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Viele Betriebe stellen sich jetzt im Teil-Lockdown die Frage, welche Lebensmittel-Lieferungen in Corona-Zeiten überhaupt Sinn machen. Wir haben die Antwort!

Die richtigen Speisen für Lieferungen in Corona-Zeiten

Datum: 04.11.2020Quelle: Julia Erras | Bilder: Pixabay | Ort: Trier

Die Gastronomie war in den vergangenen Monaten von Höhen und Tiefen geprägt. Erschwerten die Bedingungen den Wirten zu Beginn des Jahres ihre Tätigkeit erheblich, folgten darauf wieder ein paar lockerere Monate, die nun schließlich erneut in schwierigere Zeiten übergehen werden. Grund dafür ist die Corona-Pandemie, die vor allem Gastronomiebetriebe hart trifft. Während in der Zeit des kompletten Lockdowns im Frühjahr gar keine Bestellungen getätigt werden konnten und es stattdessen galt, das, was noch vorhanden war, sinnvoll zu verarbeiten und zu verkaufen, stellen sich viele Betriebe jetzt im Teil-Lockdown die Frage:

Welche Lebensmittel-Lieferungen machen in Corona-Zeiten überhaupt Sinn?

Was jedoch idealerweise in Corona-Zeiten geliefert werden sollte, verraten die Planungstipps im folgenden Beitrag.

Diese Speisenauswahl funktioniert gut in Corona-Zeiten

In Zeiten der Corona-Pandemie geht es nicht nur darum, die Auswahl an Lebensmittel anzupassen, sondern vor allem darum, Speisekarten zu konzipieren, die ansprechend für die Gäste sind und für die Gastronomiebetriebe wirtschaftlich sein können. Die folgenden Dinge sollten Sie deshalb beim Großeinkauf zu beachten:

Rindfleisch sollte frisch vakuumiert werden und anschließend bei -18 bis -30 Grad in die Gefriertruhe. So bleibt es saftig.

Fleisch darf im Grunde genommen immer auf die Karte, denn es lässt sich auch in größeren Mengen kaufen und einfrieren, wenn der Platz dafür vorhanden ist. Wichtig ist dabei, die Gefriertemperatur zu beachten, denn Fleisch sollte bei zwischen -18 und -30 Grad in der Truhe gelagert werden. Diese Temperatur ist wichtig, damit die Flüssigkeit gefriert, ohne dabei das Muskelfleisch zu verletzen, was bedeutet: Das Fleisch bleibt saftig. Schweinefleisch ist dann etwa sechs bis acht Monate haltbar, Rindfleisch für zehn bis zwölf Monate. Im Idealfall wird das Fleisch frisch gekauft, vakuumiert und dann eingefroren. So bleibt die Qualität erhalten.

Frischer Fisch sollte (servierfertig) vorgefroren werden. Dann braucht er zunächst eine Eisschicht, um sich anschließend bei -18 Grad in der Gefriertruhe zu halten.

Fisch ist aufwändiger zu konservieren, dennoch ist auch dies möglich. Frischer Fisch muss (im ausgenommenen Zustand) auf Alufolie gelegt werden und so erst einmal zum Vorgefrieren ins Eisfach. Sobald er außen hart ist, sollte der Fisch ins kalte Wasser getaucht werden – anschließend kommt er wieder ins Eisfach. Bei -18 Grad kann der Fisch dann für drei bis acht Monate in der Gefriertruhe bleiben.

Der Kürbis könnte zum besten Corona-Gemüse werden, denn er ist lange haltbar und lässt sich vielseitig verwenden.

Der Frischetipp für Gemüse lautet: Das geputzte Gemüse stets von grünen Blättern befreien. Karotten und Radieschen sollten demnach also ohne das Grün in eine Dose gepackt werden und so in den Kühlschrank wandern. Die grünen Blätter entziehen sonst dem Gemüse Wasser und lassen Möhren und auch Kohlrabi schnell runzeln. Damit das Gemüse sich lange hält, hilft es, ein Stück Küchenrolle darauf zu legen. Das hält gerade Radieschen und Rüben lange knackig.

Blattspinat, Erbsen, Mangold und andere frisch geerntete Gemüsesorten sind für Corona-Zeiten hingegen eine vergleichsweise undankbare Wahl, denn sie müssen binnen weniger Tage verbraucht werden. Finden die frischen Erbsenschoten oder das Kalbsfilet auf Blattspinat-Bett keine Abnehmer, gilt es, das Gemüse noch auf eine andere Art und Weise zu verarbeiten – zu Erbsensuppe, die fertig eingefroren werden kann, oder zu Spinatspätzle. Das mitunter beste (da unempfindlichste) Gemüse ist der Kürbis. Er lässt sich – in einer dunklen und kühlen Umgebung – bis zu einem halben Jahr lagern.

Beilagen, wie etwa Nudeln und Reis lassen sich bedenkenlos auf Vorrat kaufen. Sie sind kaum verderblich bzw. lange lagerfähig. Pommes und andere TK-Kartoffelprodukte ließen sich zwar auch lange lagern, sind aber vor allem im Lieferservice undankbar, weil sie nie so knusprig beim Gast ankommen, wie sie aus der Fritteuse kommen.

Tipps zur wirtschaftlichen Lebensmittelplanung in Corona-Zeiten

Viele Betriebe stellen sich jetzt im Teil-Lockdown die Frage, welche Lebensmittel-Lieferungen in Corona-Zeiten überhaupt Sinn machen. Wir haben die Antwort!
Wer Lebensmittel zum Abholen oder zum Liefern anbietet, kann mit speziellen Thementagen besonders wirtschaftlich agieren. Nachhaltige Verpackungen, wie etwa Salate im Glas, sind ebenfalls sehr gefragt.

In Corona-Zeiten einen Gastronomiebetrieb zu bewirtschaften, erfordert nicht nur Rücklagen und Durchhaltevermögen, sondern auch eine versierte Planung in puncto Speisekarte. Um im Lieferservice mit guter Qualität überzeugen zu können (und damit nicht nur Bestandskunden zu binden, sondern auch Neukunden gewinnen zu können), helfen diese Tipps:

  • Eine kleine Karte mit den Highlights bzw. den Bestsellern hilft dabei, den Wareneinkauf wirtschaftlich zu halten. So kann nach wie vor in größeren Mengen geordert werden – das hält die Einkaufspreise im Rahmen. „Klein“ muss dabei nicht heißen, dass es keine Auswahl mehr gibt, sondern dass die Auswahl sinnvoll zusammengestellt wurde. So können aus der Schnitzel-Großbestellung zum Beispiel Wiener Schnitzel, überbackene Schnitzel, Cordon bleu oder Schnitzelstreifen auf dem Salat werden.
  • Thementage, wie das Burger-Fieber, die Veggie-Night, das Low-Carb-Schlemmen und andere spezielle Essensangebote haben denselben Vorteil: Sie ermöglichen den Einkauf in größeren Chargen, was unter dem Strich günstiger ist. Zudem können spezielle Thementage auch besonders gut und zielgerichtet promotet werden. So sollten Angebote für Vegetarier und für Anhänger der kohlenhydratfreien Kost idealerweise auch in Social-Media-Kanälen publiziert werden.
  • Wünsch-dir-was-Aktionen helfen dabei, mit Kunden ins Gespräch zu kommen oder mit ihnen im Gespräch zu bleiben. Zudem helfen sie dabei, das einzukaufen, was auch wirklich gewünscht wird. Wer eine Wünsch-dir-was-Aktion pfiffig aufbereitet und vielleicht sogar mit einem kleinen Gewinn für alle Mitmachenden lockt, nutzt die Zeit für Werbung, die sicherlich auch nach den pandemiebedingten Beschränkungen noch in Erinnerung bleibt.

Best-Practice-Tipps: Lebensmittel aus der Fritteuse lassen sich nicht wirklich gut „liefern“, denn sie verlieren ihren knusprigen Biss schnell in der Verpackung. Das veranlasst so manchen Take-away-Gast dazu, eine schlechte Bewertung abzugeben, die in Krisenzeiten kein Gastronom brauchen kann. Deswegen ist es besser, Gerichte zu kreieren, die auch nach 15, 20 und 30 Minuten Lieferzeit noch lecker (und heiß) sind. Was ebenfalls besonders gut ankommt – gerade in Zeiten, in denen nicht nur die Krise vorherrschend ist, sondern auch nachhaltige Lösungen gefragt sind – sind Lieferverpackungen, die nachhaltig sind.

Julia Erras

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