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Landesregierung NRW unterstützt Bio-Lebensmittel

Datum: 14.02.19Quelle: MULNV | Foto: Markus Spiske on Unsplash | Ort: Düsseldorf

Die Landesregierung NRW will den Ökolandbau konsequent weiterentwickeln und die Bio-Lebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung weiter stärken.

Planungssicherheit geben

Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser besucht die Messe Biofach in Nürnberg und sagt der Ökolandwirtschaft ihre Unterstützung zu. „Die Landesregierung ist ein verlässlicher Partner der Ökolandwirtschaft. Wir wollen dem Ökolandbau in Nordrhein-Westfalen Planungssicherheit geben, ihn konsequent weiterentwickeln und dabei die regionale Wertschöpfung stärken“, betonte die Ministerin.

Neues Projekt gestartet

Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein neues Projekt zur Förderung der Vermarktung von Öko-Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) gestartet. Innerhalb verschiedener Module werden Coachings für Küchen sowie Vernetzungsveranstaltungen für die verschiedenen Akteure im AHV-Bereich und Fortbildungen für Fachlehrerinnen und Fachlehrer an Berufskollegs angeboten. „Der Bereich der Außer-Haus-Verpflegung ist ein wichtiger Wachstumsmarkt und bietet Chancen für neue Absatzkanäle von Bio-Lebensmitteln. Mit unserem Projekt wollen wir hier unterstützen“, sagte Ursula Heinen-Esser.

AHM schwächelt bei Bio-Absatz

Der Markt für Lebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung nimmt mit rund 70 Mrd. € Umsatz einen erheblichen Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt ein; der Bio-Umsatz-Anteil an der AHV liegt aber mit etwa 0,5 % deutlich unter dem Bio-Umsatz-Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt. Der Marktanteil von Bio-Lebensmitteln am gesamten Lebensmittelmarkt lag in Deutschland im Jahr 2018 bei mehr als 5 %.

Höhe Förderungen

Für die Weiterentwicklung der Ökolandwirtschaft in Nordrhein-Westfalen stellt die Landesregierung eine Vielzahl an Fördermaßnahmen zur Verfügung. Alleine im Rahmen des NRW-Programms „Ländlicher Raum 2014 bis 2020“ stehen bis zum Jahr 2020 insgesamt 133 Mio. € für die flächenbezogene Förderung in Form einer differenzierten Umstellungs- oder Beibehaltungsprämie für Öko-Betriebe bereit. In Kürze werden die Prämien für das abgelaufene Jahr 2018 in Höhe von voraussichtlich rund 20 Mio. € ausgezahlt. Die Fördersumme für die „Öko-Prämie“ setzt sich aus EU-, Bundes- und Landesmitteln zusammen. Weiterhin fördert die Landesregierung die Beratung, Forschung und das Versuchswesen in der Ökolandwirtschaft sowie z. B. die landesweiten Aktionstage Ökolandbau NRW.

Vertiefter Austausch

Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser setzt auf den intensiven Dialog mit der Landesvereinigung Ökologischer Landbau (LVÖ). In der LVÖ NRW sind die vier nordrhein-westfälischen Öko-Anbauverbände Biokreis, Bioland, Demeter und Naturland organisiert. Im Rahmen der Biofach wird ein vertiefter Austausch zu aktuellen Entwicklungen im Ökolandbau und zum regionalen Absatz nordrhein-westfälischer Öko-Produkte stattfinden.

5,5 % mehr Umsatz

Laut aktuellen Zahlen ist der bundesweite Umsatz mit Bio-Lebensmitteln Ende 2018 auf fast 11 Mrd. € im Jahr angestiegen. Das entspricht einem Umsatzplus von 5,5 % gegenüber dem Jahr 2017. Der weitere Aufwärtstrend am Bio-Markt bietet ein großes Potenzial auch für die Ökolandwirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Nach Schätzungen wurden 2018 gut zwei Mrd. € anteilig in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. „Der Bio-Markt ist eine Zukunftsbranche mit hohen Wachstumsraten. In Nordrhein-Westfalen steigen die Umsätze ebenso wie die Zahl der umstellenden Betriebe und der Handelsunternehmen“, sagte die Ministerin.

Gemeinschaftsstand auf der Biofach

Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium organisiert auf der Biofach in Nürnberg einen Gemeinschaftsstand, an dem sich 44 kleine und mittelständische nordrhein-westfälische Unternehmen der Bio-Branche beteiligen. Von Erzeugerinnen und Erzeugern bis hin zu Verpackungsunternehmen ist die gesamte Wertschöpfungskette der Ernährungswirtschaft vertreten. Auf 1.250 m² Fläche stellen die Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen eine breite Palette an Bioprodukten vor. Das Sortiment reicht von Saatgut über Obst und Gemüse, Molkerei- und Mühlenprodukte, Back- und Süßwaren, Fleisch- und Wurstwaren, Gewürzen und Getränken bis hin Süßwaren, Getränken und Spirituosen. Insgesamt kommen auf der Biofach fast 3.000 Ausstellerinnen und Aussteller in Nürnberg zusammen.

Eva Fürst / Gastroinfoportal

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