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Lebensmittelabfälle: Potenziale im AHM

Datum: 15.11.2018Quelle: Inhalt und Foto: UAW | Ort: Kaarst

United Against Waste (UAW) lud am 6. November 2018 gemeinsam mit Ikea Deutschland zur Mitgliederversammlung in Kaarst ein. Rund 70 Partner aus der Food-Branche waren gekommen, um auf ein erfolgreiches Jahr zurückzublicken sowie die strategische Ausrichtung für 2019 zu erarbeiten. Ein besonderes Anliegen des Vorstandsvorsitzenden Klaus Ridderbusch war es, die positive Entwicklung des Vereins hervorzuheben: „Innerhalb der vergangenen sechs Jahre ist die Zahl der Mitglieder von anfänglich zwölf auf mehr als 100 angewachsen. Diesen Erfolg hat damals keiner erwartet.“ Torsten von Borstel, Geschäftsführer UAW, geht sogar noch einen Schritt weiter, indem er sagt, dass sie europaweit die Einzigen sind, die valide Daten aus mehr als 400 Abfallmessungen vorliegen haben.

Durch UAW ist die Vermeidung von Speiseresten in der Food-Branche sowie in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Hierfür hat der Verein mit seinem Abfall-Analyse-Tool sowie mit seinen umfangreichen Messungen innerhalb der Außer-Haus-Verpflegung die Vorrausetzungen geschaffen.

UAW: 50 % Reduce Food Waste

Auf der Agenda der Mitgliederversammlung standen auch Themen wie die Studie „Lebensmittelverschwendung – was tut die Politik“, vorgestellt von Tanja Dräger de Teran vom WWF. Das Fazit: Es fehlt eine nationale Strategie für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Dazu braucht es eine engere Zusammenarbeit aller Akteure.

Nachdem Deutschland sich verpflichtet hat, bis 2030 Lebensmittelabfälle um die Hälfte zu reduzieren, hat UAW Ende 2017 eine Zwischenbilanz gezogen. Demnach haben Betriebe der Außer-Haus-Verpflegung aufgrund der vorhandenen Ressourcen und Datengrundlage das größte Potenzial zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen. „Weil wir vergleichbare Zahlen, eine praktikable Messmethode sowie aktive Mitglieder haben, können wir das 50 % Ziel mit vereinten Kräften umsetzen“, ermutigt Torsten von Borstel. Abschließend forderte er die Mitgliedsunternehmen auf, bei dem von UAW initiierten Aktionsprogramm „50 % Reduce Food Waste“ tatkräftig mitzuwirken und die zahlreichen Angebote des Vereins auch zu nutzen.

Ikea Food: Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit

In Kaarst, wo die Mitgliederversammlung stattfand, betreibt Ikea das weltweit nachhaltigste Einrichtungshaus – ein Leuchtturmprojekt innerhalb der Branche. Seit 2015 hat Ikea eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie verankert. „Wir sind die erste Systemgastronomie in Deutschland, die die komplette Kaffee-, Tee- und Kakao-Range in den Restaurants und Cafés aus biologischer Produktion anbietet“, verrät Tanja Schramm, Country Food Manager Deputy.

Zudem möchte der Möbelgigant bis 2020 seinen Lebensmittelabfall in den Restaurants um 50 % reduzieren. Dafür wurde 2018 gemeinsam mit UAW ein ganzheitliches Food-Waste-Management-System ausgearbeitet. Sechs Wochen lang hat Ikea die Lebensmittelabfälle gemessen. Ohne Maßnahmen ergriffen zu haben, konnten 10 % eingespart werden. Anschließend gab es in allen Ikea-Stores Workshops und Maßnahmen zur Reduzierung wurden entwickelt. Derzeit erfolgt in allen Restaurants eine zweite Messung, um weitere Einsparungen dezidiert dokumentieren zu können.

www.united-against-waste.de

Mareike Knewitz / Gastroinfoportal

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