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Wie sieht der Schulalltag durch die Corona-Pandemie inklusive Mensabetrieb aus?

Tipps für den Mensabetrieb in Corona-Zeiten

Datum: 29.06.2020Quelle: Transgourmet | Foto: Colourbox.de Ort: Riedstadt

Unterricht an wenigen Tagen die Woche und im Wechsel – so sieht der Schulalltag durch die Corona-Pandemie für Schüler aktuell (noch) aus. Wie steht es dabei aber um den Betrieb der Schulmensa angesichts der durch Corona-bedingten Anforderungen an Hygiene und Mindestabstände?

Veränderter Schulalltag durch die Corona-Pandemie

Sophia Viehbeck, Mitglied des Transgourmet Kompetenzteam Ernährung, Hygiene, Information, hat uns im Gespräch erzählt, wie Schulverpflegung in Corona-Zeiten aussehen kann und gibt Tipps zur Umsetzung.

Frau Viehbeck, wie kann (eine warme) Schulverpflegung in Zeiten von Mindestabstandsregeln & Co. gelingen?

Wichtig ist es, die Ist-Situation erst einmal zu betrachten. Wo sind hochfrequentierte Flächen? Wie kann ich die Anordnung der Tische ändern? Kann ich den Ausgabeprozess optimieren? Können die Pausenzeiten gestaffelt werden, damit weniger Kinder gleichzeitig essen? Wenn diese Punkte geklärt sind, ist es wichtig, für die Schüler klare Regeln in puncto Handhygiene, Abstand halten, Verkehrswege, etc. aufzustellen. So kann dann auch das Risiko einer Infektion in der Mensa gering gehalten werden.

Welche elektronische Unterstützung ist dafür eventuell unabdingbar?

Praktisch ist hier eine elektronische und berührungslose Bezahlfunktion, etwa über einen Chip. Dies ist aber eher ein Pluspunkt und nicht unabdingbar. Eine weitere „Old School“-Möglichkeit wäre auch der Einsatz von Wertbons.

Welche Übergangslösungen empfehlen Sie?

Am besten wird das Speisenangebot reduziert, damit besser kalkuliert werden kann. Schön sind hier Gerichte, die Kinder gerne mögen, und die gleichzeitig relativ leicht in der Zubereitung sind. Denn auch das eigene Personal wird unter Umständen reduziert sein. Dies kann zum einen an Krankmeldungen liegen oder daran, dass die Küche autarke Küchenteams organisiert hat.

Wann ist Take away die bessere Alternative?

Die Gesundheit und das Infektionsrisiko sollten immer im Mittelpunkt dieser Entscheidung stehen. Take away ist also immer dann die bessere Alternative, wenn die Verpflegung vor Ort nicht sicher ablaufen kann, zum Beispiel aus Platz- oder Zeitgründen.

Welche Produkte und Konzepte bieten Sie zur Unterstützung?

Transgourmet steht und stand seinen Kunden in der Coronakrise mit situativ passenden Produkten und nützlichen Informationen beiseite. Auf das Bekanntwerden der schrittweisen Kita- und Schulöffnungen haben wir mit Hygienekonzepten reagiert, die passgenau für die jeweiligen Einrichtungen erstellt werden, damit die Schüler auch weiterhin in der Schule verpflegt werden können. Allerdings herrschte hier lange Unklarheit, da einige Bundesländer sich gegen eine Verpflegung in der Corona-Zeit ausgesprochen haben.
Da die Mensen häufig – aufgrund des großen Raums – in Klassenzimmer umgewandelt wurden, sind Produkte für Lunchpakete momentan sehr gefragt. Das heißt, alles was sich unkompliziert zum Mitnehmen eignet. Generell sind die abgesetzten Mengen aber wesentlich kleiner, da ja immer nur einzelne Jahrgangsstufen in den Schulen sind.

Haben Sie eventuell eine Checkliste für Schulen, wie sie ihre Mensen oder Verpflegungsangebote anpassen können?

Transgourmet hat Hygienekonzepte entwickelt, die passgenau für die jeweiligen Einrichtungen erstellt werden, damit Schüler auch weiterhin in der Schule verpflegt werden können. Das Dokument zum Download finden Sie hier.
Darüber hinaus bietet die Abteilung Beratung & Konzept Unterstützung bei alternativen Verpflegungskonzepten neben Kiosk und Mensa an und hilft auch bei der Erstellung und Umsetzung eines Hygieneplans.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Schulverpflegung wie bisher ist passé

Auch Carola Petrone, Geschäftsführerin des Münchner Cateringunternehmens Il Cielo, hat frühzeitig an einem Konzept für die Wiedereröffnung der Schulmensa gearbeitet. Ganz sicher ist sie sich dabei, dass Schulverpflegung wie bisher passé ist. Wie das Konzept ihres Unternehmens aussieht, hat sie uns im Interview verraten.

Sarah Hercht / Redaktion Schulverpflegung

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