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Maßnahmen in Betriebscasinos bzgl. Corona

Welche Maßnahmen setzen GV-Betriebe um?

Datum: 18.03.2020Quelle: Westfalen Blatt, Express, Stimme.de, Pirrung, Redaktion GVMANAGER | Foto: Colourbox.de | Ort: diverse

Von der Verpackung von Speisen bis hin zu Einlasskontrollen ergreifen Betriebscasinos immer mehr Maßnahmen, um die Speisenversorgung ihrer Gäste zu sichern und gleichzeitig die Hygiene zu gewährleisten – ehe es gegebenenfalls zur Schließung kommt. Welche Maßnahmen Betriebscasinos während der gegenwärtigen Situation ergreifen, um Sicherheit zu gewährleisten, haben wir hier exemplarisch zusammengetragen.

Maßnahmen in Betriebscasinos

Laut Westfalen Blatt gibt es bei Bertelsmann und auch bei Miele in Gütersloh keine Selbstbedienung mehr. Speisen und Besteck werden bis auf Weiteres vom Personal ausgegeben. An den Standorten Bielefeld und Oerlinghausen der Dr. Oetker-Gruppe sind die Betriebsrestaurants auf die Essensausgabe beschränkt. Die Beschäftigten nehmen ihre Mahlzeiten mit an den Arbeitsplatz und verzehren sie dort. Genauso verfahren die Stadtwerke in Bielefeld, die vor Ort auch externe Gäste bewirten.

Ebenso leer sind die Besteckkästen in einem Betriebsrestaurant in Köln. Wer sein Essen und Getränk an der Kasse bezahlt, bekommt das eingewickelte Besteck vom Kassierer auf das Tablett gelegt, das von diesem nur mit desinfizierten Gummihandschuhen angefasst wird. Express informiert zudem darüber, dass ausgetrunkene Limonaden-Flaschen, in speziellen Boxen abgestellt werden und nicht mehr durch mehrere Hände wandern. So sollen die Kontakte zwischen Gast und Restaurantmitarbeiter minimiert werden.

Im gemeinsamen Betriebscasino des Kölner Amts- und Landgerichts steht nun in unmittelbarer Nähe der Besteckausgabe ein Spender zur Handdesinfektion. Der WDR verfährt mit wiederholter Mitarbeiterkommunikation zur strikten Einhaltung der Hygienerichtlinien, dem Aushang von Hygienerichtlinien an den Kantineneingängen sowie zusätzlichen Spendern für Desinfektionsmittel an den Eingangsbereichen zum Betriebsrestaurant.

Auch beim IT-Unternehmen Bechtle in Neckarsulm habe man Desinfektionsspender zusätzlich erhöht, Kontaktflächen desinfiziere man regelmäßig – heißt es in einem Beitrag von Stimme.de. Das Betriebsrestaurant fasse zwar 350 Menschen, aktuell werden aber nicht mehr als 50 Personen gleichzeitig hineingelassen, sodass in Schichten gegessen wird.

Der St. Ingberter Lebensmittelproduzent pirrung mensa vitae ist bei seinem Betriebsrestaurant in St. Ingbert-Rohrbach bereits einen Schritt weitergegangen und hat dieses aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres geschlossen. Voraussichtlich wird der Betrieb am 27. April 2020 wieder aufgenommen.

Gästestimmen: Tische bleiben leer

Eine Mitarbeiterin eines Kölner Unternehmens berichtet, dass das Betriebsrestaurant stetig weitere Maßnahmen ergreift: War es gestern noch möglich im Restaurant vor Ort zu essen, werden heute belegte Brötchen zum Frühstück und warme Mittagessen nur noch verpackt ausgehändigt. Zudem darf die Bezahlung nicht mehr mit Bargeld, sondern nur noch mit aufgelander Karte erfolgen. Gegessen wird von den Gästen dann am eigentlichen Arbeitsplatz, da sich im Betriebsrestaurant mittlerweile nur noch zehn Personen gleichzeitig aufhalten dürfen. Mitarbeiter des Küchenteams achten darauf, dass die Anzahl der Gäste nicht überschritten wird.

Wieder andere Unternehmen, darunter ein Duisburger Logistikunternehmen, tragen der Sicherheit der Gäste durch das Personal Rechnung. So darf an jedem Tisch jeweils nur ein Gast Platz nehmen. Zudem stehen die Tische soweit auseinander, dass ein Sicherheitsabstand von zwei Metern gewährleistet werden kann – so die Beobachtung eines Gastes.

Trotz der Sicherheitsvorkehrungen wird das Angebot eher mäßig wahrgenommen. Das liegt aufgrund von Home Office einerseits an einer geringeren Zahl an zu verpflegenden Personen, andererseits ist der Wunsch der Gäste nach einer Mittagsverpflegung vor Ort aktuell nicht bzw. nur wenig gegeben.

Über den Tellerrand

Wie das Betriebscasino im Landesdienstleistungszentrum in Linz mit der aktuellen Situation umgeht, lesen Sie in einem Beitrag der HGV Praxis. Der GV-Verantwortliche gibt darin an, wie mit einem Reißverschluss-Verfahren gearbeitet wird und welche sonstigen Maßnahmen ergriffen wurden.

Haben Sie bestimmte Maßnahmen ergriffen, von denen andere GV-Betriebe sich noch etwas abschauen können? Oder brauchen Sie noch Informationen zum Thema? Wertvolle Tipps gibt Armin Wenge, in unserem Beitrag So können sich Gastro-Betriebe wappnen.

Sarah Hercht/Martina Kalus

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