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Gerade in Zeiten von COVID-19 ist hygienisch saubere Berufsbekleidung ein Muss. Matthias Zoch von Mewa verdeutlicht im Gespräch die Dringlichkeit.

Mikrobiologisch unbedenklich angezogen

Datum: 02.04.2020Quelle: Mewa Textil-Management, CWS; Bilder: Mewa | Ort: Wiesbaden

Systemrelevante Berufe – dazu gehören nicht nur Mitarbeiter von Apotheken, Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, sondern auch Lebensmittelproduzenten und -händler. Sie alle benötigen besonders in Zeiten von COVID-19 Berufsbekleidung und Putztücher, die einwandfrei sauber und hygienisch rein sind. Gerade jetzt ist es wichtig, auf professionelle Textil-Dienstleister zu setzen. Warum Sie sich auf die Hygiene-zertifizierten Waschverfahren verlassen können, erläutert Matthias Zoch, Leiter der Umwelt- und Verfahrenstechnik bei Mewa:

Matthias Zoch ist Leiter der Umwelt- und Verfahrenstechnik bei Mewa.
Matthias Zoch ist Leiter der Umwelt- und Verfahrenstechnik bei Mewa.

Herr Zoch, können Viren die Waschprozesse bei Mewa überstehen?

Nein, unsere Verfahren sind hygienisch validiert und sicher. Das ist die Wäsche in der Haushaltswaschmaschine nicht immer. Deshalb sind gerade Betriebe, die in hochsensiblen Bereichen wie Lebensmittel und Pflege tätig sind, auf der sichereren Seite, wenn sie ihre Mitarbeiterkleidung von Profis waschen lassen. Unser Hygienemanagement gewährleistet die mikrobiologische Unbedenklichkeit der bei uns gewaschenen und ausgelieferten Textilien. Viren überstehen diese professionelle Industriewäsche nicht.

Gilt das auch für Corona?

Alle unsere Waschprozesse für Berufskleidung verlaufen bei Temperaturen zwischen 60 und 75°C. Diese Temperaturen zusammen mit den von uns eingesetzten Desinfektionsmitteln inaktivieren Coronaviren vollständig. Die viruzide Wirksamkeit der Mittel ist bestätigt. Alle unsere Betriebe, in denen Berufsbekleidung gewaschen wird, tragen das wfk-Siegel für Textilhygiene.

Bei Putztüchern sind die Waschtemperaturen noch um einiges höher. Sie werden bei Temperaturen von 90°C für mindestens 15 Minuten gewaschen. Das Robert-Koch-Institut definiert eine thermische Desinfektion mit einer Temperatur von 90°C bei einer Haltezeit von 10 Minuten. Unsere Waschverfahren liegen deutlich darüber und sind somit desinfizierend. Alle Keime werden vollständig inaktiviert.

Kann man sich über Textilien mit COVID-19 anstecken?

Es ist keine Infektion bekannt, die über Textilien verursacht wurde. Alle bekannten Infektionen geschahen im direkten Kontakt, denn die Ansteckungswege des Coronavirus sind nach bisherigem Kenntnisstand vergleichbar mit dem Grippevirus: Es handelt sich um Tröpfchen- oder Schmierinfektionen. Das ist der Grund, warum wir derzeit mindestens eineinhalb Meter Abstand voneinander halten sollen. In aller Regel befindet man sich dann außerhalb des Flugbereichs von Tröpfchen durch Niesen, Husten und Sprechen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Optisch sauber? Nicht immer hygienisch!

Laut einer GfK Studie zum Thema „Hygienisches Waschen“ trennt die Hälfte der Arbeitnehmer, die ihre Arbeitswäsche zuhause wäscht, diese immer von der privaten Kleidung. Dabei hat nur einer von vier Beschäftigten Bedenken, dass die Arbeitskleidung die persönliche Kleidung verunreinigen könnte oder umgekehrt. Dennoch denken 91 Prozent der Befragten, ihre Berufskleidung sei nach der Wäsche hygienisch sauber. „Die nicht mehr klare Trennung von Arbeitsplatz und Privatleben spiegelt sich auch im Umgang mit der Berufskleidung wider. Denn nicht wenige Arbeitnehmer sieht man bei der Hin- und Rückfahrt zum und vom Arbeitsplatz in ihrer Berufskleidung“, erklärt Dr. Ole Rigbers, Regional Manager QESH (Quality, Environment, Safety, Health) DACH bei CWS. „Dabei bedeutet optisch sauber, also frei von Flecken, nicht immer gleich hygienisch. Die indirekte Übertragung von Keimen und Verunreinigungen von einer Kleidung auf die andere kann damit nicht ausgeschlossen werden“, gibt er zu bedenken.

„Wir geben unseren Kunden mit unserer Dienstleistung mehr Kontrolle über das Erscheinungsbild, aber auch über die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter und Kunden.“

Für viele Berufsgruppen, etwa in Industrie oder Handwerk, spielt die Hygiene bei der Berufskleidung in der Regel eine untergeordnete Rolle. Mit der Beauftragung eines Serviceanbieters für Berufskleidung können Unternehmen ihre Mitarbeiter jedoch fortlaufend entlasten und beide haben die Gewissheit, dass sie professionell und hygienisch gepflegte Kleidung tragen. „Wir geben unseren Kunden mit unserer Dienstleistung mehr Kontrolle über das Erscheinungsbild, aber auch über die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter und Kunden“, erklärt Dr. Ole Rigbers.

Für Mitarbeiter in Risikobranchen wie der Lebensmittelindustrie oder im Pflege- und Gesundheitswesen können die hohen Anforderungen von HACCP oder dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) sowieso nur mit einem professionellen Waschbetrieb mit entsprechender Ausstattung, den nötigen Zertifizierungen und gut geschultem Personal eingehalten werden.

CWS bereitet die Arbeitskleidung in eigenen Wäschereien ressourcenschonend auf. Die Textilien werden ohne belastende Waschzusätze gewaschen. Jedes Textil ist mit einem Barcode oder Chip versehen, anhand dessen es seinem Träger zugeordnet werden kann. Der Servicefahrer liefert die Kleidung regelmäßig an, auf Wunsch sogar bis ins Schrankfach. So erhält jeder Mitarbeiter immer die eigenen Kleidungsstücke nach dem Waschen zurück.

Fesche Wäsche

Mehr zum Thema Berufsbekleidung finden Sie auch in unserem Gastro-Fachmagazin 24 Stunden Gastlichkeit: Denn sobald Restaurants, Cafés & Co. wieder öffnen dürfen, tragen auch die Looks von Mitarbeitern maßgeblich zur Außenwahrnehmung bei. Aktuell wendet sich der Markt dabei immer weiter von Altbewährtem ab und geht neue, individualisierte Wege. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag „Fesche Wäsche“.

Jeanette Lesch / Gastroinfoportal

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