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VCH-Hotels

Herberget gern bei den VCH-Hotels

Datum: 27.07.2018Quelle: Inhalt & Foto: Berliner Missionswerk, VCH-Hotels | Ort: Düsseldorf/Berlin

Die Hotelkooperation der VCH-Hotels ist die Nachfolgerin des Verbandes Christlicher Hospize bzw. Hotels. Axel Möller, Geschäftsführer der VCH-Hotelkooperation, erklärt: „Bei den VCH-Hotels geht es nicht darum, dass in unseren Häusern ein Kreuz hängt oder dass man bei uns Gottesdienste besuchen muss. Das ist natürlich Unsinn. Es geht uns um etwas ganz anderes, nämlich um Achtung und Respekt. Uns ist das Miteinander wichtig, wie wir miteinander umgehen, wie wir andere wertschätzen, unabhängig von Religionen, Ansichten und Hautfarben.“

Die VCH-Hotels haben das Leitmotiv der Gründungsväter „Herberget gern“ zeitgemäß interpretiert und ins 21. Jahrhundert adaptiert. Für die VCH-Hoteliers bedeutet das heute Gastgeber sein aus Leidenschaft. Man möchte dem Gast, aber auch dem Mitarbeiter Geborgenheit vermitteln, Menschen unterwegs ein Zuhause bieten mit einer Vielfalt an Häusern deren Inhaber und Mitarbeiter nach einer christlichen, fairen und nachhaltigen Werteorientierung leben und handeln.

Dass diese Werte gelebt werden, verdeutlichen die Projekte, die die VCH-Hotels umsetzen. Das ist z. B. das Pilotprojekt zum Thema Fachkräftemangel, das im VCH-Hotel Haus Hainstein gestartet wurde. Aber auch der Studentenaustausch mit dem Talitha Kumi Community College und dem VCH-Hotel Dietrich Bonhoeffer-Haus in Berlin bringen soziales Engagement, Toleranz und freundschaftliches Miteinander sowie Neugierde auf einander in den Alltag.

Gegen den Fachkräftemangel

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Axel Möller, Geschäftsführer der VCH-Hotels

Jeder Hotelier hat das Problem, Mitarbeiter zu finden. Das VCH-Hotel Haus Hainstein in Eisenach hat sich an einem viel versprechenden Pilotprojekt der Weltbank und der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) beteiligt. Sie zeigen Wege der legalen Arbeitsmigration auf, so dass beide Seiten profitieren. Das Hotel bekommt gut vorbereitete, hochmotivierte junge Menschen, die in den Beruf starten.

Diese bekommen wiederum die Möglichkeit, eine qualifizierte Ausbildung auf hohem Niveau zu absolvieren. Mit dieser können sie sowohl in Deutschland als auch in ihrer Heimat eine Karriere starten.

Auch für Maximilian von Auenmüller, Geschäftsführer im VCH-Hotel Haus Hainstein, ist die Nachwuchsgewinnung im Hotel- und Gaststättengewerbe schwierig. So war für ihn das Pilotprojekt „Deutsch-marokkanische Partnerschaft für Ausbildung und Fachkräftegewinnung“, das der Dehoga 2017 vorstellte, ein innovativer Ansatz. Nun sind seit letztem Jahr vier Azubis aus Marokko, zwei aus Vietnam im VCH-Hotel Hainstein. Sie werden in der Küche bzw. im Service ausgebildet. Das Interesse an den neuen Mitarbeitern geht bei von Auenmüller über die drei Ausbildungsjahre hinaus. „Wichtig ist uns, dass sie sich mit dem Haus identifizieren und wir sie langfristig hier halten können.“

Werteorientierung bei den VCH-Hotels kennenlernen

Sechs College-Schüler Talitha Kumis haben gerade ein zweiwöchiges Praktikum in Berlin erfolgreich abgeschlossen und sich mit einem Abschiedsessen bedankt. Das evangelische Schulzentrum Talitha Kumi in Beit Jala bei Bethlehem bietet palästinensischen Mädchen und Jungen in einem konfliktgeladenen Umfeld einen sicheren Ort, an dem sie sich zu selbstbewussten Persönlichkeiten entwickeln können. Mit der Integration einer beruflichen Schule gehört Talitha Kumi zu den Piloteinrichtungen in Palästina. In der Hotelfachschule für Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe können Abiturienten ein zweijähriges Collegestudium mit staatlicher Prüfung absolvieren.

„Es ist mittlerweile zu einer schönen Tradition geworden, dass jedes Jahr im Sommer einige Berufsschüler des Talitha Kumi Community College in Palästina ein zweiwöchiges Praktikum beim VCH-Hotel Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Berlin Mitte und bei der evangelischen Bildungsstätte auf Schwanenwerder am Wannsee, absolvieren“, so Axel Möller.

Die palästinensischen College-Schüler besuchen für zwei Wochen Berlin, um  das Arbeiten in der deutschen Hotellerie zu trainieren.  Höhepunkt des Austausches war ein deutsch-arabisches Büffet und Barbecue auf der Havelinsel Schwanenwerder.

Das Austauschprogramm bietet den Schülern Chancen, Einblicke und neue Erkenntnisse. Wie lebendig und fruchtbar diese Partnerschaft ist, zeigt sich darin, dass zwei Berufsschüler des Talitha Kumi Community Colleges ein  Auslandsjahr in den Einrichtungen in Berlin verbringen.

Julia Schreiter / Gastroinfoportal

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