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Datum: 10.06.2011Quelle: Redaktion GVmanager Ort: München

Montessori Zentrum Angell in Freiburg feierte die Verabschiedung von Antoinette Klute-Wetterauer und die Eröffnung des Neubaus

Freiburg. Am 8. Juni hatte das Montessori Zentrum Angell in Freiburg gleich doppelten Grund zum Feiern – wenn auch mit einem lachenden und weinenden Auge: Auf der Agenda standen die Einweihung des letzten Bauabschnitts inklusive einer schicken „Bioteria“ für die Verpflegung der Schüler sowie die Verabschiedung der Schulleiterin und Geschäftsführerin Antoinette Klute-Wetterauer. „Bevor ich in Halbpension gehe, wollte ich unbedingt mit dem Geplanten fertig werden.“ Mit diesen Worten eröffnete Antoinette Klute-Wetterauer den Festakt.

 

 

13 Bauprojekte hat Antoinette Klute-Wetterauer allein in den letzten 18 Jahren rund um das Montessorie Zentrum angestoßen. Ihr Bruder und heutiger Gebäudemanager bei Angell Friedrich Klute traut sich nach eigenen Aussagen daher kaum noch den Bauhelm abzunehmen – selbst nachts müsse er allzeit bereit für Grundstücksbesichtigungen sein.

Bioteria setzt auf Nachhaltigkeit
Der letzte Anbau, aufgrund der besonderen Form „Tortenstück“ genannt, wurde nun nach 2,5 Jahren Projektzeit eingeweiht. Herzstück ist die bei laufendem Küchen- und Schulbetrieb erweiterte Cafeteria, die angelehnt an die nachhaltige Philosophie den Namen „Bioteria“ trägt. Verantwortlich dafür zeichneten der Projektleiter Gemeinschaftsverpflegung bei Angell Arne Kuder sowie die Fachplaner Peter Adam-Luketic und Kerstin Batzios von vtechnik aus Gaggenau. Ihnen galt auch ein besonderer Dank von Antoinette Klute-Wetterauer in ihrer Ansprache. „Durch die Bioteria wird unser nachhaltiges Konzept auf lukullische Weise mitgetragen“, ergänzte die Schulleiterin.

 

 

 

So soll ein möglichst hoher Anteil an Bio- und regionalen Produkten verarbeitet werden – eine Bio-Zertifizierung läuft gerade. Allerdings plädiert der Stratege hinter dem Konzept, Arne Kuder, Projektleiter Gemeinschaftsverpflegung bei Angell, nicht für Bio um jeden Preis: „Bevor ich Fleisch aus Argentinien kaufe, nur des Bio-Siegels wegen, unterstütze ich lieber unseren regionalen Metzger und kaufe dessen konventionell erzeugtes Fleisch, das dennoch von hervorragender Qualität ist.
Davon überzeugten sich auch viele Gäste im Anschluss des Festakts: Der perfekt rosa gebratene Rinderrücken vom Kaiserstühler Weiderind ließ bei den Besuchern Neid erwachen auf die rund 450 Schüler, die fortan täglich in den Genuss der Künste des 2,5-köpfigen Küchenteams kommen.

 

 

 

 

Schlagabtausch im Projektteam

„Am Projekt besonders geschätzt habe ich die Arbeitsatmosphäre“,
resümierte Peter Adam-Luketic, der bei der Küchenführung mit Arne Kuder
ein gutgelauntes und, zu Recht, stolzes Doppel abgibt – Schlagabtausch
inklusive. Der auch während der Planungpraktizierte, gegenseitige Austausch habe gute Lösungen bis ins Detail hervorgebracht wie die rollbare Kasse, ergänzt Peter Adam-Luketic. Mobile Elemente sind zahlreich vertreten, da die Küche zugleich als Ausbildungsküche dient und Veranstaltungen daraus gecatert werden. Mit liebloser Schulverpflegung hat die Bioteria auf jeden Fall nicht das geringste zu tun, das sieht man bereits auf den ersten Blick. Qualitativ hochwertige Technik, ein übersichtlicher Ausgabebereich mit viel Einblick in die Küche, eine puristische aber freundliche Einrichtung in weiß-grün und eine gemütliche Coffeelounge zeichnen das Objekt äußerlich aus. „Der Servicegedanke ist mir wahnsinnig wichtig, daher plädierte ich auch für eine offene Küche mit Frischekonzept“, betont Arne Kuder, der für das Projekt zahlreiche Erfahrungen aus Gastronomie und Hotellerie mitbrachte.

 

 

Visionärin

Die Kapazität der Küche ist etwa auf die heutige Schülerzahl von rund 1.000 ausgelegt. Damit ist die Schülerzahl im Lauf der 25-jährigen Amtszeit von Antoinette Klute-Wetterauer in etwa um das 25-fache gewachsen – sie übernahm die Schule 1986 mit rund 40 Schülern und rettete sie vor dem Ruin. „Dass das geklappt hat, hat mit Ihren vielen Visionen zu tun und ist eine pädagogisch-unternehmerische Leistung der Sonderklasse“, lobte der Oberbürgermeister der Stadt Freiburg Dr. Dieter Salomon. Dr. Bärbel Schmid, Fachbetreuerin Deutsch und Latein, zeichnete in ihrer Laudatio zudem ein Bild der Eigenschaften der Schulleiterin, die zu diesem großen Erfolg beigetragen haben: Offenheit und Neugier zählen dazu ebenso wie Risikobereitschaft, Mut und ihre Kämpfernatur.
Der Oberbürgermeister brachte schließlich den Gedanken vieler auf den Punkt: „ Die Klute im Ruhestand, das kann man sich nicht vorstellen.“ Und ihre Ankündigung „in Halbpension zu gehen“ bestätigte, dass sie vielleicht doch nur eine Halbverabschiedung gefeiert hat. So stellte sie auch gleich eines ihrer nächsten Projekte vor: Die Gründung des Angell Alumni Clubs, der Sponsoren für Stipendiaten suchen soll. Mit 8.000 Euro aus ihrer Privatschatulle legte sie dafür sogleich den Grundstein und bewies einmal mehr ihren Sinn für das Wohl der Gemeinschaft.

 

Bild 1: Antoinette Klute-Wetterauer, Schulleiterin und Geschäftsführerin des Montessori Zentrums Angell eröffnete den Festakt.

Bild 2: Die Ausgabe der neuen Bioteria.

Bild 3: Peter Adam-Luketic probierte als einer der ersten Gäste nach dem Festakt aus, ob seine Fachplanung auch leckere Früchte trägt.

Bild 4: Das Projektteam, das die Bioteria ins Leben gerufen hat: Küchenchef
Christoph Ehret, Projektleiter Gemeinschaftsverpflegung Arne Kuder,
Schulleiterin Antoinette Klute-Wetterauer, Fachplaner Peter Adam-Luketic
und seine Kollegin Kerstin Batzios (v. l.)

kir/Redaktion GVmanager

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