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Datum: 08.01.2002Quelle: Ort: Bonn

Die Preise für Pflanzenöle sind seit Jahresbeginn 2001 im Durchschnitt um 35% gestiegen. Dies betrifft vor allem Sonnenblumenöl und Rapsöl. Bei Rapsöl macht sich bemerkbar, dass dieser Rohstoff mit staatlicher Förderung verstärkt als Dieseltreibstoff verwendet wird, was aufgrund der Verknappung dieses hochwertigen Lebensmittels und zu erheblichen Preissteigerungen führt. Auf Sojaöl müssen die Hersteller zum Teil verzichten, weil aufgrund der Diskussion um die Kennzeichnung der Gentechnik der Einsatz von Sojaöl mit Problemen bei der Lebensmittelkennzeichnung verbunden sein kann. Für kühlpflichtige Produkte ist ohnehin Rapsöl besser geeignet, da es bei niedrigen Temperaturen, wie sie für kühlpflichtige Lebensmittel vorgeschrieben sind, bessere Eigenschaften hat.

Die Preise für Kartoffeln (+ 10 %), Hartweizen (+ 13 %), Tomatenmark (+ 5 %) sind ebenfalls stark gestiegen, was sich auf die Preisstellung für Salate und Tomatenketchups auswirken wird. Heringe sind seit August 2001 noch einmal in erheblichem Umfang teurer geworden. Dies hat zum einen damit zu tun, dass die Fangquoten von der EG-Kommission herabgesetzt worden sind, zum anderen ist in den Monaten Oktober bis Februar saisonal eine verstärkte Nachfrage nach Heringen zu beobachten. Schließlich ist auch festzustellen, dass aus Osteuropa verstärkte Nachfrage nach Heringen besteht.

Weitere Kostenfaktoren, die sich in der Kalkulation der Hersteller deutlich bemerkbar machen, sind die Energiepreise. Die Kosten für Erdgas haben sich in den vergangenen 12 Monaten praktisch verdoppelt. Während die Öffnung des Strommarktes zunächst zu einem verstärkten Wettbewerb mit niedrigeren Preisen geführt hat, ist jetzt eine Konzentration innerhalb der Stromwirtschaft zu beobachten mit dem Ergebnis, dass die Stromunternehmen höhere Preise bei ihren Abnehmern leichter durchsetzen können. In der Versicherungswirtschaft sind die Folgen des 11. September 2001 deutlich zu spüren. Die Versicherungen haben ihre Prämien seitdem 11. September deutlich angehoben. Schließlich rechnen die Feinkosthersteller auch damit, dass die Frachtkosten in der Zukunft weiter steigen werden. Die Erhöhung der Ökosteuer im Jahr 2002 sowie die geplante Einführung von Mautgebühren für LKW werden zu einer Erhöhung der Frachtraten führen.

Die Feinkosthersteller betonen, dass diese Marktentwicklung nicht auf die Euro-Umstellung zurückzuführen ist, sondern dass der Markt auf Einflüsse und Veränderungen reagiert und die Hersteller dem folgen müssen.

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