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Kompetenzen fördern

Datum: 09.06.2017Quelle: Inhalt: Kobaltblau Management Consultants, Foto: Colourbox.de Ort: München
Die fortschreitende Digitalisierung stößt bei vielen Unternehmen auf Skepsis: Vier von zehn Unternehmen in Deutschland haben negative Erfahrungen gemacht. Jedes sechste Digitalisierungsprojekt ist sogar komplett gescheitert, wie eine Unternehmensbefragung von Kobaltblau Management Consultants ergab.

Die Einführung und die Umsetzung der Digitalisierung in verschiedenen Abteilungen läuft oft nicht in allen Bereichen wie erwartet. 40 % der befragten Unternehmen haben bereits negative Erfahrungen mit Digitalisierungsprojekten gemacht. Die größten Probleme treten demnach bei der konkreten Umsetzung auf. Diese ist bei 53 % der Entscheider aus der ersten und zweiten Führungsebene nicht nach ihren Vorstellungen erfolgt. Fast die Hälfte (49 %) bemängelt, dass sich der erwartete Nutzen nicht eingestellt hat. Für 36 % waren die Kosten des Digitalisierungsprojektes zu hoch.
 
Der Grund für die negativen Resultate – zumindest wenn es nach 69 % der Führungskräfte geht: Kompetenzdefizite der Mitarbeiter. „Es fehlen Schulungen oder adäquate Informationen für die Mitarbeiter, sodass neben den fachlichen Defiziten auch eventuell vorhandene Ängste abgebaut werden können“, kommentiert Kobaltblau-Geschäftsführer Hans-Werner Feick. „Werden die Mitarbeiter im Digitalisierungsprozess mitgenommen und wissen, in welche Richtung es geht, können im Umkehrschluss auch die Vorstellungen der Führungsebenen besser erfüllt werden.“
 
Kommunikation & Koordination
Ein ebenfalls wichtiger Punkt sind die IT-Abteilungen der Unternehmen, die oft an ihren Belastungslimits arbeiten. Für 64 % ist das die zweitgrößte Herausforderung bei Digitalisierungsprojekten. Außerdem gibt es durch die hohe Anzahl von Projekten bei 51 % Koordinationsprobleme. Auch die Kommunikation müsse verbessert werden, finden 45 %.
 
„Damit ein Digitalisierungsprojekt gewinnbringend in Unternehmen eingeführt werden kann, sollten sie Veränderungen gegenüber aufgeschlossen sein”, ergänzt Hans-Werner Feick. „In der Regel sind es die Mitarbeiter oder neue Kollegen, die mit einem kritischen Blick bestehende Prozesse hinterfragen. Außerdem sollte es auf der Management-Seite einen Chief Information Officer mit Kernkompetenzen in den Bereichen Business Process Management, Business Process Consulting sowie Produkt-Know-how geben – dann stehen die Chancen gut, dass das Digitalisierungsprojekt erfolgreich wird.“
 
Hintergrund
Für die Studie „Unternehmensbefragung: Folgen der Digitalisierung“ wurden im Herbst 2016 insgesamt 200 Entscheider der ersten und zweiten Führungsebene – also Geschäftsführer, Vorstand, Abteilungs- und Bereichsleiter – aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern über alle Branchen (ausgenommen: Öffentlicher Dienst) telefonisch befragt.
 

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