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So reagieren Branchenpartner

Datum: 06.04.2020Quelle: SumUp, GastroMIS, Transgourmet, Johnnie Walker, Frischeparadies, Nilfisk, Irionox, Eismann, Villeroy & Boch, Holst Porzellan, Stahl Wäschereimaschinen, apetito, dailypoint, Service-Bund | Foto: Colourbox.de | Ort: München

Trotz der jüngsten Ereignisse und der schweren Zeit sind Unternehmen bemüht, ihre Lösungen und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Wie steht es aktuell um die Lieferfähigkeit? Wer bietet besondere Vergünstigungen?

Zuverlässigkeit garantiert

Hamsterkäufe, leere Regale und allgemeine Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung: Durch das unkontrollierte Einkaufsverhalten einiger Menschen fehlen in vielen Lebensmittelmärkten Alltags- und Genussprodukte. Das Frischeparadies verfügt über ein gutes logistisches Netz und arbeitet mit verschiedenen Märkten zusammen, sodass Engpässe rechtzeitig erkannt werden“, sagt Uwe Rößler, Sprecher der Geschäftsleitung. „Die unvermeidlichen Wartezeiten an den Landesgrenzen führen aktuell nicht zu Qualitätsverlusten, so verfügen alle Märkte nach wie vor über einen guten Bestand und ein großes Fischangebot“, fügt er hinzu. (Stand: 20.03.2020)

Irinox gab bekannt, dass aktuell alle Bestellungen regelmäßig bearbeitet und geliefert werden. „Die Situation ist sehr ernst, aber unter Kontrolle“, bestätigt Katia Da Ros, CEO, Irinox S.p.A. Bisher sieht sie noch keine Probleme für die kommende Produktion voraus. Besuche von externen Personen sowie internationale Reisen wurden abgesagt. (Stand: 18.03.2020)

Am 25. März informierte das Unternehmen über Produktionsstopp und Schließung bis zum 3. April. Bestellungen und Support seien dadurch aber nicht beeinträchtigt. Auch der After-Sales-Service und Ersatzteillieferungen sind während dieser Tage garantiert. Auf den digitalen Kanälen wird die Zeit u. a. mit Schulungen und Demos überbrückt.

Auch Nilfisk sieht nach derzeitigem Kenntnisstand keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Lieferfähigkeit. Es gibt zwar eine leichte Verzögerung bei einer begrenzten Anzahl von Varianten aufgrund der reduzierten Kapazität einiger Lieferanten, aber im Allgemeinen wird der Betrieb aller Produktions- und Vertriebsstandorte forgesetzt. Dazu gehören auch unsere Produktionsstandorte in China und Italien sowie die Vertriebszentren in Europa und den USA. Mitarbeiter im Vertrieb und Service sind in allen Märkten weiterhin per Telefon, Skype oder anderen, digitalen Lösungen erreichbar. (Stand: 18.03.2020)

Der Vorstand von Villeroy & Boch hat sich mit den zuständigen Betriebsräten darauf geeinigt, Teile der europäischen Produktion für den Zeitraum bis Ende April zu unterbrechen. Diese Unterbrechung betrifft zunächst die Standorte beider Unternehmensbereiche in Deutschland und Frankreich. Eine mögliche Verlängerung hängt von der weiteren Entwicklung ab. Weitergehende Maßnahmen, zu denen auch die Unterbrechung der Arbeit an anderen Standorten und Produktionsstätten als auch der Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen gehören kann, werden davon abhängig entschieden. Die Lieferketten sind jedoch bislang intakt und Lagerbestände ausreichend hoch, um auch trotz der Produktionsunterbrechung in Europa normale Bedarfsverläufe in den nächsten Wochen abzudecken. (Stand: 20.03.2020)

Transgourmet steht seinen Kunden aus Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen auch weiterhin zur Seite. Darüber hinaus hat das Unternehmen ein High-Convenience-Sortiment zusammengestellt, das mit einem geringen Personalaufwand und einer reduzierten Küchentechnik zubereitet werden kann. Ausführliche Informationen zur gesamten Krisenhilfe finden Sie hier. (Stand: 06.04.2020)

Finanzielles Entgegenkommen

Wer über die Anschaffung neuer Wäschereimaschinen nachdenkt, muss nicht zwingend über große Investitionen entscheiden – gerade in unsicheren Zeiten wie jetzt. Stahl Wäschereimaschinen bietet seinen Kunden neue Mietmodelle mit kalkulierbaren Monatsaufwänden inklusive Service und Ersatzteilen. Es besteht somit nun die Möglichkeit ein Sorglos-Paket zu buchen: Produktion nach Wunsch, Lieferung, Service während der gesamten Vertragslaufzeit ohne zusätzliche Kosten. Dadurch haben Kunden kalkulierbare und stabile Monatsbeiträge. (Stand: 20.03.2020)

Das Unternehmen unterstützt Kunden zusätzlich mit einem Angebot: Kunden können Wäschereimaschinen mit einem Sonderleasingprogramm erwerben. Wer sich jetzt für eine Maschine entscheidet, profitiert von bis zu neun ratenfreien Monaten. Die erste Rate wird am 1. Januar 2021 fällig – so haben Unternehmer die Sicherheit, dass die Arbeit ohne Einschränkungen ausgeführt werden kann, gleichzeitig aber die Kosten in der aktuellen Lage minimal gehalten werden. (Stand: 24.03.20202)

Herrlich und Ramuschkat wird für die Dauer der Krise auch bei andauerndem Zahlungsverzug oder nicht eingelösten SEPA-Lastschriften keine einzelnen Kundensysteme abschalten. Der Gedanke dahinter ist, dass in dieser Zeit die wirtschaftlich weniger betroffenen Kunden mit Herrlich und Ramuschkat zusammen für die stark betroffenen einstehen. Sobald sich die Lage normalisiert hat, werden gemeinsam Lösungen für die offenen Rechnungen gefunden. (Stand: 26.03.2020)

Johnnie Walker hat angekündigt, Zahlungen in Höhe von 500.000 Euro zur Unterstützung für die von der aktuellen Covid-19-Krise betroffene Bartender-Community und Barbranche in Deutschland zu leisten. Die zugesicherten Mittel werden über die gemeinnützige „Clubstiftung Hamburg“ deutschlandweit ausgeschrieben und können schnell, gezielt und transparent den betroffenen Barbetrieben zugutekommen. (Stand: 31.03.2020)

Vergünstigungen und Sonderaktionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) plädiert dafür, Einkäufe möglichst kontaktlos zu bezahlen. Auch SumUp empfiehlt die Verwendung von kontaktlosen Zahlungen sowie Distanzzahlungen, die Transaktionen über das Smartphone durch Freigabe per E-Mail-Link, Whatsapp, SMS oder über soziale Netzwerke ermöglichen – physische Anwesenheit des Kunden ist hier nicht erforderlich. Bis zum 30. April erlässt SumUp deshalb für bestehende und entsprechend qualifizierte Händler die Gebühren für mobiles Bezahlen.
Damit soll auch den kleinen Unternehmen, Freiberuflern und Selbständigen in dieser schwierigen Zeit ermöglicht werden, das Geschäft auch weiterhin sicher zu betreiben, sowie auch neue Geschäftswege zu gehen. Neben den gängigen kontaktlosen Zahlungen über NFC-Technologie via Kredit- und Debitkarten, Apple Pay oder Google Pay, können so auch Zahlungen akzeptiert werden, die gar keinen persönlichen Kontakt verlangen. (Stand: 19.03.2020)

Zur Eindämmung des Coronavirus schicken viele Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice. Damit jeder Anwender auch zu Hause mit Orgasoft.net arbeiten kann, setzt Signum die Berechnung von Mietlizenzen bei Heimarbeit aus. Somit bietet das Unternehmen während der Coronakrise pro Netzwerk-Arbeitsplatzlizenz eine kostenlose Homeoffice-Mietlizenz. (Stand: 23.03.2020)

Delivery

Gastro-MIS hat ein Gratis-Paket für Gastronomen geschnürt: Das neue Modul AmadeusGo ist Teil von Amadeus360, was neben dem Amadeus-Kassensystem auch diverse Zusatzfunktionen wie Wareneinsatz, Personalplanung, Kassenbuch oder Filialverwaltung bietet. Als Erweiterung des Kassensystems des Betriebes, fügt AmadeusGo bereits vorhandene Daten, wie Gerichte und Preise, zu einem “Online-Shop” zusammen. So können Gäste bequem von zu Hause aus bestellen, auf Wunsch auch online bezahlen und danach abholen.Mit der neuen Schnittstelle in Amadeus360 können Betriebe jetzt Lieferando-Verkäufe mit ihrem Kassensystem (wie Kassenbuch und Reporting) synchronisieren und dabei auch deren Effizienz optimieren. Abgerundet werden die Soforthilfe-Maßnahmen mit dem AmadeusBon, der digitalen Alternative zum klassischen Kassenzettel aus Papier. Der digitale Kassenbeleg kommt über den Scan eines QR-Codes im mobilen oder stationären Kassendisplay direkt und kontaktlos – und damit Corona-sicher – auf das Smartphone des Kunden. (Stand: 31.03.2020)

Gastronovi, der Software-Anbieter für Kassenlösungssysteme für die Gastronomie, der mehrheitlich zu Transgourmet gehört, stellt die kostenfreie Nutzung seines Bestellsystems bereit. Neu- und Bestandskunden haben damit die Möglichkeit, ihren Gästen einen Take-away-Service anzubieten. Ganz neu enthält das Bestellsystem auch eine Lieferfunktion in Beta-Version. (Stand: 01.04.2020)

WhatsApp-Netzwerk

Holst Porzellan gründete am 19. März eine WhatsApp-Gruppe, in der sich Unternehmer und Führungskräfte betroffener Firmen und Institutionen als Selbsthilfe zum Thema Coronakrise austauschen sollen. Sinn und Zweck ist es, wichtige Informationen, Ideen, Anregungen und Handlungsweisen zum Thema Corona schnellstens und direkt miteinander auszutauschen, um vor allem eine wirtschaftliche Schadensminimierung zu erreichen. (Stand: 20.03.2020)

Weiterbildung

Dailypoint™ möchte Hoteliers aufzeigen, was Sie jetzt tun können, um für die zukünftigen Herausforderungen gewappnet zu sein. Dazu bietet das Unternehmen kurzfristig kostenlose Webinare an. Diese richten sich an Hoteliers und Hotel-Mitarbeiter und sind nicht auf Kunden beschränkt. (Stand: 24.03.2020)

Die 30-minütigen Seminare finden jeweils Dienstags und Donnerstags um 11 Uhr statt und behandeln die folgenden Fragestellungen:

  • Wie kann man sein CRM (Bestandskunden-Management) verbessern?
  • Wie erhalten ich mehr Neukunden?
  • Wie können nachhaltigere, bessere Entscheidungen getroffen werden?
  • Wo sind Kostensparpotentiale?

Auch Gastronovi bietet regelmäßig Webinare an, in denen erfahrene Gastronomie-Experten zu den digitalen Möglichkeiten informieren und beratend zur Seite stehen. Ziel ist es, Unternehmer dabei zu unterstützen, die aktuelle Krise zu überstehen und optimal aufgestellt daraus hervorgehen zu können.

Besondere Kundenkommunikation

Service-Bund möchte seinen Kunden mit Rat und Tat zur Seite stehen und lässt seine Partner in verschiedenen Videos zu Wort kommen. Im ersten teilt Otto Koch, Gründer der École Culinaire und Sternekoch, im Gespräch mit Prof. Dr. Torsten Olderog seine Gedanken (Stand: 20.03.2020):

Food-Notfallkonzepte

Auch Anbieter von Conveniencemenüs und/oder -komponenten haben für alle, die an ihre Kapazitäts- und personellen Grenzen stoßen, entsprechende Notfallkonzepte ins Leben gerufen oder können durch ihr Standardangebot eine Unterstützung bieten. Die verschiedenen Lösungen von Herstellern, aber auch Branchenkollegen haben wir in einem Beitrag rund um Conveniencemenüs für Interessierte zusammengetragen.

Senioren sind derzeit wohl beraten, ihr Zuhause möglichst selten zu verlassen. Dass die Nachfage nach Essen auf Rädern steigt, ist daher also nicht verwunderlich. Ob die Hersteller entsprechend gewappnet sind, wie die Speisen sicher verteilt werden können und weitere Lösungen erfahren Sie hier.

Martina Kalus / Gastroinfoportal

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