x
Corona-Test

Verbindliche Testangebote in Betrieben

Datum: 20.04.2021Quelle: BMAS | Bild: Peggychoucair auf Pixabay | Ort: Berlin

Die Regeln zum betrieblichen Infektionsschutz werden bis zum 30. Juni 2021 verlängert und um betriebliche Testangebote ergänzt. Die Änderungen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) erfolgen per Verordnung und sind am Dienstag, den 20.04.2021, in Kraft getreten.

„Das Infektionsgeschehen bleibt besorgniserregend. Der Schutz der Beschäftigten muss weiter gewährleistet sein. Die geltenden Regeln der Arbeitsschutzverordnung verlängere ich deshalb bis zum 30. Juni 2021“, erklärt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil in Berlin. „Es gilt weiter: Wer im Homeoffice arbeiten kann, muss das von seinem Arbeitgeber ermöglicht bekommen. So reduzieren wir das Ansteckungsrisiko unterwegs und durch Kollegen. Für Tätigkeiten vor Ort gelten weiter Abstand, Lüften, Masken tragen. Hinzu kommt jetzt eine Pflicht für Betriebe, Tests anzubieten. So können wir Infektionsketten unterbrechen, die Gesundheit schützen und letztlich Betriebsschließungen vermeiden. Diese neue Pflicht ist nötig geworden, damit wirklich alle Beschäftigten im Betrieb ein Testangebot erhalten.“

Änderungen:

Ab 20. April 2021 gilt:

Arbeitgeber sind verpflichtet, in ihren Betrieben allen Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, regelmäßig Selbst- und Schnelltests anzubieten:

  • grundsätzlich mindestens 1-mal pro Woche
  • für besonders gefährdete Mitarbeiter, die tätigkeitsbedingt häufig Kundenkontakt haben oder körpernahe Dienstleistungen ausführen, mindestens 2-mal pro Woche. Auch Beschäftigte, die vom Arbeitgeber in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, müssen 2-mal pro Woche ein Testangebot erhalten.
  • Die Kosten für die Tests tragen die Arbeitgeber.

Bis zum 30. Juni 2021 verlängert:

Bestehende Corona-Arbeitsschutzregelungen die bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden:

  • Arbeitgeber sind verpflichtet, Homeoffice anzubieten, wenn die Tätigkeit dies zulässt.
  • Arbeitgeber sind im Rahmen der Beurteilung der Gefährdungen verpflichtet, betriebliche Hygienepläne zu erstellen, umzusetzen sowie zugänglich zu machen.
  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zu anderen Personen; auch in Kantinen und Pausenräumen.
  • Tragen von medizinischem Mund-Nasen-Schutz oder Atemschutzmasken, wo die Einhaltung des Mindestabstands nicht möglich ist.
  • Arbeitgeber müssen den Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung stellen.
  • Arbeitgeber müssen eine ausreichende Handhygiene am Arbeitsplatz sicherstellen.
  • Regelmäßiges Lüften muss gewährleistet sein.

Es gelten strenge betriebliche Regelungen zur Kontaktvermeidung im Betrieb:

  • Müssen Räume von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, müssen pro Person 10 m² zur Verfügung stehen.
  • In Betrieben ab 10 Beschäftigten müssen diese in möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden. Kontakte zwischen den Gruppen sind zu vermeiden.

Die zuständigen Arbeitsschutzbehörden können die Einhaltung aller Anforderungen der Verordnung im Einzelfall durch behördliche Anordnungen durchsetzen und Verstöße gegen ihre Anordnung mit einem Bußgeld von bis zu einer Höhe von 30.000 € ahnden.

Redaktion GastroInfoPortal

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Wer sind die BEST of Market 2021? Eine persönliche Preisübergabe, in gewohnt feierlichem Rahmen im Vorfeld der Inter­norga – das war leider auch in diesem Jahr nicht möglich.  „Das ­hi...
Kritik an Änderung des Infektionsschutzgesetzes Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bayern) übt Kritik an den geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes. Die Kritikpunkte wur...
Ständige Vertretung Berlin schafft Raumluftreinige... Wann wieder Gäste im Berliner Traditionslokal Ständige Vertretung empfangen werden können, ist noch immer nicht abzusehen. „Wir gehen in den sechsten ...
Artikel mit Bildern drucken Artikel ohne Bilder drucken

Newsletter

Immer die aktuellsten Informationen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.
Zum Datenschutz

Send this to friend