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Datum: 13.04.2000Quelle:

Hannover, GV-net. Versprochen war es für den Frühsommer, mit Verspätung wurde es nun ca. 500 Tage vor der offiziellen Eröffnung in Hannover vorgestellt:
Das Gastronomiekonzept der EXPO 2000.

Gemeinsam mit dem Präsidenten der DEHOGA, Dr. Kaub, präsentierten der Geschäftsführer der EXPO2000 Hannover GmbH Reinhard Volk und der Projektleiter Gastronomie Jörg Schwartz das Verpflegungskonzept für die Gäste, Aussteller und Journalisten auf der Weltausstellung 2000 in Hannover. 260.000 Besucher wollen täglich beköstigt werden und das soll zu für Familien erschwinglichen Preisen erfolgen.

Dr. Erich Kaub, Präsident der DEHOGA, machte dabei die Bedeutung der EXPO für die deutsche Gastronomie deutlich: “Unsere Branche erhält mit der EXPO 2000 die einmalige Chance, sich als Gastgeber und Dienstleister für die Welt zu empfehlen.”

Vorgesehen sind 183 gastronomische Betriebe auf einer Fläche von rund 70.000 Quadratmetern, dabei sollen durch den Verkauf von Konzessionen über 100 Millionen Mark eingenommen werden.
Rund 340 Tonnen Lebensmittel, 500 Tonnen Getränke und sonstige Genußmittel müssen täglich auf das Gelände transportiert werden.
Allein die Kantine für die Mitarbeiter und akkreditierten Mitarbeiter der Nationen und Organisationen muß 15.000 bis 20.000 pro Tag/Nach bereitstellen.
Und nicht zuletzt bietet EXPO 2000 der deutschen Gastronomie die einmalige Chane, sowohl Restaurantformen der Zukunft zu entwickeln, als auch dar zu sorgen, daß Deutschland sich als Gastgeber und Dienstleister für die Welt empfehlen und sich gastronomisch vielfältig präsentieren kann.

Insgesamt werden in der Gastronomie während der Dauer der Weltausstellung 5.000 bis 6.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Gastronomie der Zukunft

Die Restaurants, Bars oder Imbißstände werden mehr als nur Versorgungsinseln sein, nach Aussage der Veranstalter gehören sie zur Gesamtinszenierung der EXPO 2000. Geplant sind 183 Restaurants, Bars, Bistros oder Imbißstände mit einer Gesamtfläche von max. 70.000 Quadratmetern. Von der EXPO`98 in Lissabon habe man gelernt, daß es äußerst wichtig ist, die Wartezeit mit Speisen und Getränken zu “versüßen”, Versorgung auf “Armlänge” soll dabei die Maxime der Organisatoren sein. Von den 70.000 Quadratmetern Gesamtfläche gehören 30.000 zu der bestehenden Gastronomie der Deutschen Messe AG, die bereits über Infrastrukturen verfügt. Die weiteren 40.000 werden als Multi-System-Komplexe für die Dauer der EXPO 2000 errichtet. Hier kann der Konzessionär seine Einbauten nach eigenen Vorstellungen selbst vornehmen.
Weitere Gastronomieflächen gibt es in den 185 Nationenpavillions, die hier landestypische Spezialitäten und Produkte anbieten werden.

Essen und Trinken aus Deutschland

In bevorzugter Lage – direkt am Expo-See – steht während der Weltausstellung das erste “16 Sterne-Restaurant” der Welt. Abwechselnd werden Sterneköche aus allen 16 Bundesländern ihre Regionalen Köstlichkeiten servieren. Betreut und unterstützt wird das Projekt von der CMA. Das andere First-Class-Restaurant wird sich im Turm des TCM befinden. Ebenfalls große Gastronomieflächen wird es in den sechs Hallen des Themenparkes geben. Hier haben die deutschen Caterer, die Möglichkeit eine themenspezifische und zukunftsorientierte Gastronomie zu entwickeln. So wird es in Halle 9 ein “Cafe des 21.Jahrhunderts” geben und Halle 6 soll es einen “Food-Court of the world” und ein “Café Hotel Paradiso” geben. Eine EXPO-Disko wird auf dem Gelände die Nacht zum Tag machen und als Topattraktion im hannoverschen Nachtleben die EXPO überdauern.

Logistik und Arbeitsplätze

Geschätzte 340 Tonnen Food pro Tag sind zu transportieren. Leistungsstarke Großhändler sollen dies bewerkstelligen. Ein spezieller EXPO-Ordersatz soll dazu entwickelt werden. Außnahmen, so Schwartz, sind Bier, Softdrinks und Eiscreme, die von den Produktpartnern direkt auf das Gelände geliefert werden.
Nach Auskunft der EXPO-Leitung soll es darüber hinaus keine weiteren Produktkonzessionen geben.
Für die Gewinnung der Arbeitskräfte für die Gastronomie hat neben dem EXPO-Produktpartner Adecco auch der Dehoga seine Zentrale Arbeitsvermittlungsstelle für das Hotel- und Gaststättengewerbe(Zihoga) bereitgestellt.

Konzessionen

Durch den Verkauf von Konzessionen sollen rund 140 Millionen Mark eingenommen werden. Die EXPO2000 Hannover GmbH plant die jeweiligen Konzessionärsabgaben für die Gastronomie nach Quadratmetern Fläche, dem Typ, der Lage, dem Umfeld und der Besucherführung. In Anwesenheit der Medienvertreter wurde der erste Konssionärs-Vertrag (Volumen 8 Mio. DM) mit einem kanadischen Caterer unterschrieben, der seine Erfahrungen bereits auf fünf vorangegangenen Weltausstellungen sammeln konnte.

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