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Datum: 25.08.2000Quelle: Ort: Berlin

Berlin. Einem Viertel aller Deutschen droht die soziale Ausgrenzung, weil sie nicht für das Internet gerüstet sind. Zu diesem Fazit gelangt die Studie „Digitale Spaltung in Deutschland“ der Initiative D21. Deren Vorsitzender, Erwin Staudt, forderte in einem Interview mit der Berliner Zeitung ein entschlossenes Vorgehen gegen die Ausgrenzung. Die D21-Initiative ist ein Zusammenschluss führender Unternehmen zur Förderung des Internet in Deutschland.

„Es wäre eine fatale Entwicklung für unser Land, wenn ein Viertel der Bevölkerung keinen Zugang zum Internet hat oder keinen Vorteil in der Nutzung des Internet sieht“, sagte Staudt. „Das gilt in erster Linie für Senioren, Frauen, Menschen auf dem Land oder Berufstätige mit geringem Bildungsstand. Diese Menschen wären dann von der Fortentwicklung unserer Gesellschaft abgekoppelt, ob im Beruf oder auch privat. Das dürfen wir nicht zulassen.“

Das Wichtigste sei, die Anstrengungen im Bereich Bildung zu verstärken. Alle 40.000 Schulen in Deutschland benötigten einen Internetanschluss. Staudt, zugleich Vorstandschef von IBM-Deutschland, appellierte an die Wirtschaft, sich dieses Themas verstärkt anzunehmen. Länder wie die USA oder Großbritannien unterstützten das Internet stärker und zielgenauer als Deutschland. „Bei uns dagegen agieren die meisten staatlichen Programme aufgrund der föderalen Strukturen lediglich regional. Auf Dauer wird das nicht gut gehen. Es kann doch nicht sein, dass wir in Deutschland 15 Agrarminister haben, aber keinen einzigen E-Minister“, sagte Staudt.

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