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Das Resort Mark Brandenburg will seinen Gästen Gewissheit bezüglich der Hygienemaßnahmen verschaffen. Die Lösung: ein hauseigenes Hygienesiegel.

Hauseigenes Hygienesiegel

Datum: 12.06.2020Quelle: Seetor Invest Betriebsgesellschaft Neuruppin Hotel; Bilder: Resort Mark Brandenburg | Ort: Berlin, Hamburg

Um den Hotelgästen Gewissheit bezüglich der Hygienemaßnahmen und somit einen unbeschwerten Urlaub zu garantieren, hat sich das Resort Mark Brandenburg etwas Besonderes überlegt. Damit die Gäste sichergehen können, dass vor ihnen außer der Hausdame keiner das Zimmer betreten hat und sämtliche Oberflächen desinfiziert wurden, wird außen an jede Zimmertür ein hauseigenes Hygienesiegel geklebt. Dieses Siegel wird bei der Ankunft auf dem Zimmer von dem jeweiligen Gast mit seiner Zimmerkarte durchtrennt.

Damit die Gäste sichergehen können, dass vor ihnen außer der Hausdame keiner das Zimmer betreten hat und sämtliche Oberflächen desinfiziert wurden, wird außen an jede Zimmertür ein hauseigenes Hygienesiegel geklebt.

Das Vier-Sterne-Superior-Hotel Resort Mark Brandenburg mit seiner Lage direkt am Ruppiner See ist mit 130 Zimmern und Suiten sowie mehr als 5.000 Quadratmetern Thermen- und Wellnesslandschaft nach eigenen Angaben der richtige Ort für unbeschwerte Entspannung. Der Panoramablick über den Ruppiner See, die Fahrt auf das Zimmer im gläsernen Fahrstuhl, die Kaffeepause auf dem eigenen Balkon – so begeistert das Hotel seine Gäste von der ersten Urlaubsminute an. Zumindest normalerweise. Denn bis mindestens zum Ende des Jahres werden veränderte Bedingungen in der Hotellerie erwartet.

Hauseigenes Hygienesiegel für den „Tatort Zimmer“

Hotel-Direktorin Martina Jeschke erklärt im Gespräch, warum ein hauseigenes Hygienesiegel sinnvoll ist, wie der Restart im Resort Mark Brandenburg verlief und welche Erwartungen sie an das zweite Halbjahr hat.

Frau Jeschke, wie entstand die Idee zum hauseigenen Hygienesiegel? Welche weiteren Maßnahmen haben Sie zum Schutz von Mitarbeiter und Gästen getroffen?

Das war ganz einfach. Ich habe mich gefragt, was Gäste – besonders Frauen – denken mögen, wenn sie nun in Zeiten von Corona ein Haus wie unseres besuchen. Irgendwie kam mir sofort der Gedanke „Tatort Zimmer“. Da lag das hauseigene Hygienesiegel recht nah. Mich würde beruhigen, zu wissen, dass jemand, der den Mut hat, sein Konterfei und seinen Namen auf dieses zu setzen, sich um meine Sicherheit und Gesundheit kümmert. Alle weiteren Vorkehrungen gestalten wir zum einen nach Lehrbuch und zum anderen mit unserem Humor, z. B. in Form von witzigen Bodensprüchen anstatt von rot-weißen Abstandsbändchen. Das lässt das Warten kurzweilig werden.

Wie verlief bei Ihnen der Restart? Viele Hoteliers klagen ja über ein verhaltenes Anlaufen, geringe Buchungszahlen, etc.

Da klage ich gerne mit. Auf der einen Seite ist es schon verständlich, wenn unsere Gäste Befindlichkeiten haben, der eine oder andere vielleicht auch längere Zeit in Kurzarbeit war und irgendwie doch die unmittelbare Zukunft für uns alle noch in der Schwebe liegt. Auf der anderen Seite habe ich erwartet, dass alle reisehungrig sind, sich verwöhnen lassen wollen und darauf vertrauen, dass unsere Branche sehr verantwortungsbewusst mit den Themen Sicherheit, Wohlbefinden und Vorsorge umgeht.
Leider ist auch bei uns die aktuelle Buchungssituation nicht befriedigend. Wir werden die weniger ausgelastete Zeit nutzen, um ordentlich die Trommel für uns zu schlagen und das können wir nur aus einem geöffneten Haus heraus.

Bis zum Ende des Jahres wird es auch im Gastgewerbe sicherlich noch Einschränkungen geben: Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das zweite Halbjahr? Wie blicken Sie in die Zukunft?

Wir betreiben vorwiegend Hotellerie und ein Thermengeschäft; unsere Restaurants hängen also unmittelbar an der Belegung des Resorts. Ich hoffe, dass die schwache Buchungslage sich in etwa fünf Wochen aufheben wird und wir – vorausgesetzt alle halten sich an die Vorgaben und bleiben weiterhin sorgsam – dann ab spätestens August noch ein gutes Jahr hinbekommen.
Im Allgemeinen sehe ich die Zukunft positiv, verändert durch die Umstände. Und glauben Sie mir, Federn gelassen haben wir jede Menge, aber das kann stimulierend wirken. Man lernt neu, Dinge zu hinterfragen; ich sehe Chancen, das Produkt noch besser zu machen und das, was wirklich zählt: die Herzlichkeit unserer Branche, die Bereitschaft, da zu sein, wenn andere frei haben und deren Leben – wenn auch nur für ein paar Stunden – schöner zu gestalten: Das kann uns keiner nehmen.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Jeanette Lesch / Gastroinfoportal

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