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Kellener Fachkräfte

Gastgewerbe? Nein Danke!

Datum: 10.12.2019Quelle: Gronda; Foto: Kate Townsend on Unsplash Ort: Wattens (A)

Der Fachkräftemangel in der Hotellerie und Gastronomie ist eine der größten Herausforderungen für die Branche. Um einen tiefen Einblick in die Probleme und Chancen der F&B Branche zu geben, hat die Plattform Gronda nun Arbeitnehmer in einer groß angelegten Online-Studie befragt. Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: So sind die Mitarbeiter zwar durchschnittlich recht zufrieden mit ihrer Arbeit, allerdings würde mehr als die Hälfte der Befragten die Branche nicht weiterempfehlen.

Rund 1.600 Fachkräfte der Gastronomie in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz befragte Gronda in Kooperation mit dem Adlon Kempinski Berlin im Oktober 2019 zu deren Zufriedenheit, zu Wünschen und ließ sie eine generelle Einschätzung abgeben.

Respekt, Wertschätzung und Teamgefühl als Kernelemente

Die Branche schneidet mit einem Mittelwert von 3,9 Punkten auf einer Skala von 1 (nicht attraktiv) bis 6 (attraktiv) ab. Mehr als die Hälfte der Befragten
(60%) würden die Branche als Arbeitsumfeld nicht weiterempfehlen. Gründe hierfür könnten in der fehlenden Mitarbeitermotivation liegen. Denn nur etwa 12,4 Prozent der Befragten empfinden die Gastronomie und Hotellerie als mitarbeiterorientiert. Dabei legen die Mitarbeiter großen Wert auf eine
gute Arbeitsatmosphäre und Respekt sowie Wertschätzung. Dies ist ihnen sogar wichtiger als das Gehalt oder Aufstiegschancen. Gleichzeitig sind sie mit der Ist-Situation in Bezug auf diese Faktoren wenig zufrieden.

“Der F&B Bereich hat ein klares Imageproblem!”

Zufriedene Mitarbeiter sind der Schlüssel zu qualifizierten Nachwuchskräften

„Derzeit können wir das Fachkräfteproblem lösen, wenn wir uns europaweit vernetzen und auf Fachkräfte aus strukturschwächeren Gegenden setzen, sowie in der Nebensaison bei Arbeitgebern in anderen Regionen arbeiten. Wenn der Nachwuchs aber nicht für die Branche animiert wird, lässt sich das Problem der fehlenden Mitarbeiter langfristig nicht mehr aufhalten“, so Valentin Schütz, CEO und Co-Founder von Gronda. „Denn: Der F&B Bereich hat ein klares Imageproblem! Junge Menschen werden sich künftig nur für die Branche entscheiden, wenn diese nach außen hin attraktiv wird. Und das funktioniert nur über zufriedene Mitarbeiter, die sich als wertvoller Teil der Betriebe fühlen“, betont Valentin Schütz.

Hier finden Sie die kompletten Ergebnisse der Studie!

Hierfür muss ein Umdenken in der Mitarbeiterführung stattfinden. Die Fachkräfte müsse sich als wertvoller Teil eines Unternehmens fühlen, in dem gern gearbeitet wird. Nur so werden Mitarbeiter zu Botschaftern für die Branche“, betont Valentin Schütz. Die Studie „Was Arbeitnehmer in der Gastronomie & Hotellerie wirklich wollen“ wurde von Gronda in Kooperation mit dem Adlon Kempinski als onlinebasierte Befragung von Fachkräften aus dem deutschsprachigen Raum vom 02.10. bis zum 13. Oktober 2019 durchgeführt. Von den 1.596 Fachkräften waren zum Zeitpunkt der Befragung 45 Prozent im Servicebereich tätig, 35 Prozent in der Küche sowie 20 Prozent im Management oder der
Verwaltung.

Florian Harbeck / Gastroinfoportal

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