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L‘Osteria hat sich entschieden alle Restaurants in Deutschland vorübergehend zu schließen und auch sämtliche Take-Away- sowie Delivery-Aktivitäten einzustellen.

Coronakrise: L‘Osteria stellt Betrieb ein

Datum: 21.03.2020Quelle: L‘Osteria / Ort: München

Auch große Franchise-Unternehmen wollen einen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus leisten. So zum Beispiel auch L‘Osteria: Seit Freitagabend (18 Uhr) sind sämtliche Restaurants in Deutschland vorübergehend geschlossen. Auch alle Take-away- sowie Delivery-Aktivitäten hat das Unternehmen bis auf Weiteres eingestellt. Dies betrifft sowohl die eigenen Restaurants der FR L’Osteria SE als auch die Restaurants der Joint-Venture- und Franchisepartner. Insgesamt verabschieden sich somit bundesweit 102 Restaurants in eine Zwangspause.

L’Osteria nimmt Krise ernst

„Die Gesundheit unserer Mitarbeiter, Partner und Gäste liegt uns sehr am Herzen. Es wäre unverantwortlich, in der jetzigen Situation unsere Restaurants noch länger geöffnet zu lassen. Aus diesem Grund haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, begründet Mirko Silz, CEO und Vorstandsvorsitzender der FR L’Osteria SE, die Entscheidung.

Das Unternehmen war seiner Aussage nach gut vorbereitet und hat die Krise von Anfang an ernst genommen: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und uns gemeinsam mit unserem Krisenteam mit jedem denkbaren Szenario auseinandergesetzt.“ Je länger die Krise jedoch andauert, umso klarer wurde es für den Vorstandsvorsitzenden, dass der Aufwand die Restaurants weiter eingeschränkt zu betreiben in keinem Verhältnis zum Einsatz finanzieller Mittel stand.

Zusammenhalt auch in Ausnahmesituation

Die rund 5.000 Mitarbeiter, die bundesweit bei der FR L’Osteria SE und deren Partner beschäftigt sind, sollen jedoch nicht in ein finanzielles Loch fallen. „Wir werden den Mitarbeitern auf Basis der tarifvertraglichen und gesetzlichen Kurzarbeitergeldregelungen den Lohn im Monat März auf 100 Prozent aufstocken“, gibt Mirko Silz bekannt. Besonders stolz sind er und sein Vorstandskollege Clive Patrick Scheibe darauf, dass sich alle Joint-Venture- und Franchisepartner dieser Entscheidung anschließen. „Ein großartiges Zeichen unserer Wertegemeinschaft“, so die Aussage der beiden Vorstandsmitglieder.

„In diesen turbulenten Zeiten ist es für uns nicht nur essenziell wichtig als La Famiglia zusammenzuhalten, sondern auch der Gesellschaft etwas zurückzugeben.“

Nach Angaben des CEO gibt es für die Zeit nach der Coronakrise derzeit zwei Optionen: Ab dem Monat April würde die tarifvertragliche Aufstockung auf 90 Prozent greifen. Zudem sei man in intensiven Gesprächen mit zwei Unternehmen aus der Lebensmittelbranche, um diese mit geliehenen Arbeitskräften in der aktuellen Ausnahmesituation zu unterstützen. „In diesen turbulenten Zeiten ist es für uns nicht nur essenziell wichtig als La Famiglia zusammenzuhalten, sondern auch der Gesellschaft etwas zurückzugeben“, erklärt Mirko Silz.

Optimistisch in die Zukunft

Sobald in Deutschland wieder die Normalität einkehrt will L’Osteria die Türen zu den bundesweit 102 Restaurants wieder öffnen.
Sobald in Deutschland wieder die Normalität einkehrt, will L’Osteria die Türen zu den bundesweit 102 Restaurants wieder öffnen.

Nach eigenen Angaben ist die aktuelle Liquiditätssituation des Unternehmens gut. „Dienstleister, Banken, Lieferanten und Vermieter senden uns durchweg positive Signale. Das ist für uns in dieser besonderen Situation sehr hilfreich“, sagt Mirko Silz. Der Vorstandsvorsitzende betont zudem: „Wir verschwinden nicht vom Markt. Wir reagieren nur auf die aktuelle Situation.“ Der CEO geht davon aus, dass die Branche nach der Krise ein stark verändertes Wettbewerbsumfeld vorfinden wird. „Sobald wir in Deutschland wieder zur Normalität zurückkehren und es uns gestattet sein wird, wollen wir mit all unseren Mitarbeitern und Partnern sowie mit voller Kraft und hundertprozentigem Engagement unsere Gäste wieder mit Pizza und Pasta in gewohnter Qualität verwöhnen!“

 

Jeanette Lesch / Gastroinfoportal

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