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Lieferdienste werden kontaktlos

Datum: 18.03.2020Quelle: Dominos Deutschland, Burgerme, Instagramprofile der Restaurants / Ort: München, Köln

Lieferdienste dürfen noch liefern, verzichten aber auf physischen Kontakt. Auch einige Restaurants, die zuvor einen solchen (Liefer-)Dienst nicht angeboten haben, setzen nun darauf, um bereits gekaufte Waren vor dem Verderb und sich selbst vor dem Ruin zu retten.

Lieferando, Domino’s Deutschland und Burgerme setzten bereits auf den kontaktlosen Lieferdienst. Domino’s Deutschland hat den neuen Service zum Beispiel zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern eingeführt. Der Kunde gibt auf www.dominos.de seine Bestellung auf und wählt die Option „Kontaktlose Lieferung“. Im Bemerkungsfeld zur Lieferung kann der Kunde einen sauberen Ablageort, etwa im Treppenhaus, für seine Bestellung angeben. Hat der Fahrer die Lieferadresse erreicht, legt er die Bestellung auf die vom Kunden bestimmte Oberfläche. Wurde kein Ablageort angegeben, legt er sie auf eine geeignete Fläche seiner Wahl. Zum Beispiel auf eine von ihm vorsorglich mitgebrachte leere Plastikbox oder die Transportbox seines Lieferfahrrads. Dann klingelt er an der Tür und entfernt sich mindestens zwei Meter. Wenn der Kunde die Tür öffnet, weist der Fahrer ihn aus sicherer Entfernung auf die Lieferung hin und wartet, bis der Kunde diese entgegengenommen hat.

„Vor dem Hintergrund der COVID-19-Krise fühlen sich viele Kunden wohler, wenn sie den direkten Kontakt mit dem Lieferfahrer vermeiden – auch dann, wenn sie nicht krank sind oder sich in Quarantäne befinden.“

Stoffel Thijs, CEO Domino’s Deutschland

Für reibungslosen Ablauf der Lieferdienste

Lieferdienste dürfen noch liefern, verzichten aber auf physischen Kontakt. Auch einige Restaurants setzen nun darauf, um bereits gekaufte Waren zu retten.
Nach dem Motto „frisch gemacht, schnell und sicher gebracht“ sorgt Burgerme dafür, dass Fahrer und Kunde nicht in direkten Kontakt treten müssen.

Auch Burgerme hat aus aktuellem Anlass hat sein Liefersystem auf kontaktlose Zustellung umgestellt. Nach dem Motto „frisch gemacht, schnell und sicher gebracht“ sorgt der Burgerspezialist dafür, dass Fahrer und Kunde nicht in direkten Kontakt treten müssen. Zudem ist zur Zeit bei Burgerme nur bargeldlose Bezahlung möglich. Zusätzlich werden die Kunden beim Bestellvorgang gebeten, einen Ablageort anzugeben. Wird diese Option nicht genutzt, stellt der Kurier die Tüte vor der Tür ab und nimmt, ähnlich wie der Kurier von Domino’s Deutschland, nach dem Klingeln einen Abstand von zwei Metern ein. Erst wenn der Kunde die Bestellung entgegengenommen hat, tritt der Kurier die Weiterfahrt an. „Mit der kontaktlosen Lieferung wollen wir nicht nur unsere Kunden, sondern natürlich auch unsere Kuriere schützen. Sie leisten alle tolle Arbeit – in der derzeitigen Situation noch mehr als sonst. Um einen reibungslosen Ablauf unseres Lieferservices zu gewährleisten, ist die kontaktlose Lieferung in unseren Augen essentiell“, erklärt Stephan Gschöderer, Geschäftsführer von Burgerme. Als weitere Hygienemaßnahme sind alle Kuriere mit Desinfektionsmitteln ausgestattet.

Restaurants gehen auf Tour

Auch Restaurants, die ihren Fokus bislang nicht auf ein Take-Away-Angebot bzw. einen Lieferservice legten, setzen nun vermehrt darauf. Das Restaurant Kansha in München bietet seinen Gästen derzeit ausschließlich die Option „Take-away“ an. „Aufgrund der aktuellen Situation haben wir beschlossen, täglich nur noch Take-away anzubieten“, so die Aussage eines Instagram-Posts des Restaurants am 17. März 2020. So müssen die Gäste auf Miso-Suppe, hausgemachte Kartoffelkroketten und knackiges Gemüsetempura nicht verzichten.

Und auch andere Gastgeber geben nicht auf und erweitern ihren Service dementsprechend: Die Hanse Stube, eines der Restaurants im Excelsior Hotel Ernst in Köln, setzt auf ein Taxi, das ein ganzes Menü oder auch einzelne Gänge bis vor die Haustür der Gäste bringt. „Hanse Stube on tour“ nennt sich der Service, bei dem aus der eigentlichen Speisekarte des Restaurants gewählt werden kann. Bestellt wird telefonisch, bezahlt per Kreditkarte oder Banküberweisung. Ein Service der zumindest bei den Social Media-Nutzern auf Zuspruch stößt.

Solange es noch möglich ist, werden wohl auch andere Gastronomen nachziehen und ihren Service auf das Abhol- und Liefergeschäft fokussieren.

 

Jeanette Lesch / Gastroinfoportal

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