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Oktoberfest Wiesn

Oktoberfest 2020 abgesagt

Datum: 21.04.2020Quelle: BR, Bayerische Staatsregierung; Foto: München Travel © Redline Enterprises | Ort: München

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verweist auf die schwierige Situation wegen Corona. „Solange es keinen Impfstoff gibt, muss besonders aufgepasst werden. Bei Festen gilt größte Sensibilität. Das Corona-Risiko wäre auf dem Oktoberfest schlicht und einfach zu groß”, erklärte Markus Söder während der Pressekonferenz.

„Ein Bierzelt lebt eben nicht davon, dass die Leute Abstand halten.“

Deswegen habe er sich mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auf eine Absage der Wiesn verständigt. „Das tut weh und ist unglaublich schade“, sagte Markus Söder. Eine verkleinerte Ausgabe des Oktoberfestes sei keine Alternative gewesen: „Die Wiesn findet richtig statt oder gar nicht“, betonte er.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Eine bittere Pille“

„Es ist ein etwas trauriger Tag für mich heute“, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter, „mehrere Herzen schlagen in meiner Brust.“ Dass die Wiesn 2020 nicht stattfinden könne, das sei schon „eine bittere Pille“, nicht nur wegen der vielen Münchner und Bayern, die ihr Oktoberfest so lieben, sondern natürlich auch wegen der wirtschaftlichen Bedeutung für die Stadt München. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, der Bevölkerung aber nicht länger Hoffnung machen wollen. „Wir hoffen, dass wir es nächstes Jahr zusammen nachholen können!”

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Kreditprogramm für Oktoberfest-Schausteller

Laut Markus Söder wird es angesichts der Absage des Oktoberfestes und wohl auch weiterer Volksfeste ein umfangreiches Kreditprogramm für Schausteller geben.

Rund 6 Mio. Besucher aus aller Welt kommen jährlich zum größten Volksfest der Welt nach München. Bis zu 250.000 Menschen sind dann täglich auf dem rund 34 Hektar großen Festgelände unterwegs. Rund 1,23 Mrd. Euro nahm die Wirtschaft laut Angaben der Stadtverwaltung mit dem Oktoberfest im vergangenen Jahr ein. Laut dem Deutschen Brauer-Bund und dem Deutschen Schaustellerbund werde das Jahr 2020 möglicherweise zum Totalausfall für ihre Zünfte. Die Verbände rechnen damit, dass ohne staatliche Hilfen zahlreiche Schaustellerfamilien und Brauereien voraussichtlich im Laufe des Jahres ihre Geschäftstätigkeit einstellen müssen.

Florian Harbeck / Gastroinfoportal

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