitionen in den Aufbau oder die Erweiterung eines Online-Shops.

Weitere Sonderregelungen wurden für die Reisebranche, die Veranstaltungs- und Kulturbranche, den Einzelhandel und die Pyrotechnik getroffen.

Antragstellung: Eine Antragstellung ist möglich, sobald die erforderlichen Programmierarbeiten der elektronischen Antragsplattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de), die beihilferechtliche Klärung und die notwendige Abstimmung der abzuschließenden Verwaltungsvereinbarung mit den 16 Ländern erfolgt ist. Voraussichtlich startet das Programm im Februar mit der Antragsstellung sowie den Abschlagszahlungen; die reguläre Auszahlung ist für März geplant.

Für die Überbrückungshilfe III gelten weiterhin die Vorgaben des EU-Beihilferechts. Die Bundesregierung setzt sich bei der Europäischen Kommission für die Anhebung der beihilferechtlichen Obergrenzen im befristeten Beihilferahmen (Temporary Framework) ein. Hier finden Sie umfassende FAQ zu Fragen des Verhältnisses zwischen nationalen Corona-Hilfen und dem EU-Beihilfenrecht.

Redaktion GastroInfoPortal

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