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Neustart

Öffnung vor Ostern?

Datum: 16.02.2021Quelle: Bayerischer Hotel- und Gaststättenverband | Bild: Louis Hansel on Unsplash | Ort: München

Eine Öffnung der Hotels und Restaurants zu Ostern wird zumindest in den Medien bereits diskutiert. Zudem gaben einige Ministerpräsidenten bereits (negative) Prognosen ab. Jetzt äußert sich auch Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Bayern, zu dem Thema: „Eine Öffnung zu den Osterferien ist für unsere am meisten gebeutelte Branche unabdingbar wichtig. Die Infektionszahlen sinken und spätestens ab einer landesweiten 7-Tage-Inzidenz von 50 wird sich die Frage der Verhältnismäßigkeit stellen.“

Aussagen wie die von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, dass es keinen Osterurlaub geben werde „sind völlig inakzeptabel“, ergänzt die Präsidentin des Dehoga Bayern, „außer Verunsicherung und Existenzangst bewirken diese Einzelmeinungen nichts.“ Zudem sei die Aussage auch rechtlich mehr als fragwürdig, da das Infektionsschutzgesetz nur eine Vorausschau von vier Wochen erlaube.

„Wir sehen uns als Teil der Lösung und nicht des Problems. Wenn ich den organisierten Bereich stärke, findet umso weniger im unkontrollierten Bereich statt (…).“

Eröffnungsperspektive mit klarem zeitlichen Fahrplan gefordert

„Jetzt wäre es wichtig, zielführende Lösungen und eine höhere Akzeptanz durch die enge Zusammenarbeit mit allen Verbänden betroffener Branchen zu erreichen“, fordert Angela Inselkammer. Dehoga Bayern Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert ergänzt: „Wie keine andere Branche haben gastgewerbliche Betriebe aufwändige Hygienekonzepte erfolgreich umgesetzt, zudem werden dort die Gäste registriert. Wir sehen uns als Teil der Lösung und nicht des Problems. Wenn ich den organisierten Bereich stärke, findet umso weniger im unkontrollierten Bereich statt, in dem sich Kontakte schwerer nachvollziehen lassen, nicht immer alle Abstände eingehalten werden, der Mund-Nasen-Schutz vielleicht etwas lockerer sitzt und in den seltensten Fällen Hygienekonzepte vorliegen. Wir brauchen intelligentere Lösungen, statt pauschaler Dauer-Lockdowns, das Gastgewerbe ist vielfältig.“

Bis zur nächsten Bund-Länder-Konferenz am 3. März brauche es dazu eine Eröffnungsperspektive mit einem klaren zeitlichen Fahrplan von Seiten der Politik, sagt Thomas Geppert: „Die Menschen buchen ihren Osterurlaub ja nicht von heute auf morgen. Zudem dürfen wir die Fehler vom vergangenen Jahr nicht wiederholen. Bevor ich deutsche Gäste mangels Angebot dazu nötige im Ausland zu buchen, wo nicht so strenge Hygienekonzepte umgesetzt werden, muss ich die heimischen Betriebe öffnen.“ Die Branche habe hierzu ihren Teil der Arbeit erledigt, auf Bundes- und Landesebene liegen entsprechende Öffnungsstrategiepläne den politischen Entscheidungsträgern vor.

Auch die Betriebe selbst hoffen auf eine baldige Öffnung: Laut einer aktuellen Umfrage des Verbandes, an der 1.366 bayerische Betriebe teilgenommen haben, fordern 85,3 % der Unternehmen eine Öffnung vor Ostern. 41 % der Betriebe sprechen sich für eine Öffnung zeitgleich mit dem Handel, möglicherweise am 7. März, aus. 44,3 % plädieren für eine Öffnung rechtzeitig vor Ostern, zum Beispiel am 25. März.

Redaktion GastroInfoPortal

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