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Kurzarbeit Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld erfordert Steuererklärung

Datum: 11.12.2020Quelle: DEHOGA, Bund der Steuerzahler | Bild: colourbox.de | Ort: München, Berlin

Kurzarbeitergeld ist derzeit steuer- und beitragsfrei. Die Beschäftigten erhalten es daher brutto wie netto. Was viele Beschäftigte allerdings nicht wissen: Wer mehr als 410 Euro Kurzarbeitergeld (Kug) im Kalenderjahr bekommen hat, muss zwingend eine Steuererklärung abgeben. Der DEHOGA empfiehlt seinen Mitgliedern, ihre Mitarbeiter mit der Lohnabrechnung für Dezember auf diese Pflicht hinzuweisen.

Mitarbeiter auf Ihre Pflichten hinweisen

Eine weitere Erläuterung für den Fall eventuell auftretender Irritationen der Beschäftigten nach erfolgter Steuererklärung und Einkommenssteuerbescheid: Das Kug ist zwar steuerfrei. Aber es ist Einkommen und wird deshalb bei der Ermittlung des Steuersatzes berücksichtigt. Der sogenannte Progressionsvorbehalt besagt, dass wer ein höheres Einkommen hat, einen höheren Steuersatz zahlt als derjenige, der ein niedrigeres Einkommen hat. Durch diese Systematik im deutschen Steuerrecht kann es insbesondere bei Beschäftigten, die eine Aufstockung aufs Kurzarbeitergeld erhalten haben oder einen Zuverdienst hatten, dazu kommen, dass auf das sonstige Einkommen (außer dem Kurzarbeitergeld) der Steuersatz steigt und deshalb Steuernachzahlungen fällig werden.

Doch wie der Bund der Steuerzahler aktuell auch noch einmal erläutert, muss nicht jeder, der von Kurzarbeit betroffen war oder ist, Steuern nachzahlen. Zum Teil werden sogar Erstattungen erfolgen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Beschäftigte einige Monate zu 100 Prozent in Kurzarbeit waren und während der übrigen Zeit regulär gearbeitet haben. Einige konkrete Beispiele mit verschiedenen Fallkonstellationen hat der Bund der Steuerzahler zudem auf seiner Website veröffentlicht.

Florian Harbeck / Gastroinfoportal

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