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Kriminalämter warnen vor Falschgeld

Datum: 11.12.2019Quelle: Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Bayern | Ort: München

Manchmal trügt der Schein: Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit fällt es Betrügern leicht, Falschgeld in Umlauf zu bringen. Bei den oft langen Schlangen an den Kassen und dem hektischen Betrieb in den Läden, fehlt oft die Zeit, alle Geldscheine genauer zu prüfen. Aktuell warnen unter anderem die Landeskriminalämter Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Bayern vor Falschgeld-Noten, die sich vermehrt im Umlauf befinden

Falschgeld
Oben: 20-Euro-Schein Vorderseite
Unten: 20-Euro-Schein Rückseite
(Quelle: presseportal.de/blaulicht)

Aktuellen Erkenntnissen der Polizei zu Folge sind die Falschgeldzahlen für das Jahr 2019 weiterhin rückläufig. Sie werden die Vorjahreszahlen voraussichtlich deutlich unterschreiten. Die am häufigsten gefälschten Banknoten sind nach wie vor 50,- und 20-Euro-Scheine. Im Gegensatz zum Vorjahr überwiegen nun allerdings Fälschungen der neuen Europa-Serie. Der weitere Rückgang dürfte auf die Aushebung diverser illegaler Marktplätze im Dark-Net zurückzuführen sein, da mittlerweile der Großteil der Fälschungen über das Internet vertrieben werden.

Movie Money auf dem Vormarsch

Einen deutlichen Aufwärtstrend hingegen verzeichnet sogenanntes „Movie Money“, das normalerweise für Theater und Film verwendet wird. Die Scheine sind dabei – wenn auch nur bei genauem Blick – eindeutig als Filmgeld gekennzeichnet! So steht auf der Vorderseite der Scheine unter der Europafahne „Movie Money“, womit auch der ursprüngliche Zweck der falschen Scheine klar ist. Die Weiterverwendung im realen Leben ist natürlich nicht erlaubt, was auch auf den Scheinen festgehalten ist: „This is not legal. It is to be used for motion props“ (übersetzt: Dies ist nicht legal, es darf nur als Requisite verwendet werden). Die vermeintlich „schlechten“ Fälschungen – die falschen Noten imitieren keinerlei Sicherheitsmerkmale – werden daher oft an stark frequentierten, schlecht kontrollierbaren Örtlichkeiten in den Zahlungsverkehr gebracht wie z.B. Festivals, Veranstaltungen, Discos etc.

So erkennen Sie Falschgeld!

Wer Falschgeld in seiner Kasse findet, sollte ein paar Tipps beachten – denn die Weitergabe ist strafbar! Zumindest wenn sie wissentlich erfolgt. Und Ersatz für die falsche Banknote gibt es nicht.

  • Schauen Sie sich die Banknoten genau an! Konzentrieren Sie sich bewusst auf bestimmte Sicherheitsmerkmale, die Sie sich vorher eingeprägt haben. Die Deutsche Bundesbank hat diese übersichtlich zusammengefasst.
  • Nicht unter (Zeit-)Druck setzen lassen!
  • Da Fälscher sich bei der Nachahmung meistens auf ein oder wenige Sicherheitsmerkmal(e) konzentrieren, ist es sinnvoll, immer mehrere Merkmale nach dem Motto „Fühlen – Sehen – Kippen“ zu überprüfen. Wie genau, das zeigt ein kurzer Film des Landeskriminalamtes.
  • Bestehen Zweifel, können die Noten bei der Hausbank oder in einer der Filialen der Deutschen Bundesbank (nur Euro) überprüft werden.
  • Handelt es sich tatsächlich um Falschgeld, sollte schnellstmöglich die Polizei informiert werden.

Weitere Informationen zum Schutz gegen Falschgeld finden Sie im Infoblatt des Programms Polizeiliche Kriminalprävention: „Wenn Kunden mit Falschgeld zahlen“

Florian Harbeck / Gastroinfoportal

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