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Datum: 11.10.2011Quelle: pressetext.redaktion

Hamburg. Der Etikettenschwindel mit Kunstkäse, Klebeschinken oder Garnelen-Imitaten hat die Konsumenten nachhaltig verunsichert. Zwei von drei Deutschen vertrauen den Produktangaben der Lebensmittelhersteller nicht mehr, wie eine Umfrage zum Thema Lebensmittelimitate der Brandmeyer Markenberatung. "Das Vertrauen der Verbraucher ist erheblich geschädigt", so Brandmeyer-Gesellschafter Peter Pirck im Gespräch.

Hoffnungslos überfordert

Mehr als acht von zehn Konsumenten bemühen sich, beim Einkaufen auf Lebensmittelimitate
zu verzichten. Der Einkauf im Supermarkt wird jedoch laut der
Beratungsgesellschaft für die Verbraucher immer schwieriger. Viele Lebensmittel
gleichen nach ihrer Überzeugung einer Black Box: Sie wissen nicht, was wirklich
drin ist. So halten es fast vier von zehn Befragten für unmöglich,
Lebensmittelimitate zu identifizieren. Ein großes Ärgernis, denn 81 Prozent
wollen solche Produkte nicht in ihrem Einkaufswagen haben. "Man kann von
den Verbrauchern nicht erwarten, dass sie alle Zutaten und Inhalte kennen
müssen. Der durchschnittliche Konsument ist hoffnungslos überfordert",
erklärt Pirck. Brandmeyer Markenberatung sieht in dieser Vertrauenskrise der
Lebensmittelkonzerne eine Chance für mittelständische Unternehmen, die
traditionell stärker auf Lieferanten aus der Region zurückgreifen und in der
Herstellung auf natürliche Produkte setzen. Solche Firmen können es sich im
Gegensatz zu großen, weltweit tätigen Lebensmittelherstellern gar nicht
leisten, mit einem minderwertigen Lebensmittel in die Schlagzeilen zu geraten,
denn damit setzen sie ihre Existenz aufs Spiel. "Zudem können mittelständische
Unternehmen den Preiskampf gegen die globale Lebensmittelindustrie nicht
gewinnen, daher müssen sie über die Qualität punkten", betont Pirck.

Konsumenten schauen auf Qualität

Die Bundesbürger vermuten Kunstkäse und Mogelschinken eher bei den großen Unternehmen,
natürliche Produkte dagegen halten mehr als 50 Prozent für eine Domäne des
Mittelstands. Zwar sind qualitativere Produkte oft teurer, aber die Einstellung
der Konsumenten hat sich gewandelt. "Die reine Preisorientierung hat sich
in den vergangenen zwei, drei Jahren abgeschwächt. Ein wesentlicher Teil der
Verbraucher berücksichtigt immer mehr die Qualität des jeweiligen
Produktes", sagt Pirck.

Gastroinfoportal

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